Momentan wird über das Baukindergeld diskutiert. Es soll junge Familien beim Hauskauf unterstützen
Ratgeber

Baukindergeld und Förderungen für Wohneigentum im Überblick

Autor:
Redaktion

Die Bundesregierung debattiert wieder übers Baukindergeld. Schon jetzt unterstützen viele Städte und Gemeinden Familien beim Hausbau.

Gerade für junge Familien ist der Kauf einer Wohnimmobilie schwer, weil oft zu wenig Eigenkapital vorhanden ist. Förderungen und Zuschüsse vom Staat sind in der Diskussion. Ein Eigenheim dient auch als wichtige Altersvorsorge, dies möchte die Bundesregierung unterstützen.

Eigenheimzulage wurde abgeschafft – Baukindergeld soll Wohneigentum fördern

Bis Ende 2005 gab es die sogenannte Eigenheimzulage, die ab 2016 nicht mehr gewährt wurde. Wer bis Ende 2005 eine Immobilie kaufte oder einen Bauantrag stellte, konnte die Eigenheimzulage für einen Zeitraum von bis zu acht Jahren erhalten. Die Eigenheimzulage sollte den Kauf von Wohneigentum zur Eigennutzung fördern. Jährlich gab es Zulagen von bis zu 800 Euro pro Kind, wenn der Kauf der Immobilie zur Eigennutzung erfolgte.

Die Eigenheimzulage löste damals das Baukindergeld ab, welches im Jahre 1996 eingeführt wurde. Jährlich war eine Förderung von bis zu 1.000 DM möglich. An dieses Baukindergeld möchten CDU und SPD in unterschiedlicher Form nun wieder anknüpfen. Das Baukindergeld soll dazu dienen, Eltern und Kinder vor Armut zu schützen. Es soll Familien fördern, die zum ersten Mal über den Kauf eines Eigenheims nachdenken.

Dabei ist noch nicht geklärt in welcher Höhe das Fördergeld kaufwillige Familien unterstützen soll. Die CDU spricht sich für einen Zuschuss von 1.200 Euro pro Kind für zehn Jahre aus. Außerdem wird über den Erlass der Grunderwerbssteuer für förderfähige Familien nachgedacht.

Die SPD denkt über ein spezielles Förderprogramm für Familien nach, deren Jahreseinkommen 70.000 Euro nicht überschreitet. Außerdem sollen Eigenkapitalzuschüsse für Familien in Regionen mit besonders hoher Nachfrage aufgegriffen werden. Beim Baukindergeld wird eine einmalige Förderung von bis zu 20.000 Euro abgedeckt.

Das Baukindergeld soll an Familien gezahlt werden, die mindestens ein Kind mit Kindergeldanspruch haben, das mit in dem neuen Haus wohnt. Sobald der Anspruch auf Kindergeld erlischt, wird auch kein Baukindergeld mehr gezahlt.

Kommunale Förderungen und Wohn-Riester

Bisher gibt es keine endgültige Entscheidung über das Baukindergeld, man kann es also noch nicht beantragen. Aber bereits jetzt gibt es für Eltern verschiedene Förderungen in Bezug auf den Kauf einer Wohnimmobilie.

Es gibt vielseitige kommunale Förderungen. Diese müssen direkt bei der Kommune angefragt werden. Die regionalen Förderprogramme variieren stark und stehen nicht überall zur Verfügung.

Aber auch die Kinderzulage beim Wohn-Riester ist interessant für junge Familien, die sich eine eigene Immobilie kaufen möchten. Bis zu 300 Euro im Jahr sind pro Kind möglich, wenn das Kind nach 2008 geboren wurde. Für ältere Kinder gibt es 185 Euro an Zuschuss pro Jahr.

Ist das Baukindergeld sinnvoll?

So gut die Förderung durch Baukindergeld auch klingt, Ökonomen sind skeptisch: Die Zinsen für Immobilien sind momentan gering und das Interesse an Immobilien steigt. Wer eine Förderung bekommt, sich im Grunde aber gar keine Immobilie leisten kann, könnte finanzielle Probleme bekommen, wenn die Zinsen wieder ansteigen.

Außerdem kann sich die Förderung auch auf die Immobilienpreise auswirken. In den Ballungsräumen werden die Preise für Immobilien weiter steigen.

Experten schlagen deshalb vor, die Nebenkosten beim Hauskauf für Familien zu senken, wie Notar und Grunderwerbsteuer, denn dadurch wird der Hauskauf ebenfalls einfacher möglich. Wie sich die Debatte über das Baukindergeld entwickelt, wird sich erst noch zeigen.

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