Das Folieren von Autos muss geübt werden, damit es gelingt.
Ratgeber

Auto folieren leicht gemacht

Autor:
Redaktion

Das Folieren von Autos ist immer mehr im Kommen. Es ist eine preisgünstige und reversible Methode, dem Fahrzeug ein neues Aussehen zu geben.

Wissenswertes zum Folieren

Das Carwrapping, wie die Fahrzeugfolierung auch genannt wird, ist einfacher als eine Neulackierung. Trotzdem darf der erforderliche Arbeitsaufwand nicht unterschätzt werden. Eine Komplettfolierung ist für einen Laien ohne Hilfe eines Fachmanns kaum möglich.

Alle Anbauteile wie Spiegel, Zierleisten, Scheinwerfer und Scheibenwischer müssen demontiert und zum Schluss wieder montiert werden. Wer sich damit nicht auskennt, sollte einen Profi um Hilfe bitten.

Damit die Folie dauerhaft klebt, muss der Lack absolut sauber und fettfrei sein. Es ist notwendig, das Auto mehrfach gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Abschließend ist eine komplette Entfettung des Originallacks mit Spezialreiniger nötig. Dieser nimmt durch die Folien in der Regel keinen Schaden.

Folien für die Verschönerung des Autos

Eine Folierung ist nur mit Spezialfolien möglich. Sie müssen sehr dehnbar und absolut reißfest sind. Nur solche Folien können um Rundungen geformt werden. Auch ein Profi schafft es nicht, die Folie auf Anhieb richtig zu platzieren. Aus diesem Grund sind die Folien mit einem Spezialkleber beschichtet. Er haftet nicht, wenn die Folie nur locker auf dem Fahrzeug aufliegt. An senkrechten Flächen ist es daher nötig, die Folien mit Magneten anzuheften. Sie würden sonst am Fahrzeug hinabgleiten.

Sobald die Folie an der richtigen Stelle sitzt, beginnt das Anrakeln. Sie wird mit einem speziellen Plastikwerkzeug angerieben. Luftblasen lassen sich mit dem Werkzeug zum Randschieben oder mit dem Finger wegdrücken.

Beim Folieren von Fahrzeugen kommt es auf das richtige Zusammenspiel von Wärme aus einem Fön, Ziehen der Folie und Anrakeln an. Die Ränder werden an den Kanten des Bauteils umgelegt. Damit sie sich später nicht ablösen, müssen Sie mit dem Fön auf etwa 80 Grad erhitzt werden.

Generell kommen Folienstücke zum Einsatz, die größer als das zu folierende Bauteil sind. Der richtige Zuschnitt erfolgt erst nachdem die Folie fest mit dem Fahrzeug verbunden ist.

Beispiel: Wer eine Motorhaube foliert, rakelt die Folie über die Haube und ein Stück über den angrenzten Kotflügel. Nach dem Erwärmen drückt man die Folie tief in den Spalt zwischen den Bauteilen und durchtrennt sie dort mit einem Cutter. Erst jetzt werden die Ränder an der Motorhaube verklebt.

Tipps für Anfänger

Nie ohne Handschuhe fürs Folieren arbeiten! Diese schützen den Lack vor Hautfett und die Folie vor Fingerspuren. Außerdem gleiten die Handschuhe über die Folie und erleichtern das Ausformen.

Es ist sinnvoll, sich zunächst mit den Folien vertraut zu machen. Viele Firmen bieten an, vorab Musterstücke zu versenden. Diese eignen sich zum Üben der Technik. Erst wenn das nötige Gespür für benötigte Wärme und Zug an der Folie vorhanden ist, sollte man sich an ein Auto wagen.

Statt einer Komplettfolierung ist es für einen Anfänger sinnvoll, erst einmal nur ein Teil des Autos zu bekleben. Eine gute Übungsfläche ist das Dach. Hier müssen kaum Bauteile entfernt werden. Auch ist die Fläche meist eben und daher leicht zu verschönern.

Unterschiede bei Einparkhilfen

Die Parkhilfen sind Rückfahrwarner, die über ein Signal vor dem Kontakt mit einem Hindernis warnen. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Sensoren und in der Art der Anzeige. Aufwendigere Modelle warnen vor einem Hindernis durch einen Ton und mit einem Display. Zusätzlich schalten sie automatisch das Radio stumm, damit der Warnton nicht überhört wird. Bei einfachen Ausführungen ist der Betrieb oft nur ohne Anhängerkupplung möglich. Auch versagen sie, wenn nur ein schmaler Pfosten im Weg steht.

Je aufwendiger die Technik der Einparkhilfe, umso schwieriger ist die Montage. Allen Modellen gemeinsam ist die Stromversorgung der hinteren Sensoren über den Rückfahrscheinwerfer. Diese stellt sicher, dass die Einparkhilfe nur arbeitet, wenn der Wagen rückwärtsfährt. Wer auch vorne Sensoren haben möchte, muss mehr Aufwand betreiben. Die Parkhilfe soll nicht an Ampeln oder bei Gegenverkehr vor einer Annäherung warnen.

Generell lohnt sich das Nachrüsten, denn schon ein kleiner Blechschaden ist teurer, als eine solche Anlage. Aber sollte man diese selber montieren?

Nachrüsten mit Rückfahrwarnern

Einfache Ausführungen, die über Funk das Signal vom Sensor zum Display übertragen, sind sehr einfach zu montieren. Die Sensoren werden oft angeklebt. Das einzige Problem ist die Stromversorgung über den Rückfahrscheinwerfer. In der Regel muss nur ein Kabel durchtrennt und eine mitgelieferte Klemmverbindung angebracht werden. Es sollte daher kein Problem sein, diese Einparkhilfen selber zu montieren. Aber auch bei Funkübertragung und Klebemontage muss gebohrt werden. Die Kabel der Sensoren müssen durch die Karosserie ins Fahrzeuginnere gelangen.

Schwieriger wird es, wenn die Einparkhilfe über Kabel mit einer Anzeige für den Fahrer verbunden wird. Extrem kompliziert sind Anlagen, die über die Geschwindigkeit angesteuert werden oder das Radio automatisch deaktivieren. Die Kabel sind versteckt nach vorne zu führen und müssen an einer bestimmten Stelle des Armaturenbretts austreten. Auch ist ein Anschluss an die Elektronik des Fahrzeugs nötig.

Fakt ist, es werden keine Bauteile berührt, die sicherheitsrelevant sind. Auch ein Laie darf den Einbau vornehmen, aber der Einbau ist bei aufwendigen Anlagen kompliziert.

Selbsteinbau oder Fachwerkstatt

Der Einbau in einer Fachwerkstatt dauert meist etwa zwei Stunden und kostet etwa 150 €. Mehr als 350 € kostet es auch bei einer komplizierten Anlage nicht. Wer das Nachrüsten selber übernehmen möchte, muss eine Bohrmaschine mit Kegelbohrern besitzen.

Außerdem ist ein einfaches Messgerät nötig, um die richtigen Leitungen zu finden. Der Zeitaufwand ist bei einem Selbsteinbau deutlich höher. Bedingt durch die fehlende Erfahrung kann es einen ganzen Tag dauern, bis alles funktioniert. Zusätzlich besteht ein Risiko, dass man bei einem falschen Anschluss die Elektronik des Fahrzeugs beschädigt. Dies würde zu großen zusätzlichen Kosten führen.

Daher sollte nur ein erfahrener und versierter Hobbybastler den Einbau selber vornehmen, zumal unter Umständen für etwa 100 Euro Werkzeug benötigt wird.

Tags: Autoaufbereitung
Gewerke:Karosserie- und Fahrzeugbauer

Das könnte Sie auch interessieren:

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen

Wir verwenden Cookies, um unsere MyHammer Dienste anzubieten, zu schützen und zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit unseren Cookie-Richtlinien einverstanden. Weitere Informationen

Ok