Barrierefreies Bauen: Wir verschaffen einen Durchblick im „Förderdschungel“
Ratgeber

Barrierefreies Bauen: Wer gibt Fördermittel?

Autor:
Redaktion

Altersgerechtes Wohnen macht unabhängig. Es wird durch zahlreiche Institutionen finanziell unterstützt. Die Rede ist sogar vom „Förderdschungel“. Wer blickt durch?

Altenheim – nein danke. In den eigenen vier Wänden möchten wir leben. Frei und selbstbestimmt bis ins hohe Alter. Ebenso bei Einschränkungen etwa nach einem Unfall. Barrierefreies Neu- oder Umbauen erleichtert den Alltag und steigert den Wohnkomfort. Und die gute Nachricht: Es gibt eine Vielzahl an Fördertöpfen, die Bauherren oder Sanierer anzapfen können. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Geldgeber – und was sie fördern oder bezuschussen.

Was heißt barrierefreies Bauen?

Fördergeld gibt es für komplette alters- oder behindertengerechte Neu- oder Umbauten, aber auch Einzelmaßnahmen. Beispiele sind Haltebügel an Bad oder WC, schwellenfreie oder verbreiterte Türdurchgänge, Rollstuhlrampen, Aufzüge, Treppenlifte oder bodengleiche Duschen. Was in der eigenen Wohnung möglich ist, bewerten spezialisierte Berater, zum Beispiel Architekten. Auch Pflege-Stützpunkte oder Sozialstationen können zugezogen werden. Letztere beurteilen jedoch vornehmlich nach sozialen Aspekten.

Altersgerechter Umbau – KfW-gefördert

Die staatliche KfW-Förderbank bietet die größten Förderprogramme für Sanierer. Allen voran das Kreditprogramm 159 – Altersgerecht Umbauen. Hier erhält der Bauherr ein Darlehen von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit ab 1 % effektivem Jahreszins für Komplettsanierungen. Alternativ gibt es das KfW-Zuschussprogramm 455 – Altersgerecht Umbauen/Einbruchschutz. Es bietet bis zu 10 % der Baukosten für Umbauten nach dem KfW-Standard Altersgerechtes Haus. Maximalbetrag: 5.000 Euro je Wohneinheit. Wer statt einer Komplettsanierung nur einzelne Umbauten durchführen möchte, erhält dafür bis zu 8 % oder 4.000 Euro. 

Wegweiser durch Förderdarlehen und Zuschüsse

Unter das KfW-Programm 455 fallen auch Einbruchschutz-Verbesserungen. Die Programme 159 und 455 können allerdings nicht miteinander kombiniert werden. Wohl aber mit anderen KfW-Förderungen wie etwa Energieeffizient Sanieren. Im jedem Fall gilt: Marke Eigenbau zählt nicht. Die Förderbank akzeptiert nur Baumaßnahmen von Fachbetrieben.
Weitere Geldquellen sind die Förderprogramme der Bundesländer. Von Schleswig-Holstein bis Bayern hat jedes Bundesland seine eigenen Zuschuss- oder Darlehensangebote. Eine Übersicht bietet eine eigene Internetseite des Bundesarbeits- und Sozialministeriums. Manche Städte legen auch kommunale Förderprogramme auf. Einfach im Rathaus informieren!

Pflegekasse, Krankenversicherung und Sozialsysteme

Hat der Bewohner eine Pflegestufe? In diesem Fall bezuschusst die Pflegekasse behindertengerechte Anpassungen mit bis zu 4.000 Euro. Dies gilt für alle Maßnahmen, welche die häusliche Pflege erleichtern oder ein längeres selbstständiges Leben ermöglichen. Auch die Krankenkasse kann einspringen. Bei ihr gelten beispielsweise Badewannenlifte oder Toilettensitzerhöhung als zuschussfähige Hilfsmittel. Je nach Lebenssituation unterstützen auch Stiftungen, Rehabilitations-Träger und bei Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II
der Sozialhilfeträger die Baumaßnahmen.
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