Ein Traumbad entsteht nur nach sorgfältiger Planung
Checkliste

Bäder-Planung mit Checkliste

Autor:
Redaktion

Die Planung von Bädern gestaltet sich schwierig. Es gilt das Budget, die Wünsche der ganzen Familie und die Räumlichkeiten zu berücksichtigen.

Träumen ist bei Bädern erlaubt

Es macht wenig Sinn, sich bei der Planung von Bädern nur auf das vorhandene Budget zu beschränken. In der ersten Phase darf jeder sein Traumbad entwerfen, ohne sich Gedanken über den zur Verfügung stehenden Raum oder sonstige Hindernisse zu machen. Am besten schreibt jedes Familienmitglied seine Wünsche auf einen Zettel. Anschließend setzt sich die Familie an einen Tisch und versucht die verschiedenen Ideen unter einen Hut zu bringen. Bei diesem Brainstorming geht es auch um den Raumbedarf und die notwendigen Anschlüsse. Für ein Bad mit Dusche, WC und Waschbecken reichen etwa 3,5 Quadratmeter. Soll eine Wanne hinein, sind vier Quadratmeter erforderlich. Eine freistehende Badewanne macht erst ab einer Größe von über zehn Quadratmetern Sinn. Zunächst geht es um die verschiedenen Ideen und Wünsche:

  • ​Sind die Wünsche der einzelnen Familienmitglieder miteinander vereinbar?
  • Welche Kompromisse sind bei der Badgestaltung möglich?
  • Reicht der vorhandene Platz für mehrere Waschbecken?
  • Sind Stufen vor dem Waschbecken oder der Toilette möglich, um eine Höhenverstellung oder mehrere Becken zu umgehen?
  • Passt ein Bidet ins Bad oder ist eine Toilette mit Waschfunktion sinnvoller?
  • Reicht der Platz für eine freistehende Badewanne?
  • Lassen sich eine Dusche und eine Wanne unterbringen?
  • Ist eine Dampfdusche gewünscht? Lässt sich diese mit der Wanne oder der Dusche kombinieren?
  • Sind manche Wünsche wenig sinnvoll, zum Beispiel riesige Spiegel?

Konkrete Planung der Installation

Für Waschbecken, Duschen, Bidets und Badewannen sind Kalt- umd Warmwasseranschlüsse sowie eine Abwasserleitung DN50 nötig. Toiletten benötigen einen Kaltwasseranschluss und eine DN80-Fallleitung. Sowohl die Wasserleitungen als auch die Abwasserleitungen lassen sich ohne große Probleme zu jedem beliebigen Punkt im Raum führen. Abzweigungen von den Steigleitungen oder zu den Fallrohren können im Boden oder in den Wänden verlaufen. Der Aufwand einen solchen Anschluss zu verlegen ist gering. Lediglich das Ableitungsrohr von Toiletten sollte nahe beim Fallrohr enden. Ein Badplaner ist in dieser Phase eine wertvolle Hilfe. Er berücksichtigt den üblichen Platzbedarf der Sanitärmöbel sowie vorhandene und notwendige Anschlüsse. Somit sind folgende Fragen zu klären:

  • Wo steht die Toilette am zweckmäßigsten?
  • Lässt sich das Wasser von Dusche, Wanne und Waschbecken gemeinsam zum Fallrohr leiten?
  • Wo ist eine Warmwasserversorgung nötig? 
  • Wie sollen die Leitungen konkret verlaufen?
  • Welches Installationsmaterial wird benötigt - beispielsweise Rohre und Siphons?
  • Was wird gefliest?
  • Ist eine Duschabtrennung nötig? Wo ist diese gewünscht?
  • Was ist an Duschtassen, Wannen, Becken und Ähnlichem erforderlich?
  • Wo ist eine Fußbodenheizung sinnvoll - vor dem Waschbecken, unter der Dusche?

Kosten des Umbaus kalkulieren

In der Regel sind die Wünsche deutlich größer als die vorhandenen Geldmittel. Ein Teil der Kosten lässt sich durch Abstriche bei den Wünschen sparen. Manches lässt sich auf die Zukunft verschieben. Es ist hilfreich eine Liste aufzustellen, die das Sofort-Notwendige und das Erst-Später-Erforderliche erfasst.

  • Alle Leitungen sofort verlegen. Wer eine bodengleiche Dusche plant, sollte den Abfluss einbauen, auch wenn die Dusche erst später gebaut wird.
  • Leitungen der Fußbodenheizung verlegen.
  • Fliesen, die für die Heizung geeignet sind, auswählen.
  • Rutschfeste Fliesen, zumindest für den Bereich der Dusche, aussuchen.
  • Kosten für das Installationsmaterial erfragen und addieren.
  • Größe der zu fliesenden Fläche ermitteln.
  • Fiesen auswählen und Kosten erfassen.
  • Kostenvoranschlag von Handwerkern einholen.
  • Die bisher bekannten Kosten addieren.
  • Entsprechend dem verbliebenen Budget Sanitäreinrichtung auswählen.
  • Das Badewannenmodell nach Möglichkeit den Vorstellungen des Traumbades entsprechend auswählen, sie lässt sich später schlecht austauschen.
  • Sparen ist bei Waschbecken und WC möglich, diese sind später leicht auszutauschen.
  • Einbau der Dusche lässt sich auf später verschieben.
  • Ein kleiner Spiegel genügt für die erste Zeit, langfristig sind zwei besser, um sich von allen Seiten sehen zu können.
  • Eine Spiegel von Wand zu Wand bringt wenig nutzen und ist später einbaubar.

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Wer bei der Planung von Bädern mit System vorgeht, kann sich nach und nach ein Traumbad einrichten. Zunächst ist eine sinnvolle Grundinstallation wichtig.

Tags: Badplanung
Gewerke:Installateur und Heizungsbauer
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