Eine Vogeltränke rettet auch Insekten vorm Verdursten
Ratgeber

36 Grad, und es wird noch heißer – Den Garten vor der Hitze schützen

Autor:
Manuela Braun

Und wieder einmal ein Sommer, der alle Hitzerekorde zu brechen scheint. Auch wenn sich einige über die warmen Temperaturen freuen, so wirkt sich die Hitze und die damit einhergehende Trockenheit negativ auf den Garten aus. Damit dieser sicher in den Herbst kommt, gibt es ein paar Tricks und Handgriffe, um Pflanzen- und Tierwelt vor der Sonne zu schützen.

Einst sang Rudi Carrell „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“. Spätestens dieses Jahr wäre die Frage hierzu überflüssig. Während allerorts die Sonne auf uns niederbrennt, erfreuen sich Schwimmbäder und Seen über Rekordbesucherzahlen. (Hobby-)Metereologen sprechen gar von einem Jahrhundertsommer. So sehr sich viele über die anhaltende Wärme auch freuen, ist sie nicht für alle ein Vergnügen.

Vögel und Insekten leiden unter Wassermangel

Gerade in Städten haben Vögel und Insekten derzeit ein hartes und vor allem dehydrierendes Leben. Durch den ausbleibenden Regen mangelt es an Pfützen und viele Teiche stehen kurz vor der Austrocknung und somit vorm Umkippen. Zum Schutz von Piepmatz und Co. empfiehlt der Naturschutzbund Deutschland (NABU) daher im Garten, Balkon oder auf der Terrasse kleine Vogeltränken aufzustellen. Am geeignetsten hierfür sind mit Wasser gefüllte Schalen, in deren Mitte ein oder mehrere Steine platziert werden. Diese sind wichtig, damit die Tierchen vor lauter Durst nicht aus Versehen ertrinken. Das Wasser sollte nach Möglichkeit im Schatten stehen und mindestens einmal täglich gewechselt werden, da sich ansonsten gefährliche Keime bilden können.

Gießen alleine reicht nicht zum Schutz der Pflanzen

Auch für die Flora ist die übermäßige Sonne nicht unbedingt ein Spaß. Gerade Pflanzen mit großen, weichen und dünnen Blättern sind eher hitzeempfindlich und gehen bei der stetigen Sonneneinstrahlung schnell ein. Generell schützt regelmäßiges Gießen alle Pflanzen vor der Austrocknung. Die starke Trockenheit im Boden kann allerdings dazu führen, dass das Wasser die Wurzeln der Gewächse gar nicht erst erreicht. Daher ist es wichtig den Boden im Beet regelmäßig zu hacken, dadurch bekommt der Boden eine gute Krümelstruktur und das Wasser fließt schneller dorthin, wo es hinsoll.

Ein weiterer hilfreicher Faktor ist der Zeitpunkt des Wässerns. Morgens, wenn die Sonne noch nicht allzu heiß brennt, ist der Boden noch kühl und kann Wasser besser aufnehmen, und lässt das Wasser nicht direkt wieder verdunsten. Wer seinen Garten mit einem Schlauch wässern möchte, sollte darauf achten, dass das Wasser überwiegend um die Wurzeln herum verteilt wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Wassertropfen einen Brennglaseffekt entwickeln und im Zusammenspiel mit der Sonne die Pflanzen verbrennen.

Teiche vor der Austrocknung schützen

Wie bereits erwähnt ist die aktuelle Hitzewelle auch für Gartenteiche kein Eisschlecken. Durch Hitze und Sonneneinstrahlung erwärmt sich das Wasser in Teichen recht schnell und führt so zu Sauerstoffmangel im Wasser, was durch den sinkenden Wasserstand infolge von Verdunstung noch verstärkt wird. Während Wasserpflanzen noch hart im Nehmen sind und relativ lange durchhalten, sterben Fische, Amphibien oder Wasserschnecken recht schnell durch den Mangel.

Um das zu verhindern, sollte als Erstes versucht werden das Gewässer vor der Sonne zu schützen. Hierzu eignen sich Sonnenschirme oder Sonnensegel, die zumindest ein Teil der Wasseroberfläche beschatten können. Aber auch der Einsatz von Wasserlinsen ist zu empfehlen. Optisch vielleicht nicht jedermanns Geschmack, sind sie ein guter Schattenspender für die Bewohner des Teichs und liefern wichtigen Sauerstoff. Sobald das Wetter wieder abkühlt, lassen sich die kleinen Blättchen leicht wieder abfischen, sodass der Teich im alten Glück erblühen kann.

All diese Maßnahmen sind jedoch sinnlos, wenn der Wasserstand zu niedrig ist. Daher sollte dieser regelmäßig geprüft und wieder reguliert werden. Hierzu eignet sich am besten ein eingehängter Wasserschlauch, durch den mit schwachem Druck beständig kühles Wasser in den Teich fließt.

 

Sind alle Tiere und Pflanzen versorgt, kann man endlich den Sommer genießen und es sich im Garten mit einem kühlen Glas Eistee gemütlich machen und die Vögel beim Baden in ihrer Tränke beobachten.

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