Die Achsvermessung und die Spureinstellung sind wichtige Arbeiten
Ratgeber

Achsvermessung und Spureinstellung - Gefahren vermeiden

Autor:
Redaktion

Nach jeder Reparatur an der Radaufhängung sind Achsvermessung und Spureinstellung erforderlich. Dadurch wird die Fahrsicherheit gewährleistet.

Wozu dient die Achsvermessung?

Die Radaufhängung eines Autos besteht aus mehreren Komponenten. Diese sorgen dafür, dass die Räder sich über die Federwege auf- und abwärts bewegen können. Außerdem muss die Lenkung möglich sein. Durch den Antrieb des Autos wirken verschiedene Kräfte auf die Räder. Folglich müssen die Räder so angebracht sein, dass sie auch bei einer höheren Belastung stets mit der gesamten Lauffläche der Reifen auf der Fahrbahn abrollen. Dies wird mittels Vorspur, Nachlauf und Sturz eingestellt. Alles zusammen wird als Spureinstellung bezeichnet.

Bei der Achsvermessung wird im ersten Schritt an der Vorderachse die Vorspur gemessen. Das bedeutet, die beiden Vorderräder stehen nicht exakt parallel zueinander, sondern eher trapezförmig. Daher rührt auch der Begriff Achsgeometrie. An der Vorderseite ist der Abstand zwischen den Rädern wenige Millimeter geringer als an der Seite hinter der Achse. Der Grund dafür ist, dass die Räder bei Belastung etwas nach außen driften. Dann laufen sie wieder parallel.

Der Nachlauf bedeutet, dass die Achsschenkel sich nicht in einem 90-Grad-Winkel befinden. Der Achsschenkel ist um etwa zwei bis drei Grad nach hinten geneigt. Dadurch werden die Räder gezogen und nicht geschoben.

Bei der Achsvermessung ist auch der sogenannte Sturz ein wichtiges Maß. Bei einem Fahrzeug stehen die Räder nie exakt senkrecht. An der Oberseite neigen sie sich um wenige Grad nach außen. Während der Fahrt mit dem Auto sorgen die auftretenden Kräfte dafür, dass die Räder senkrecht abrollen.

So wird eine Spureinstellung durchgeführt

Sowohl die Achsvermessung als auch die Spureinstellung können in jeder Werkstatt durchgeführt werden. Die Achse wird heutzutage mit modernen elektronischen Geräten in nur wenigen Minuten exakt vermessen. Die erforderlichen Daten der Achsgeometrie liegen der Werkstatt vor. Die Mechaniker stellen dann die Vorspur, den Nachlauf und den Sturz nach den Angaben des Fahrzeugherstellers ein. In früheren Zeiten war diese Arbeit noch sehr aufwendig. Heutzutage stellt sie jedoch keine große Herausforderung mehr dar.

Die Folgen einer falschen Spureinstellung spürt der Autofahrer sofort. Je nach Einstellung führt es zum Unter- oder Übersteuern in Kurven. Untersteuern bedeutet, dass das Auto trotz eingeschlagener Lenkung weiter geradeaus fährt. Beim Übersteuern bricht das Heck bei der Fahrt durch eine Kurve aus. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich.

Schon geringe Veränderungen an der Achsgeometrie sind deutlich an den Reifen sichtbar. Sobald das Profil der Reifen nur einseitig abnutzt, sollte eine Achsvermessung und Spureinstellung in einer Werkstatt durchgeführt werden.

Tags:
Gewerke:Kraftfahrzeugtechniker

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