Lieber Handwerker,
das nachfolgende Projekt gehört zur AktionKiTa, bei dem Praktiker und MyHammer Kindertagesstätten in Deutschland finanziell fördern. Es werden Handwerker gesucht, die diese Ausschreibung sowohl bei der Einkaufsplanung als auch bei der Umsetzung unterstützen. Helfen Sie mit, Deutschlands Kindertagesstätten zu modernisieren oder zu verschönern! Ihr maximales Angebot sollte nicht höher als 1.000 Euro sein.
Auch für diese Aktion gilt: Das beste Angebot gewinnt! Beschreiben Sie detailliert, wie Sie die Kita unterstützen und welche Leistungen Sie für max. 1.000 Euro erbringen - das überzeugt! Wie viele Stunden stehen Sie zur Verfügung? Kommen Sie zu zweit? Welche Arbeiten werden Sie genau verrichten? Welches Werkzeug und welche Maschinen bringen Sie mit?
Beachten Sie bitte, dass Sie auch Unterstützung von Seiten der Kindertagesstätte haben und die Realisierung des Projekts an einem Wochenende im Zeitraum von Juni bis August erfolgen soll. Das Material im Wert von 3.000 Euro wird von Praktiker gestellt.
Wenn das Projekt zu den 16 Gewinnern gehört und Sie für den Auftrag ausgewählt werden, übernimmt MyHammer Ihre Lohnkosten bis zu 1.000 Euro! Sollte das Projekt nicht zu den Gewinnerprojekten gehören, so entscheidet die Kindertagesstätte über die Durchführung des Projekts - es gilt dabei wie immer, je besser das Angebot, desto höher die Erfolgswahrscheinlichkeit!
Viel Erfolg wünscht MyHammer!
Verschiedene Studien und Untersuchungen untermauern die Problematik der Lärmbelastung in Kindergärten und Kindertagesstätten, was zu Beeinträchtigungen von Aufmerksamkeit und Konzentration, aber auch zu damit verbundenen psychsomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen führt. Weiterhin wird auch die Sprachverständlichkeit emfindlich gestört. Dabei sind die Gründe für die relativ hohe Lärmbelastung vielfältig: um Energie zu sparen und Reinigungs- sowie Pflegeaufwand zu minimieren, werden viele Kitas mit großen Glasflächen und vielen harten Materialien wie Stein oder Fliesen gebaut. Aus Brandschutzgründen wird oft auf dämmende Materialien wie Teppiche, Vorhänge o.ä. verzichtet; somit gibt es kaum Materialien, die Lärm dämmen, während die harten Baustoffe zu einer Reflexion des Schalls und damit zu langen Nachhallzeiten führen. Von pädogogischer Seite kann hier nur begrenzt Abhilfe geschaffen werden, da sich viele lärmintensive Tätigkeiten z.B. wetterbedingt im Innenraum abspielen oder auch Turnhallen innerhalb der Kita von diesem Problem betroffen sind.
In den Räumen unserer Kita St. Josef in Sankt Ingbert befinden sich vor den Fenstern Deckenabschnitte aus „rohem“ Beton, welche in keiner Weise verputzt bzw. beschichtet sind (Photo 1&2). Auf Grund der fehlenden Schallisolierung wird es unterhalb dieser Deckenbereiche sehr laut, was dazu führt, dass a) der Zimmerbereich unmittelbar vor den Fenstern praktisch nicht bzw. nur sehr eingeschränkt zum Spielen, Basteln oder (wegen der erschwerten Konzentrationsfähigkeit) zu pädogogischen Tätigkeiten genutzt werden kann sowie b) die Lärmbelastung für Kinder und Betreuer unnötig hoch ist. Inbesondere wirkt sich dieses Problem im Bereich der Turnhalle aus, da hier sowohl der Betonbereich als auch der Lärmpegel am größten sind (siehe auch Photo 4). Momentan behelfen wir uns mit Maßnahmen wie aufgehängten Tüchern (Photo 3), was das Problem jedoch nur leidlich behebt, da es einerseits zwar zu einer minimalen Schallisolierung verhilft, andererseits aber schwierig zu reinigen ist, was die Staubbelastung für allergische Kinder deutlich erhöht. Weiterhin muss eine solche Maßnahme im Einklang mit den Brandschutzbestimmungen erfolgen, was eine Lösung zusätzlich erschwert.
Während des Aktionswochenendes soll eine Schalldämmung der Betonbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 120 m² (vier Zimmer à 20 m² sowie die Turnhalle à 40 m²) erfolgen. Angedacht ist die Anbringung von (eventuell unterfütterten) Gipskartonplatten, um die Schallrelexion zu minimieren. Hier ist professionelle Hilfe erforderlich, um eine sinnvolle Maßnahme durchführen zu können, die eine Problemverbesserung bzw. –lösung verspricht und im Einklang mit den Vorschriften der Brandschutzbestimmungen erfolgt. Im Anschluss sollen der neue Bereich sowie die restlichen Zimmerwände gestrichen werden, um ein Einfügen in die bereits bestehenden Wandstrukturen/Wanddekorationen zu ermöglichen. Die anfallenden Streich-, Aus und Einräumarbeiten werden von 22 engagierten Eltern sowie einer ganzen Reihe bis auf das äußerste motivierter Kinder (Photo 4, mit eindeutigem Hinweis auf das anstehende Problem) durchgeführt.
Eine Förderung des Projektes wäre mehr als willkommen, da die Pfarrei St. Josef als Träger der Kita auf Grund des Wiederaufbaus der Kirche St. Josef (der zweitgrößten Kirche im Bistum Speyer und das Wahrzeichen der Stadt St. Ingbert, bei einem Brand 2007 entstanden Schäden in Millionenhöhe) trotz aller Bemühungen mittelfristig verständlicherweise nicht in der Lage sein wird, über das notwendigste Maß hinausgehende Maßnahmen zu finanzieren.
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