Eine moderne Treppe ist nicht immer zu realisieren
Schritt für Schritt

Alte Treppe modernisieren - Schritt für Schritt

Autor:
Redaktion

Es ist in der Praxis oft nicht einfach eine alte Treppe zu modernisieren Neben technischen Herausforderungen sind auch rechtliche Hürden zu nehmen.

1. Prüfen, welche Maßnahmen bei alten Treppen erlaubt sind

Bauvorschriften ändern sich. Eine Treppe, die vor 50 Jahren erlaubt war, kann heute verboten sein. Sie genießt aber Bestandschutz, das heißt, ein Neubau nach neuen Vorschriften ist nicht nötig. Bei einer umfassenden Renovierung ist schnell eine Grenze überschritten, die einen Umbau nach den aktuellen Vorschriften erzwingt.

Eine andere Hürde ist der Denkmalschutz, manche alte Treppe darf nicht modernisiert werden. Daher ist es sinnvoll, vor der konkreten Planung das zuständige Bauamt zu befragen.

2. Umfang der Arbeiten planen

Bei diesem Schritt sollte ein Architekt oder bei einer Holztreppe ein Zimmermann helfen. Zunächst ist die Frage zu klären, ob es technische Gründe für einen Treppentausch gibt, zum Beispiel weil die vorhandene Treppe baufällig ist. Meist reicht eine Treppensanierung aus. Je nach Zustand der Trittstufen ist ein Austausch oder ein neuer stabiler Belag erforderlich.

Achtung: Der Austausch vieler Teile kann den Bestandschutz gefährden. Daher ist es sinnvoller, die Stufen mit trittfestem Material zu belegen.

3. Konkrete Planung des Modernisierens

​Nun gilt es, das genaue Vorgehen zu planen. Sollen nur die Trittstufen oder auch die Setzstufen erneuert werden? Wie sieht es mit den Wangen und dem Geländer aus? Das Material für die Sanierung hängt weitgehend davon ab, aus welchem Material die alte Treppe besteht. Kunststoffbeläge sind für alle Treppen geeignet, der feste Überbau mit Holz ist nur für Holztreppen eine Alternative.

In dieser Phase macht es Sinn, sich verschiedene Angebote von Fachfirmen unterbreiten zu lassen und in Baumärkten nach Systemen zum Selbermachen zu schauen. 

4. Zur Sicherheit das Bauamt noch mal kontaktieren

Nachdem Art und Umfang der Maßnahme feststeht, ist es Zeit diese mit dem Bauamt zu besprechen. Eventuell ist ein Bauantrag erforderlich oder die Maßnahme ist nicht erlaubt. Nur wenn das Amt den genauen Umfang kennt, kann es entscheiden, ob der Bestandschutz weiter gilt, beziehungsweise ob es Auflagen im Rahmen des Denkmalschutzes erteilt.

5. Auftragserteilung oder Materialkauf

Erst jetzt macht es Sinn, einen verbindlichen Auftrag zu erteilen, beziehungsweise Material für den Selbstbau zu erwerben. Dabei ist ein Zeitfenster zu beachten. Während des Modernisierens ist die Treppe nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar. Mit Handwerkern lassen sich konkrete Termine vereinbaren.

Heimwerker sollten rein vorsorglich mit einer langen Bauzeit rechnen und sich fragen, ob diese Zeit tatsächlich vorhanden ist. Eine nicht nutzbare Treppe ist eine große Beeinträchtigung.

6. Renovieren der Treppe

Egal ob ein Handwerker oder ein Heimwerker das Modernisieren übernimmt, während des Baus läuft ungefähr Folgendes ab: Der alte Belag, beziehungsweise die alten Stufen werden entfernt. Die Treppe ist nicht mehr zu benutzen. Nun erfolgt das Setzen neuer Stufen, beziehungsweise der Auftrag des neuen Belags. Teils ist eine Trocknungszeit erforderlich, bevor die Treppe wieder zu begehen ist. Beim Austausch der Wangen oder des Geländers ist die Treppe mit der nötigen Vorsicht begehbar.

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Tags: Treppen
Gewerke:Zimmerer

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