Kleine Risse im Putz können zu großen Schäden führen
Checkliste

Außenputz reparieren - Checkliste

Autor:
Redaktion

Außenputz hat nicht nur einen dekorativen Charakter, er schützt das Mauerwerk vor Nässe. Daher muss man Schäden daran schnellstens reparieren.

Schäden am Außenputz analysieren

Putz hält normalerweise über Jahrzehnte und zeigt in dieser Zeit nur wenige, kleine Schäden. Diese sind oft nur oberflächlicher Natur, zum Beispiel durch mechanische Beschädigungen. Ein Schaden am Putz kann aber auch Ursachen haben, die zu immer neuen  Schäden führen werden. Es ist daher wichtig, die Schäden nicht nur zu erfassen, sondern richtig einzuordnen.

  • Gibt es tiefe Putzrisse, die diagonal von Maueröffnungen abgehen?
  • Hebt sich der Putz vom Untergrund großflächig ab?
  • Gibt es Risse, die dem Verlauf der Mauerwerksfugen folgen?
  • Sind Risse entlang der Decken des Gebäudes zu sehen?

Wenn eine dieser Fragen mit Ja beantwortet wird, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Die Risse basieren entweder auf Bewegungen des Putzgrundes oder es wurde falsches Material verwendet. Ein Ausbessern der Schäden alleine kann nur eine kurzfristige Lösung sein.

Kleine Risse reparieren

Die rechtzeitige Reparatur von Rissen kann den Putz vor Folgeschäden schützen. Wenn die Risse nicht bis in den Unterputz reichen, kann man diese aufweiten, den Untergrund verfestigen und mit zum Oberputz passendem Material auffüllen.

  • Riss mit einem Meißel leicht erweitern.
  • Mit Verfestigungsmittel grundieren.
  • Riss mit Putz auffüllen.
  • Bereich des Risses überstreichen.

Das Reparieren dieser Risse verhindert, dass Wasser in den Putz eindringt und so im Winter zu Frostschäden führt.

Größere Putzschäden beseitigen

Falls beim Reparieren mehr als 10% des Außenputzes erneuert werden, ist laut der Energieeinsparverordnung (EnEV) auch eine Wärmedämmung nötig. Das muss bei den Maßnahmen berücksichtigt werden. Auch sollte man prüfen, ob der Schaden durch eine immer noch anhaltende Bewegung des Gebäudes verursacht wird.

  • Gips auf die Schadstellen auftragen.
  • Nach einem Monat prüfen, ob der Gips Risse zeigt.
  • Putz in einem Bereich von 20 cm um die Schadstelle herum entfernen.
  • Falls der Gips Risse zeigt, eine Trennlage zur Entkopplung aufbringen.
  • Drahtgewebe als Untergrund aufbringen.
  • Mit Unterputz und Oberputz verputzen.
  • Fassade in dem Bereich streichen.

Wenn der Gips keine Risse zeigt, kann auf die Trennlage und das Gewebe verzichtet werden. Kleine Risse können auch mit elastischer Masse verfüllt werden. Diese werden aber auf Dauer sichtbar bleiben.

Putzschäden ernst nehmen

Es macht wenig Sinn, immer wiederkehrende Schäden am Außenputz selbst zu reparieren. Die Ursachen sollte ein Fachmann klären.

Tags: FassadePutz
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