Ratgeber

2018: Gesetzesänderungen und neue Vorschriften im Handwerk

Autor:
Redaktion

Der Jahreswechsel bringt einige Änderungen der Gesetze und Vorschriften für Handwerker mit sich. Die wichtigsten im Überblick.

Neben der Betriebsrente, dem Werkvertragsrecht und der Datenschutzgrundverordnung, gibt es noch andere Themen, die für Handwerker im Jahr 2018 wichtig sind. Einige der Änderungen und Gesetze treten mit dem Übergang zum neuen Jahr sofort in Kraft, andere erst im Laufe des Jahres. Hier sind die wichtigsten Neuregelungen für Handwerksbetriebe im Überblick.

Betriebsrente wird gestärkt

Ab Januar 2018 tritt das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft. Es soll dazu beitragen, insbesondere in kleineren Betrieben, Betriebsrenten stärker zu verankern und damit Geringverdiener vor Altersarmut zu schützen.

Arbeitgeber erhalten ab 2018 einen direkten Steuerzuschuss von 30 Prozent, wenn sie Beschäftigten, mit weniger als 2000 Euro brutto, eine Betriebsrente anbieten. Die Beiträge hierfür liegen jährlich zwischen 240 bis 280 Euro.

Auch die Erwerbsminderungsrente ist ab Januar 2018 von Änderungen betroffen. Sie steigt schrittweise bis 2024 in sieben-Prozent-Schritten.

Änderungen im Mutterschutzgesetz ab 2018

Mit dem Jahreswechsel treten Änderungen des Mutterschutzgesetzes in Kraft. Unter anderem geht es um einen verbesserten Arbeitsschutz für Schwangere. Jeder Arbeitsplatz soll, unabhängig davon ob Mitarbeiterinnen schwanger sind oder nicht, auf Gefährdungen hin beurteilt werden. Bis das individuell erfolgt ist, dürfen Schwangere nicht mehr arbeiten. Außerdem gilt ein Beschäftigungsverbot für alle Arbeiten, die in einem vorgegebenen Zeittempo erledigt werden sollen.

Dies sind nur die wichtigsten Änderungen im Mutterschutzgesetz, das 2018 noch weitere Änderungen vorsieht.

Keine Ausnahmen für Mindestlohn mehr

Ab Januar gibt es keine Ausnahmen für den Mindestlohn mehr, dann gilt er ausnahmslos für alle Branchen und die Übergangsfrist endet.

Tarifverträge, die unter dem Mindestlohn liegen, sind dann nicht mehr zulässig. Für die einzelnen Gewerke gibt es eigene Mindestlohngrenzen.

Werksvertragsrecht wird den Besonderheiten des Bauvertrags angepasst

Für alle Betriebe der Baubranche interessant ist auch das neue Werkvertragsrecht, das ab Januar 2018 gilt. Ab diesem Datum werden die Werkverträge an die Besonderheiten des Bauvertrags angepasst.

E-Vergabe für öffentliche Ausschreibungen wird zur Pflicht

Ab Oktober 2018 wird die elektronische Vergabe für öffentliche Ausschreibungen bei europaweiten Vergaben zur Pflicht. Danach dürfen Angebote die nicht elektronisch eingereicht sind, nicht mehr entgegengenommen werden, beziehungsweise werden im Vergabeverfahren nicht berücksichtigt. Diese Änderung ist vor allem für kleinere Betriebe interessant.

Intelligente Stromzähler und staatliche Förderung für erneuerbare Energien

Neue intelligente Stromzähler, die über das Internet mit den Netzbetreibern verbunden sind (Smart Meter), sind seit 2017 gesetzlich vorgeschrieben. Mangels fehlender Technik hinkt die Umsetzung allerdings etwas hinterher. Jetzt haben die ersten Hersteller Zertifizierungsverfahren erfolgreich durchlaufen. DIe ertsen Praxiserfahrungen werden in 2018 für Diskussionen sorgen.

Eine wichtige Änderung, auch zur Berücksichtigung für Handwerker ist, dass der BAFA-Zuschuss fürs Heizen mit erneuerbaren Energien erst beantragt werden muss, bevor die Installation in Auftrag gegeben wird. Vor der Zusage ist nur das Einholen von Angeboten erlaubt, der Zuschlag darf erst gegeben werden, wenn der Fördergeldantrag freigegeben wurde.

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