fang-design.de ist die "Handwerkerseite des Jahres 2014"
Ratgeber

„Bei der eigenen Webseite sollte man keine halbherzigen Sachen machen“

Autor:
Redaktion

www.fang-design.de ist die „Handwerkerseite des Jahres 2014“. Der Webauftritt von Daniel Fang (29) aus Marxzell bei Karlsruhe konnte sich in der vierten Auflage des Wettbewerbs gegen mehr als 1.600 andere Seiten durchsetzen. Im Interview mit MyHammer spricht der Schreinermeister und gelernte Möbel- und Innenraumgestalter über die Leidenschaft für seine Arbeit, die Vorzüge des heimischen Handwerks und die wesentlichen Punkte, die eine gute Handwerkerseite ausmachen.

Herr Fang, das Rennen um den Gesamtsieg war auch in diesem Jahr wieder sehr eng. Haben Sie mit einem so guten Abschneiden für Ihre Webseite gerechnet?

Ehrlich gesagt hat mich der Gewinn des Wettbewerbs angesichts der vielen hervorragend gemachten Webseiten sehr überrascht. Wenn man bis zum Ende des Votings in seiner Sparte weit vorne liegt, dann hofft man natürlich auf den Kategoriesieg. Ein so tolles Ergebnis habe ich aber nicht erwartet. Von daher freue ich mich sehr, dass meine Seite beim Publikum und der Jury so viel Anklang gefunden hat und möchte mich ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken.

Interior Designer Daniel Fang
Interior Designer Daniel Fang (29)

Die Jury lobt Ihre Webseite für das beste Gesamtpaket und die frische, moderne Gestaltung. Haben Sie sich bei der Erstellung der Webseite professionelle Hilfe geholt?

Mir ist es von Anfang an sehr wichtig gewesen, mit meinem Webauftritt zu überzeugen und potenzielle Kunden anzusprechen. Daher habe ich mich nach professionellen Möglichkeiten umgeschaut und bin durch Zufall, über einen befreundeten Polsterer, mit meiner jetzigen Agentur zusammen gekommen. Meine Webseite ist mehr als nur meine Visitenkarte im Internet. Da wollte ich keine Kompromisse eingehen. Dementsprechend habe ich mich bei der Konzeption sehr stark eingebracht und viele weitere Elemente in die Seite einfließen lassen. So habe ich zum Beispiel das Logo selbst entworfen und in Handarbeit gestaltet.         

Welche Aspekte machen in Ihren Augen eine gute Handwerkerseite aus?

Ich denke, wichtig ist zunächst ein ansprechendes und zeitgemäßes Design, das Seriosität und fachliche Kompetenz vermittelt. Viele Handwerker in meinem Umfeld unterschätzen leider immer noch die Möglichkeiten des Internets. Ich denke, bei der eigenen Webseite sollte man keine halbherzigen Sachen machen. Das kann bei den Besuchern der Seite unter Umständen schnell einen falschen Eindruck hinterlassen. Zudem sollte eine gute Handwerkerseite informativ und authentisch sein und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Hier ist natürlich immer auch ein wenig Kreativität gefragt.

Der Webseite gelingt es sehr gut, Ihre Leidenschaft für Ihr Handwerk zu vermitteln. Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrem Arbeitsalltag.

Im August 2013 habe ich mich selbstständig gemacht und ein kleines Planungsbüro in meinem alten Lehrbetrieb (Bodamer Inneneinrichtungen) angemietet. Hier entwerfe ich komplette Raumkonzepte, die ich über verschiedene Gewerke koordiniere. Dazu habe ich mir ein kleines aber feines Netzwerk an Partnerbetrieben aufgebaut. Zum Beispiel gebe ich die geplanten Möbel meist gleich unten in der Schreinerei in Auftrag. Ich bin sehr zufrieden, den Schritt in die Selbstständigkeit getan zu haben. Es ist zwar sehr viel Arbeit. Dafür bereitet sie mir auch viel Freude.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit besonders?

Mich reizt vor allem die Abwechslung – von der Planung und Beratung über die Konstruktionszeichnungen bis hin zur Umsetzung und Abnahme durch den Kunden. Bei meinen Möbelentwürfen fange ich beispielsweise mit Handskizzen an, die ich dann in technische Zeichnungen am PC übertrage. Ich mag es auch sehr, kleine Möbel in der Schreinerei selbst zu fertigen, wenn die Zeit es zulässt.

Sie haben nach Ihrer Ausbildung eine Zeit lang als Schreiner in Australien gearbeitet. Was sind Ihre prägendsten Eindrücke, die Sie von dort mitgebracht haben.

Mir ist sehr deutlich geworden, dass die Situation vor Ort oft nicht mit den hohen handwerklichen Qualitätsstandards in Deutschland – auch in puncto Arbeitsmoral und -mentalität – vergleichbar ist. Ich möchte die Zeit in meinem Leben nicht missen. Dauerhaft hätte ich mir aber nicht vorstellen können, dort zu arbeiten. Die Leute, die hier negativ über das Handwerk reden, sollten ab und an einmal über den heimischen Tellerrand schauen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns mit unseren Produkten und Handwerksleistungen im internationalen Vergleich absolut nicht verstecken müssen.

Tags: Handwerkerseite des Jahres
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