Ratgeber

7 eiskalte Handwerksberufe

Autor:
Redaktion

Harte körperliche Arbeit ist in den meisten Handwerksberufen normal. Kommen aber noch Hitzewellen dazu, kann die Arbeit schnell unerträglich werden. Manch einer wünscht sich vielleicht sogar einen kälteren Arbeitsplatz. Deshalb haben wir die ultimative Liste der kältesten handwerklichen Berufe zusammengestellt.

1. Baggerfahrer in Oimjakon

Das kleine sibirische Dorf gehört zu den kältesten bewohnten Gebieten auf unserem Planeten. Im Winter fallen die Temperaturen auf durchschnittlich minus 50 Grad Celsius, im Februar 1933 wurde sogar ein Extremwert von eisigen minus 67 Grad Celsius gemessen.

Damit die Bewohner des entlegenen russischen Ortes sich auch mal aus dem Pelzmantel trauen, gibt es ein kleines mit Kohle betriebenes Wasserkraftwerk. Damit dieses der Bevölkerung Oimjakons auch richtig einheizen kann, schaufelt ein Baggerlader jeden Morgen kiloweise Kohle in das Heizkraftwerk und fährt die anfallende Asche wieder weg.

2. Elektriker in Lappland

Die Welt braucht Handwerker. Auch in den entlegensten und unzugänglichsten Orten dieser Welt. Woher sonst würde der Ausspruch kommen, „Handwerker sind Helden, nur ohne Gewand“?

Ein kleiner Held ist auch der Elektriker, der durch die subarktische Wildnis Finnlands stapft, um Strommasten zu kontrollieren oder zu reparieren. Die Rede ist von einem Handwerker, der dem ewigen Eis auch bei minus 30 Grad trotzt. Sein Name ist Topi Kannasvuo. Er ist der einzige Elektriker im Norden Lapplands.

Für die Menschen dort ist die Stromversorgung überlebenswichtig. Bei diesen Temperaturen ein echter Extremjob.

3. Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik

Wenn alle anderen ins Schwitzen kommen, bleibst du ganz cool. Die Welt braucht Kältetechnik. Und das in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens. Zum Beispiel in der Lebensmittel- oder der KFZ-Industrie.

Eines der wohl beeindruckendsten Einsatzgebiete ist momentan Katar. Hier soll die Fußball-WM 2022 stattfinden. Da es in Katar auch im Winter zu lauschigen Temperaturen über 30 Grad Celsius kommen kann, müssen die Kältetechniker wahre Wunder vollbringen.

Denn die Fifa erlaubt eine Maximaltemperatur von 27 Grad bei geöffnetem Dach. Die Stadion-Ingenieure und Kältetechniker haben sich jedoch etwas einfallen lassen: Im Lusail Iconic Stadion wird tagsüber Sonnenenergie in Kälte verwandelt. Dies gelingt durch Solarkollektoren auf dem Dach des neugebauten Fußball-Stadions und Kälteabsorptionsmaschinen.

Unglaublich, aber wahr: Die Kälte lässt sich unter dem Rasen speichern. Abends werden dann die Dächer geöffnet und riesige Ventilatoren pusten kalte Luft in den Innenraum des Fußball-Stadions.

4. Handwerker in der Antarktis

Für die Handwerker und Monteure der deutschen Polarstationen sind klirrende Kälte und wochenlange Dunkelheit kein Problem. Irgendjemand musste ja die 16 Fundamentplatten für die 2300 Tonnen Gesamtlast der Polarstation Neumayer-III gießen. Unter schwersten Bedingungen wurde die riesige Station, mit Einsatz von viel Handarbeit, in das ewige Eis gebaut.

Dabei wurden 1400 Tonnen Stahl verarbeitet, 55 Fenster eingebaut und 42000 Meter Elektrokabel verlegt. Wegen der extremen Wetterbedingungen müssen alle Bauteile ständig kontrolliert und instandgehalten werden. Ein Wahnsinnsjob für jeden Handwerker.

Zimmerer in Grönland

Eisberge, Schlittenhunde und Wale im bitter kalten Polarmeer. Wer auf der Suche nach den kältesten und gefährlichsten Arbeitsplätzen der Welt ist, trifft mit Grönland genau ins Schwarze. Das Land liegt nur wenige Kilometer vom Nordpol entfernt und ist in etwa zu 80 Prozent mit Eis bedeckt.

Betonmischer und Krahn: Fehlanzeige. Das Mittel der Wahl beim Bau grönländischer Häuser? Holz. Für Zimmerer sind aber nicht nur die Extremtemperaturen eine Herausforderung. Im Land der atemberaubenden Polarlichter entscheidet gute Planung über den Erfolg eines Bauprojekts.

Geht ein Werkzeug kaputt, oder wurden die falschen Schrauben eingepackt, muss eine mehrtägige Schiffsreise zum nächsten Baumarkt stattfinden. Handwerker in Grönland zu sein, ist also nur etwas für richtige Profis.

6. Schiffsmechatroniker auf einem Eisbrecher

Für viele steht das Meer für grenzenlose Freiheit. Wenn man aber Schiffsmechatroniker auf einem Eisbrecher ist, fordert die raue See alles von einem ab. Bereits an Land leisten viele Handwerker einen waschechten Knochenjob, um die stählernen Riesen überhaupt schwimmtauglich zu machen.

Die Königsklasse der Ozeanriesen sind aber nicht etwa die gigantischen Urlaubsschiffe, sondern die Eisbrecher. Ohne das Handwerk und die Konstruktionsmechaniker wäre nicht daran zu denken, Eisbrecher auf den Weg in die Nordsee oder die Arktis zu schicken.

7. Holzfäller in Sibirien

Der Gang in den Baumarkt ist für die meisten Menschen ziemlich unspektakulär. Hier ein paar Schrauben oder ein paar Holzplatten für das nächste Projekt oder neuen Auftrag eingekauft. Egal ob Bodenbeläge, fürs neue Möbelstück oder Dielen für die Terrasse. Das Holz kommt zu einem großen Teil aus dem rauen und entlegenen Sibirien.

Die Männer , die unter härtesten Bedingungen Bäume fällen, müssen dabei nicht nur die Isolation und die Eiseskälte überstehen, auch Begegnungen mit wilden Tieren können den anstrengenden Arbeitsalltag noch einen kleinen Adrenalinschub versetzten.

Holzfäller in Sibirien: Ein Beruf für die aller härtesten im Garten.

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