Die Raupen treten Gruppen auf – eine fachgerechte Entfernung des Gespinstnestes ist sinnvoll
Ratgeber

Achtung vor Eichenprozessionsspinnern

Autor:
Redaktion

Die Raupen des Nachtfalters befallen bevorzugt Bäume und Sträucher an warmen, trockenen Standorten. Gespinstnester im Garten entfernt besser der Fachmann.

Eichenprozessionsspinner sind gefürchtet, denn ihre Brennhaare können Atemnot und allergische Reaktionen auslösen. Es handelt sich um die Raupen des Nachtfalters, die oft in großen Gruppierungen auftreten und bevorzugt Bäume und Sträucher an warmen und trockenen Standorten befallen.

Gespinstnester sollten professionell entfernt werden

Werden Gespinstnester im Garten entdeckt, ist eigenmächtiges Handeln keine gute Idee, denn die sogenannten Brennhaare der Tiere enthalten gesundheitsschädliches Nesselgift, das bei Kontakt mit der Haut, den Augen oder der Schleimhaut starke Irritationen und Entzündungen auslösen kann. Quaddeln und starker Juckreiz innerhalb der nächsten 24 Stunden sind die Folge. Je nach Ausmaß dauern die Beschwerden unbehandelt zwei Tage bis zwei Wochen an.

Das Einatmen der Brennhaare kann zu Atemwegsentzündungen und Atemwegsbeschwerden führen. Bei Augenkontakt können Bindehaut- und Hornhautentzündungen auftreten. Ebenfalls kann es systemische Beschwerden wie Schwindel, Fieber und in seltenen Fällen auch Schockzustände geben. Die gesundheitlichen Beschwerden können während des gesamten Jahres entstehen.

Ein Fachmann weiß, was zu tun ist

Besser ist, einen professionellen Baumpfleger mit der Entfernung der Gespinstnester zu beauftragen, wenn ein Nest im Garten entdeckt wurde. Dieser entfernt das Gespinst fachgerecht. Methoden sind hierbei beispielsweise das Arbeiten mit einer Hubarbeitsbühne in der Zeit, in der sich die Larven im dritten Larvenstadium befinden. Dann sammeln sie sich nämlich unter großen Ästen in Nestern.

Zunächst fixieren die Baumpfleger die Nester mit einer klebenden Flüssigkeit am Baum und saugen sie anschließend einfach ab. Beim Absaugen werden auch die gefährlichen Brennhaare mit aufgenommen.

Eine andere Methode ist das Abbrennen der Nester, aber durch die Thermik besteht die Gefahr, dass sich die Brennhaare verteilen und die Raupen lassen sich fallen, um der Gefahr zu entgehen.

Warum ist der Eichenprozessionsspinner so gefährlich?

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich schon seit den 90iger Jahren in Deutschland aus, insbesondere im städtischen Bereich. Zunehmend sind deshalb auch private Gärten betroffen.

Die Brennhaare sind das Problematische an den Raupen des Nachtfalters, die bis zu fünf Zentimeter groß werden können. Als Nahrung lieben sie bevorzugt Eichen oder Hainbuchen. Der Schmetterling, der aus der Raupe entsteht, ist relativ unscheinbar und fliegt von Ende Juli bis Anfang September.

Der Embryo entwickelt sich bereits im Herbst und die Jungraupe überwintert im Ei. Anfang Mai schlüpfen dann die Raupen des Eichenprozessionsspinners und ernähren sich von austreibenden Blättern der Eichen, die sie bis auf das Blattskelett abfressen.

Die akute Gefahr für den Menschen ist während der Raupenfraßzeit am größten. Alte Gespinstnester stellen eine Gefahrenquelle dar, denn die Raupenhaare haben eine lange Haltbarkeit und sammeln sich über mehrere Jahre in der Umgebung an, besonders im Unterholz und Bodenbewuchs. Sie halten sich an Kleidern und Schuhen und lösen bei einer Berührung stets neue allergische Reaktionen aus.

Die Brennhaare haben Widerhaken sind hohl und enthalten als Brennsubstanz das lösliche Eiweiß Thaumetopoein. Die Reizwirkung an Hautstellen und an den Schleimhäuten ist mechanisch, da sie in die Haut eindringen. Das freigesetzte giftige Protein wirkt biochemisch.

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