Auch der Lack von einem alten Auto kann wie bei einem Neuwagen glänzen
Ratgeber

Autoaufbereitung - das Auto optisch in den Neuzustand versetzen

Autor:
Redaktion

Besonders wenn das Fahrzeug den Besitzer wechseln soll, ist eine Autoaufbereitung sinnvoll. Gut durchgeführt, erscheint auch ein altes Auto wie neu.

Autoaufbereitung ist mehr als Fahrzeugpflege

Bei der regelmäßigen Pflege wird der Wagen gewaschen, ausgesaugt und von außen mit einem Lackpflegemittel behandelt. Trotz dieser Innenreinigung sind die Sitze und Türpolster oft speckig. Je nach Gebrauch des Autos riecht es auch muffig. Wurde in dem Fahrzeug geraucht, ist es höchstens an einen Raucher verkäuflich. 

Zur Autoaufbereitung gehören die üblichen normalen Rettungsarbeiten, aber diese sind nur der Anfang. Im Außenbereich werden zusätzlich Stellen gründlich gesäubert, die beim normalen Waschen vergessen werden, zum Beispiel die Türschwellen. Bei der Innenreinigung kommt nach dem Saugen das Sprühextraktionsverfahren zum Einsatz. Bei diesem Verfahren wird Reinigungslösung auf die Polster gespritzt und sofort wieder angesaugt. Die Polster durchfeuchten dabei kaum.

Je nach Verschmutzungsgrad wird schamponiert. Üblicherweise wird nur an stark verschmutzen Stellen mit Schaumreiniger gearbeitet. Selbst diese gründliche Reinigung ist nur der Anfang.

Kleine Reparaturen gehören zur Aufbereitung

Zur professionellen Autoaufbereitung gehört, alle Teile des Fahrzeugs auf Schäden zu untersuchen. Manche Beschädigungen werden erst nach der Reinigung sichtbar. Besonders Lackschäden sind nur auf einem sauberen Lack feststellbar. In der Regel müssen immer einige kleine Dellen behoben werden. Bei Bedarf erfolgt auch eine Lederreparatur, um Löcher in Ledersitzen oder Armaturenbrettpolsterungen zu beseitigen. Auch Kratzer an Stoßfängern oder Schäden an Alufelgen können behoben werden.

Damit der Wagen wieder wie neu riecht, bietet sich eine Ozonbehandlung an. Diese ist nicht nur für Raucherfahrzeuge sinnvoll. Sie ist empfehlenswert, wenn Hunde im Wagen transportiert wurden oder sich Jemand darin übergeben musste.

Neuer Glanz für alten Lack

Sobald das Fahrzeug innen und außen sauber ist und alle Schäden beseitigt wurden, fehlt nur noch der Glanz. Je nach Zustand des Lacks wird er mit mehr oder weniger stark schleifenden Polituren behandelt, um verwitterte Lackschichten abzutragen. Kleine Kratzer verschwinden bei dieser Prozedur.

Manche Lackschäden werden erst bei dieser Politur sichtbar.  Durch eine punktgenaue Lackierung (SpotRepair) verschwinden diese unschönen Stellen. Zum Schluss wird der gesamte Lack mit einer speziellen Hochglanzpolitur eingerieben. Durch ein sorgfältiges Abpolieren entsteht ein gleichmäßiger Hochglanz. Das Fahrzeug wirkt von innen und außen wie ein Neuwagen. Die Aufbereitung steigert den Wiederverkaufswert erheblich.

Kosten der Aufbereitung

Eine normale gründliche Reinigung kosten circa 50 Euro. Müssen Schäden oder Dellen beseitigt werden, kann mit etwa 20 Euro je Schaden gerechnet werden. Eine Ozonbehandlung schlägt mit etwa 100 Euro zu buche. Nach einer gründlichen Innenreinigung ist diese nicht immer erforderlich.

Unterschiede bei Einparkhilfen

Die Parkhilfen sind Rückfahrwarner, die über ein Signal vor dem Kontakt mit einem Hindernis warnen. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Sensoren und in der Art der Anzeige. Aufwendigere Modelle warnen vor einem Hindernis durch einen Ton und mit einem Display. Zusätzlich schalten sie automatisch das Radio stumm, damit der Warnton nicht überhört wird. Bei einfachen Ausführungen ist der Betrieb oft nur ohne Anhängerkupplung möglich. Auch versagen sie, wenn nur ein schmaler Pfosten im Weg steht.

Je aufwendiger die Technik der Einparkhilfe, umso schwieriger ist die Montage. Allen Modellen gemeinsam ist die Stromversorgung der hinteren Sensoren über den Rückfahrscheinwerfer. Diese stellt sicher, dass die Einparkhilfe nur arbeitet, wenn der Wagen rückwärtsfährt. Wer auch vorne Sensoren haben möchte, muss mehr Aufwand betreiben. Die Parkhilfe soll nicht an Ampeln oder bei Gegenverkehr vor einer Annäherung warnen.

Generell lohnt sich das Nachrüsten, denn schon ein kleiner Blechschaden ist teurer, als eine solche Anlage. Aber sollte man diese selber montieren?

Nachrüsten mit Rückfahrwarnern

Einfache Ausführungen, die über Funk das Signal vom Sensor zum Display übertragen, sind sehr einfach zu montieren. Die Sensoren werden oft angeklebt. Das einzige Problem ist die Stromversorgung über den Rückfahrscheinwerfer. In der Regel muss nur ein Kabel durchtrennt und eine mitgelieferte Klemmverbindung angebracht werden. Es sollte daher kein Problem sein, diese Einparkhilfen selber zu montieren. Aber auch bei Funkübertragung und Klebemontage muss gebohrt werden. Die Kabel der Sensoren müssen durch die Karosserie ins Fahrzeuginnere gelangen.

Schwieriger wird es, wenn die Einparkhilfe über Kabel mit einer Anzeige für den Fahrer verbunden wird. Extrem kompliziert sind Anlagen, die über die Geschwindigkeit angesteuert werden oder das Radio automatisch deaktivieren. Die Kabel sind versteckt nach vorne zu führen und müssen an einer bestimmten Stelle des Armaturenbretts austreten. Auch ist ein Anschluss an die Elektronik des Fahrzeugs nötig.

Fakt ist, es werden keine Bauteile berührt, die sicherheitsrelevant sind. Auch ein Laie darf den Einbau vornehmen, aber der Einbau ist bei aufwendigen Anlagen kompliziert.

Selbsteinbau oder Fachwerkstatt

Der Einbau in einer Fachwerkstatt dauert meist etwa zwei Stunden und kostet etwa 150 €. Mehr als 350 € kostet es auch bei einer komplizierten Anlage nicht. Wer das Nachrüsten selber übernehmen möchte, muss eine Bohrmaschine mit Kegelbohrern besitzen.

Außerdem ist ein einfaches Messgerät nötig, um die richtigen Leitungen zu finden. Der Zeitaufwand ist bei einem Selbsteinbau deutlich höher. Bedingt durch die fehlende Erfahrung kann es einen ganzen Tag dauern, bis alles funktioniert. Zusätzlich besteht ein Risiko, dass man bei einem falschen Anschluss die Elektronik des Fahrzeugs beschädigt. Dies würde zu großen zusätzlichen Kosten führen.

Daher sollte nur ein erfahrener und versierter Hobbybastler den Einbau selber vornehmen, zumal unter Umständen für etwa 100 Euro Werkzeug benötigt wird.

Tags: Autoaufbereitung
Gewerke:Karosserie- und Fahrzeugbauer

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