Neues Jahr, neue Gesetze. Das müssen Sie 2017 beachten.
Ratgeber

Bauen und Wohnen 2017: Das ändert sich

Autor:
Redaktion

Bauherren, Sanierer, Hausbesitzer und Verbraucher aufgepasst! Hier einige der wichtigsten Regelungen und Gesetzesänderungen für 2017.

Verschoben: die „EnEV 2017“. Eigentlich sollte mit Beginn des Jahres 2017 eine Novelle der Energieeinspar-Verordnung (EnEV) in Kraft treten. Es handelt sich dabei um den Niedrigstenergiegebäude-Standard für alle Neubauten. Doch die meisten geplanten Auflagen werden wohl erst nach der Bundestagswahl 2017 beschlossen. Bis dahin plant die Regierung lediglich die Änderungen für öffentliche Gebäude. Der derzeitige „Fahrplan“ zur EnEV: Gültigkeit bei privatwirtschaftlich genutzten Gebäuden ab 2021, bei öffentlichen Neubauten ab 2019.

Teurer: grüner Strom. 2017 steigt die Ökostrom-Umlage auf den Rekordwert von 6,88 Cent pro KWh. Da auch die Netzentgelte für die Stromübertragung angehoben werden, dürften viele Anbieter kräftig an der Strompreisschraube drehen. Bei hohen Preisanstiegen empfiehlt sich den Verbrauchern ein Anbieterwechsel, denn in solchen Fällen gilt ein Sonderkündigungsrecht.

Um- und einzubauen: Solaranlagen und Smart Meter. Wer selbst Solarstrom erzeugt und seine bestehende kleinere Photovoltaik-Anlage ausbauen oder modernisieren möchte, sollte das Jahr 2017 dafür nutzen. Denn 2018 wird die Komplettbefreiung von der EEG-Umlage gestrichen. Für einige Haushalte werden sogenannte Smart Meter Pflicht. Diese elektronischen Stromzähler übermitteln den Stromverbrauch an die Versorger. Ihre Installation erfolgt bei Haushalten mit einem Verbrauch zwischen 10.000 und 20.000 kWh. Sie wird von den Messstellen-Betreibern automatisch durchgeführt, Hausbesitzer müssen nicht aktiv werden.

Neu bewertet: Holzheizungen und alte Kamine. Ab 2017 müssen neu eingebaute Holzheizungen mit Pellets, Scheitholz oder Festbrennstoffen die vorgeschriebenen Abgas- und Effizienz-Werte der Ökodesign-Richtlinie erfüllen. Dies gilt für Anlagen mit bis zu 500 kW Wärmeleistung. Für alte Kaminöfen, die vor 1985 errichtet wurden, werden emissionsärmere Nachrüstungen oder Austausch Pflicht. Außerdem versehen die Bezirksschornsteinfeger alle noch nicht gekennzeichneten Alt-Heizungsgeräte mit einer entsprechenden Energieeffizienz-Kennzeichnung.

Sparsamer: Elektrogeräte. Fernsehgeräte erhalten ein höheres Energieeffizienz-Label. Ab Jahresbeginn gilt die neue Klasse A++ als sparsamste und E als Maximum für den Energieverbrauch. Die bisherige Klasse F entfällt. Staubsauger dürfen ab 2017 nur noch mit weniger als 900 Watt Leistung angeboten werden – statt bisher 1.600 Watt. Für ihre Betriebsgeräusche gilt zudem maximal 80 Dezibel. Dank moderner Technologien sinkt jedoch nicht die reale Saugleistung, wie die Hersteller betonen. Die neuen Energieeffizienzklassen für Staubsauger sind A+++ bis D, allerdings erst ab 1. September 2017.

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