Die hübschen Blütenkugeln sind mehrjährig und können in großen Mengen im Garten einge-setzt werden
Ratgeber

Allium: Hübsche Blütenkugeln mit Pflanzzeit im Herbst

Autor:
Redaktion

Der Zierlauch mit insektenfreundlichen, dicken Blütenbällen auf langen Stängeln, wird in der Herbstzeit gepflanzt und blüht bis in den Spätsommer.

Lange Zeit wurde dem Zierlauch mit seinen über 650 verschiedenen Sorten wenig Beachtung geschenkt. Erst seit ein paar Jahren gehört Allium zu den Stars der Pflanzen für den Garten. Es handelt sich um Blumenzwiebeln mit Blütezeit der meisten Arten zwischen Mai bis Juni, die Wuchszeit liegt zwischen April bis September. Allium sieht mit seinen fantastischen Blütenbällen, die fast über dem Beet zu schweben scheinen, immer gut aus. Die Blütenbälle zeigen sich spät im Frühjahr und in vielen unterschiedlichen Größen, Farben und Formen. Allium stammt aus der Gattung der Zwiebelblumen und kann rund 940 ausdauernde Arten vorweisen, die beliebtesten sind unter anderem Globemaster, Ambassador oder Allium spherocephalon.

Aussehen des Zierlauchs

Einige Sorten des Zierlauchs können weit über einen Meter hoch werden, aber es gibt auch eine ganze Reihe von kleineren Arten für das Beet. Die Einzelblüten sind in Blütendolden angeordnet und können einen Durchmesser von 25 Zentimetern erreichen. Die Blütenfarbe ist überwiegend violett, aber es gibt sie auch in Weiß, Gelb, Rosa oder Rot. Der Stiel ist in der Regel blattlos. 

Neben dem Aussehen gibt es noch einen weiteren Grund für die Beliebtheit dieser Pflanze: Sie ist eine gute Nahrungsquelle für Insekten, vor allem für Bienen. Nachdem die Blüten durch Insekten bestäubt wurden und die Samenreifung einsetzt, setzt das Welken bei den meisten Allium-Arten ein. Die wichtigsten Nährstoffe werden in den Zwiebeln eingelagert. Die gesamte Vegetationsperiode dauert selten länger als drei bis vier Monate.

Standortanforderungen: Am besten steinig und trocken

Wie fast alle Zwiebelblumen ist auch Allium in der Lage an Standorten mit extremen Bedingungen zu wachsen. Lebensräume des Zierlauchs sind häufig Steppen oder steinige Berghänge. Die komplette Pflanze inklusive der Blüte ruht fertig angelegt so lange im Boden, bis Bodentemperatur und -feuchtigkeit ihr den Austrieb ermöglichen. Wenn die ersten grünen Spitzen den Boden durchstoßen, dauert es nur noch wenige Wochen, bis die Pflanzen in voller Blüte stehen.

Wichtig ist, dass der Boden am Standort nie dauerfeucht ist, denn dort faulen die Zwiebeln relativ schnell. Einige Zierlauch-Arten bilden Tochterzwiebeln, die von der Mutterzwiebel abgetrennt werden und im Herbst neu gepflanzt werden können. Stehen die Pflanzen zu dicht, lassen sie sich im Spätsommer ausgraben und wieder neu einpflanzen.

Die meisten Sorten bevorzugen kalkhaltige Böden, sind aber bezüglich des pH-Wertes recht anpassungsfähig, solange der Boden durchlässig ist. Der Boden muss für die Winterhärte der Pflanze luftig und trocken sein, denn nasse Kälte vertragen die Pflanzen nicht. Besser ist, die Zwiebeln früher zu pflanzen, damit die Zwiebeln noch vor dem Winter einwurzeln können. Die Pflanztiefe ist abhängig von der jeweiligen Zwiebelgröße. Faustregel: Das Pflanzloch sollte dreimal so tief sein, wie die Zwiebel hoch ist.

Pflanzzeit der hübschen Blütenbälle

Die Alliumzwiebeln können jetzt im Herbst noch gepflanzt werden. Pflanzzeit ist von September bis November, wenn der Boden noch frostfrei ist, auch bis in den Dezember hinein. Die Erde sollte durchlässig mit überwiegend sonnigem Standort sein.

Wichtig zu wissen: Die Pflanze ist ein Kaltkeimer, die Samen benötigen nach der Aussaat eine mehrwöchige Kälteeinwirkung mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, damit sie sich entfalten können.

Pflege der Pflanzen

Es gibt viele Zierlauch-Arten, bei denen die Blätter sehr früh im Jahr vergilben. Diese kann man entfernen, wenn sie die Optik stören, aber man kann auch warten und sie dann nach der Blütezeit einfach abschneiden. Im Frühjahr werden die Zwiebelblumen gedüngt, ein organischer Volldünger ist hierfür geeignet.

Einige Allium-Arten sind nicht komplett winterhart, sie benötigen einen Witterungsschutz, wenn sie an einem ungeschützten Ort stehen. Eine Abdeckung aus Tannenreisig, Stroh oder Laub ist optimal. Besonders wenn es sich um alpine Arten handelt sollten sie vor dem Wechseln zwischen Tau und Frost geschützt werden.

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