Nicht bei jedem Immobilienverkauf fallen Steuern an
Ratgeber

Besteuerung beim Immobilienverkauf

Autor:
Redaktion

Die Besteuerung beim Immobilienverkauf ist kompliziert. Eine vorherige Steuerberatung ist sinnvoll, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Was der Besteuerung unterliegt

Nach dem deutschen Steuerrecht unterliegen Gewinne und nicht Einnahmen der Besteuerung. Bei einem Immobilienverkauf wird daher nicht die Einnahme, also der Kaufpreis, besteuert. Lediglich der Gewinn nach Abzug verschiedener Kosten wird berücksichtigt. Dabei werden nur Kosten die im Zusammenhang mit der Immobilie stehen, berücksichtigt.

Die Veräußerungskosten und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind abzugsfähig, also zum Beispiel auch eine Maklercourtage. Je nach Anschaffungsdatum sind die Anschaffungskosten um bereits abgesetzte Kosten für Abnutzung oder Sonderabschreibungen zu mindern. Grundsätzlich unterliegt nur der verbleibende Veräußerungsgewinn der Besteuerung. Sollte sich ein Verlust ergeben, kann dieser nur mit Gewinnen aus anderen Immobilienverkäufen verrechnet werden.

In Deutschland gibt es keine reine Wertzuwachssteuer, nur realisierte Gewinne müssen versteuert werden. Bei Privatimmobilien gibt es außerdem eine Sonderregelung, die zur Steuerbefreiung führen kann.

Steuerfreier Immobilienverkauf ist möglich

Die Gewinne aus einem Immobilienverkauf sind steuerfrei, wenn zwischen der Anschaffung und dem Verkauf ein Zeitraum von zehn Jahren und mehr liegt. Dieser Zehnjahreszeitraum wird umgangssprachlich als Spekulationsfrist bezeichnet. Die innerhalb des Zeitraums anfallende Steuer auf den Veräußerungsgewinn nennt man daher auch Spekulationssteuer.

Auch ein Hausverkauf innerhalb dieser Frist kann unter bestimmten Bedingungen steuerfrei erfolgen. Wenn die Immobilie zum Zeitpunkt des Verkaufs und im Jahr davor ausschließlich eigenen Wohnzwecken diente, entfällt die Besteuerung. Das gilt auch für Ferienwohnungen.

Wird ein Wohnhaus gewerblich genutzt, kann es von Vorteil sein, dieses zunächst in Privatbesitz zu übertragen.

Wann eine Steuerberatung vor dem Verkauf sinnvoll ist

Beim Verkauf einer nicht selbst genutzten Immobilie innerhalb der Spekulationsfrist, sollte immer mit einem Steuerberater gesprochen werden. Das gilt auch bei einem Immobilienverkauf, der kaum zehn Jahre nach der Anschaffung erfolgt. Hier sollten die Fristen nochmals genau überprüft werden. Auch eine Übertragung aus dem Firmenvermögen sollte fachlich begleitet werden.

Wird eine Immobilie im Ausland veräußert, ist es wichtig, sich im Land des Verkaufs beraten zu lassen. Zusätzlich ist auf eine mögliche Doppelbesteuerung des Gewinns zu achten. In diesem Punkt kommt es manchmal zu erheblichen Problemen. Es ist nicht immer klar, welcher Steuerbehörde welche Steuer zusteht.

Tags: Hauskauf
Gewerke:

Das könnte Sie auch interessieren:

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen

Wir verwenden Cookies, um unsere MyHammer Dienste anzubieten, zu schützen und zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit unseren Cookie-Richtlinien einverstanden. Weitere Informationen

Ok