Wo gibt es finanzielle Unterstützung für Azubis?
Ratgeber

BAföG, BAB, Bildungskredit: Finanzspritzen für Azubis

Autor:
Redaktion

Mit dem Azubi-Gehalt über die Runden zu kommen ist schwierig. Zum Glück gibt es finanzielle Unterstützung aus mehreren Förderquellen.

 

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Endlich ist die Schule beendet und der Ausbildungs-Vertrag in der Tasche! Doch leider sind Lehrjahre keine Herrenjahre. Nicht nur, weil du als Azubi am unteren Ende der Karriereleiter startest. Auch, weil du von deiner Ausbildungsvergütung im Handwerk allein kaum deinen Lebensunterhalt finanzieren kannst.

Du zahlst Miete, falls du wegziehen musst. Plus Fahrtkosten, Essen, Kleidung, Handygebühren – da bleibt am Ende des Geldes ganz viel Monat übrig. Und reiche Eltern … wer hat die schon? Immerhin weiß Vater Staat, dass es an Fachkräften mangelt. Und erst recht an Azubis im Handwerk. Daher hat die öffentliche Hand einige Fördertöpfe für junge Menschen aufgelegt.

BAB – Hilfe bei dualen Ausbildungen

Beginnst du eine staatlich anerkannte duale Ausbildung – mit Berufsschule und Betriebs-Lehre? Dann kannst du bei deiner Arbeitsagentur die Berufsausbildungsbeihilfe beantragen, kurz BAB. Pro Monat erhältst du bis zu 635 Euro. Dies ist allerdings der Höchstsatz. Wie viel du tatsächlich bewilligt bekommst, hängt vom Einkommen deiner Eltern oder deiner Partnerin/deines Partners ab. Rechne es aus – mit dem BAB-Rechner der Bundesagentur. Zurückzahlen muss du es nicht.

Bei rein schulischer Ausbildung: BAföG

Wie sieht es mit den Zahlungen nach Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, aus? Du hast Anspruch darauf, wenn du eine schulische Ausbildung absolvierst. Maximal möglich sind 590 Euro pro Monat, die du auch nicht zurückzahlen musst.

Der tatsächliche Satz ist jedoch ebenso wie die BAB vom Verdienst deiner Eltern oder des Partners/der Partnerin abhängig. Natürlich wird auch die Höhe deiner Ausbildungsvergütung mit einberechnet. Wende dich an das Amt für Ausbildungsförderung deiner Stadt!

Wohngeld – wenn du ausziehen musst

Angenommen, der Job führt dich in eine andere Stadt und musst für deine Miete selbst aufkommen. Du bist volljährig und erhältst kein BAB, weil du eine rein schulische Ausbildung machst. Dann: Leg das BAB-Ablehnungs-Schreiben vor. Weise nach, dass du nicht mehr bei den Eltern wohnst. Dann google nach „Wohngeld“ in deiner Stadt – und du erfährst, wo du Mietkosten-Übernahme oder Zuschuss beantragen kannst.

Auch für Azubis gibt’s Kindergeld!

Du bist während deiner Azubi-Zeit unter 25 Jahre alt? Dann beziehen deine Eltern weiterhin Kindergeld, denn dies soll ja auch deine Ausbildung unterstützen. Ziehst du jedoch aus, kannst du das Kindergeld von deinen Eltern einfordern. Oder du lässt es dir direkt auf dein Konto auszahlen.

Die Höhe: 184 Euro für dich als erstes oder zweites Kind, 190 Euro als drittes und 215 Euro als viertes Kind. Zurückzahlen musst du es nicht.

Stipendien, Bildungskredite und Notfalldarlehen

Dich zieht's in die Ferne? Dann helfen dir Stipendien von internationalen und privaten Förderern, deine Ausbildung im Ausland zu finanzieren. Du musst dich jedoch bei den Geldgebern bewerben und sie von dir, deiner Motivation und deinen Qualitäten überzeugen. Bekannte Programme sind das Hermann-Strenger-Stipendium, das DFJW-Stipendium und die Leonardo-da-Vinci-Mobilität.

 

  • Berufsschule und Betriebslehre
  • Pro Monat bis zu 635 Euro
  • Vom Einkommen der Eltern abhängig
  • Keine Rückzahlung
  • Schulische Ausbildung
  • Pro Monat bis zu 590 Euro
  • Vom Einkommen der Eltern abhängig
  • Keine Rückzahlung
  • Du musst deine Miete selbst zahlen
  • Du bist volljährig
  • Kein BAB
  • Unter 25 Jahre alt
  • Nicht wohnhaft bei den Eltern
  • Ab 184 Euro
  • Keine Rückzahlung
  • Ausbildung im Ausland
  • Bewerbungsverfahren
  • Du musst sehr motiviert sein

 

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