Auto lackieren: hier in sportlichem Rot.
Ratgeber

Auto lackieren - wirksamer Korrosionsschutz für das Fahrzeug

Autor:
MyHammer Redaktion

In technischer Hinsicht dient Autolack vor allem dazu, das Auto vor Rost zu schützen, wobei selbstverständlich auch die optische Komponente nicht vergessen werden darf.

Früher musste man, wenn man ein Auto lackieren wollte, mit einer langen Arbeitszeit rechnen, da der Lack langsam über mehrere Tage und Wochen immer wieder in mehreren Schichten auf das Fahrzeug aufgebracht wurde. Zu dieser Zeit wurde meist noch mit Harz als Naturlack gearbeitet. Das erste Lackkunstharz wurde 1910 entwickelt, das als Kolophoniumharz nach dem 1. Weltkrieg durch bessere Trocknungszeiten auf sich aufmerksam machte. Nach Nitrocelluloselacken und Alkydharzen baute man beim Autolack dann vorwiegend auf 2-Komponenten-Acrylharze und Autolack auf Wasserbasis. Aktuell vertraut man vermehrt auf Pulverharze.

Autolack - einschichtige und zweischichtige Systeme

Grundsätzlich wird beim Auto lackieren zwischen einschichtigen und zweischichtigen Systemen unterschieden. Die einschichtigen Systeme stellen die sogenannten Decklacke dar, bei denen der Härter bereits in den farbigen Autolack gemischt wird und mit diesem zusammen eine feste, glänzende Deckschicht bildet. Zweischicht-Systeme bestehen aus einem farbigen Basislack, der mit einem meist zweikomponentigen Klarlack mit Härter überzogen wird. So wird eine glänzende und sehr feste Schutzschicht gebildet, die den farbigen Lack überzieht. Zweischicht-Systeme sind in Bezug auf UV-Schutz, Kratzfestigkeit und mechanischem Schutz weitaus effektiver als Einschichtsysteme und werden in der Automobilindustrie heute vorwiegend eingesetzt.

So wird ein Auto lackiert

Eine Autolackierung wird in der Regel immer in fünf Schritten ausgeführt. An erster Stelle steht die Vorbehandlung, bei der die Karosserie mit Phosphatsalzlösungen behandelt wird. Dann wird das Blech grundiert. Es folgt der Füller, der Unebenheiten in der Karosserie ausfüllt, damit diese unter der dünnen Decklackierung nicht mehr zu sehen sind. Dann folgt der Basislack, der mit Effektpigmenten, z. B. Metallic, versehen sein kann. Als letzter Schritt wird der Klarlack aufgetragen. Wer bei der Autolackierung Kosten sparen möchte, sollte sich an einen erfahrenen Fachmann wenden, um spätere Schäden durch Rost oder aus anderen Gründen zu vermeiden. Bei MyHammer finden Sie kompetente Lackierer, die Ihr Auto lackieren und Kosten dafür genau benennen. Schreiben Sie einem Lackierer auf der Online-Plattform und wählen Sie das passende Angebot aus.

Unterschiede bei Einparkhilfen

Die Parkhilfen sind Rückfahrwarner, die über ein Signal vor dem Kontakt mit einem Hindernis warnen. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Sensoren und in der Art der Anzeige. Aufwendigere Modelle warnen vor einem Hindernis durch einen Ton und mit einem Display. Zusätzlich schalten sie automatisch das Radio stumm, damit der Warnton nicht überhört wird. Bei einfachen Ausführungen ist der Betrieb oft nur ohne Anhängerkupplung möglich. Auch versagen sie, wenn nur ein schmaler Pfosten im Weg steht.

Je aufwendiger die Technik der Einparkhilfe, umso schwieriger ist die Montage. Allen Modellen gemeinsam ist die Stromversorgung der hinteren Sensoren über den Rückfahrscheinwerfer. Diese stellt sicher, dass die Einparkhilfe nur arbeitet, wenn der Wagen rückwärtsfährt. Wer auch vorne Sensoren haben möchte, muss mehr Aufwand betreiben. Die Parkhilfe soll nicht an Ampeln oder bei Gegenverkehr vor einer Annäherung warnen.

Generell lohnt sich das Nachrüsten, denn schon ein kleiner Blechschaden ist teurer, als eine solche Anlage. Aber sollte man diese selber montieren?

Nachrüsten mit Rückfahrwarnern

Einfache Ausführungen, die über Funk das Signal vom Sensor zum Display übertragen, sind sehr einfach zu montieren. Die Sensoren werden oft angeklebt. Das einzige Problem ist die Stromversorgung über den Rückfahrscheinwerfer. In der Regel muss nur ein Kabel durchtrennt und eine mitgelieferte Klemmverbindung angebracht werden. Es sollte daher kein Problem sein, diese Einparkhilfen selber zu montieren. Aber auch bei Funkübertragung und Klebemontage muss gebohrt werden. Die Kabel der Sensoren müssen durch die Karosserie ins Fahrzeuginnere gelangen.

Schwieriger wird es, wenn die Einparkhilfe über Kabel mit einer Anzeige für den Fahrer verbunden wird. Extrem kompliziert sind Anlagen, die über die Geschwindigkeit angesteuert werden oder das Radio automatisch deaktivieren. Die Kabel sind versteckt nach vorne zu führen und müssen an einer bestimmten Stelle des Armaturenbretts austreten. Auch ist ein Anschluss an die Elektronik des Fahrzeugs nötig.

Fakt ist, es werden keine Bauteile berührt, die sicherheitsrelevant sind. Auch ein Laie darf den Einbau vornehmen, aber der Einbau ist bei aufwendigen Anlagen kompliziert.

Selbsteinbau oder Fachwerkstatt

Der Einbau in einer Fachwerkstatt dauert meist etwa zwei Stunden und kostet etwa 150 €. Mehr als 350 € kostet es auch bei einer komplizierten Anlage nicht. Wer das Nachrüsten selber übernehmen möchte, muss eine Bohrmaschine mit Kegelbohrern besitzen.

Außerdem ist ein einfaches Messgerät nötig, um die richtigen Leitungen zu finden. Der Zeitaufwand ist bei einem Selbsteinbau deutlich höher. Bedingt durch die fehlende Erfahrung kann es einen ganzen Tag dauern, bis alles funktioniert. Zusätzlich besteht ein Risiko, dass man bei einem falschen Anschluss die Elektronik des Fahrzeugs beschädigt. Dies würde zu großen zusätzlichen Kosten führen.

Daher sollte nur ein erfahrener und versierter Hobbybastler den Einbau selber vornehmen, zumal unter Umständen für etwa 100 Euro Werkzeug benötigt wird.

Tags:
Gewerke:Maler und Lackierer

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