ACO Abwasserhebeanlage Muli-Star mono für fäkalienhaltiges Abwasser
Ratgeber

Abwasser: aufwärts!

Autor:
Redaktion

Wenn Räume oder Grundstücksflächen tiefer als die Kanalisation liegen und Wasserstau droht, kommen Abwasserhebeanlagen zum Einsatz.

In vielen Häusern fällt Abwasser unterhalb der sogenannten Rückstauebene (RSE) an. Unterhalb der RSE bedeutet, dass ein Ablauf in die Kanalisation durch das natürliche Gefälle nicht mehr möglich ist. Zum Beispiel, wenn Kellerräume tiefer liegen oder Regenwasser nicht versickern kann. An solchen Stellen sind Abwasserhebeanlagen vorgeschrieben. Sie pumpen das anfallende Ab- oder
Regenwasser auf das Kanalisationsniveau. Gegen den Wasser-Rückstau, der sonst anfiele, müssen alle Grundstücks- und Gebäudeflächen gesichert werden.

Abwasserhebeanlagen werden am tiefst möglichen Punkt eingesetzt – sei es freistehend, in einer Grube oder in einem Schacht. Erhältlich sind sie in Preislagen von unter 100 bis zu weit mehr als 500 Euro. Doch die völlig freie Wahl seines Gerätes hat der Häuslebauer nicht. Es muss zu einer der drei Typ-Kategorien gehören.

Abwasserhebeanlagen pumpen das Wasser in die Kanalisation

Typ eins sind Hebeanlagen für fäkalienhaltiges Abwasser, sogenanntes Schwarzwasser aus Spültoiletten oder Urinalen. Sie sammeln das Wasser in gas- und wasserdichten Behältern und pumpen es durch eine Druckrohrleitung Richtung Kanalisation. Entlüftet wird die Anlage durch ein Rohr übers Dach. Typ zwei sind Hebeanlagen für fäkalienfreies, leicht verschmutztes sogenanntes Grauwasser. Dabei handelt es sich zum Beispiel um den Bade- oder Duschablauf sowie um Regenwasser. Bei diesen Hebeanlagen sind die Behälter auch wasserdicht, aber lediglich durch einen Deckel verschlossen. In ihnen tritt ab einem festgelegten Pegelstand automatisch eine Tauchpumpe mit Schwimmer in Aktion. 

Gewusst? Es gibt drei Arten von Abwasser! 

Unter Typ drei fallen Kleinhebeanlagen für fäkalienhaltiges Abwasser bei begrenzter Verwendung. Dies wiederum heißt, die Schmutzwasser-Quellen sowie die Zahl der Benutzer sind gering. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein weiteres WC und zusätzlich maximal ein Handwaschbecken oder eine Dusche angeschlossen werden. Typischerweise handelt es sich um nachträglich eingebaute Sanitäranlagen: das Heim-Spa etwa, das Garten-WC oder das Gästezimmer-Waschbecken im Keller. Anders als bei Typ eins und zwei haben diese Geräte keine Sammelbehälter. Oft werden die Geräte oder zumindest die Pumpen direkt unterhalb des Ablaufs angebracht. Die Fäkalien oder das Toilettenpapier zerkleinern sie über ein Schneidwerk.

Doch ganz gleich welchen Typs sie sind: Alle Geräte müssen den Normen der DIN EN 12050 für Abwasserhebeanlagen zur Gebäude- und Grundstücksentwässerung entsprechen.

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