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Betriebssicherheitsverordnung für Handwerker: Prüfung Werkzeug

Autor:
Redaktion

Werkzeug muss gewissen Sicherheitsanforderungen entsprechen, damit ein sicheres Arbeiten gewährleistet ist. Eine regelmäßige Prüfung ist notwendig.

Um die Sicherheit eines Arbeitsmittels wie Werkzeug nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) über die gesamte Lebensdauer zu gewährleisten, sind regelmäßige Prüfungen der Gefährdungsbeurteilung unabdingbar. Die Prüfung ist wichtig, um sicherheitswidrige Zustände rechtzeitig zu erkennen. Das Regelwerk der Betriebssicherheitsverordnung ist sehr komplex. Deshalb hier nur ein kurzer Überblick.

Gefährdungsbeurteilung für Werkzeuge auf Grundlage der BetrSichV

Die Gefährdungsbeurteilungen für Arbeitsmittel müssen auf Grundlage der Betriebssicherheitsverordnung durchgeführt werden. Die sich im Gebrauch befindlichen Werkzeuge werden hierfür in einem ersten Schritt erfasst.

Werkzeuge, die den gleichen Kriterien entsprechen, werden in einer Gruppe zusammengefasst.  Für eine Gruppe gleicher Arbeitsmittel wird dann nur eine Gefährdungsbeurteilung erstellt.

Das Vorgehen sollte sich nach den Ablaufplänen der Gefährdungsbeurteilung richten, die den einzelnen Gruppen der Arbeitsmittel zugeordnet sind. Neben dem normalen Gebrauch ist in der Gefährdungsbeurteilung auch zu beschreiben, wann und durch wen diese Prüfung durchzuführen ist.

Was sind Arbeitsmittel?

Arbeitsmittel im Sinne der BetrSichV sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen, die bei der Arbeit genutzt werden sowie auch Elektroinstallationen oder Heizungs- und Klimatechnik sofern sie zur Arbeit benutzt werden.

Welche Werkzeuge müssen geprüft werden?

Werkzeuge, bei denen die Sicherheit von der Montage abhängt müssen vor der ersten Inbetriebnahme und nach jeder Montage geprüft werden. Außerdem muss das Werkzeug geprüft werden, wenn Schäden verursachenden Einflüssen ausgesetzt ist, die zu gefährlichen Situationen führen können.

Auch die Fristen der Gefährdungsbeurteilung müssen bei der Prüfung berücksichtigt werden. Ebenso muss nach außergewöhnlichen Ereignissen, schädigenden Einflüssen, Unfällen, Veränderungen und längerer Nichtbenutzung geprüft werden.

Wie muss geprüft werden?

Je nach Art des Arbeitsmittels sind verschiedene Prüfungen durchzuführen wie Sichtkontrolle (täglich oder vor jeder Benutzung), Funktionskontrolle und technische Prüfung.

Der Prüfungsumfang und Zeitintervall kann bei den verschiedenen Gruppen an Werkzeug sehr unterschiedlich sein.

Wer darf prüfen?

Die regelmäßigen Prüfungen erfolgen nach Paragraf § 14 BetrSichV durch eine „befähigte Person“. Befähigte Person bedeutet Sachkundiger und Sachverständiger, der durch seine Berufsausbildung oder Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit über erforderliche Fachkenntnisse für die vorgesehene Sicherheitsprüfung verfügt.

Befähigte Personen können Servicemitarbeiter des Herstellers oder bei Elektroinstallationen ein ortsansässiger Elektriker sein. Bei entsprechender Qualifikation können Prüfungen auch durch das eigene Personal durchgeführt werden. Welche Voraussetzungen die befähigte Person benötigt, hängt stark vom Umfang der durchzuführenden Prüfungen ab. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung hat der Arbeitgeber festzulegen, wer die befähigte Person ist.

Prüfkasten für Werkzeug des Betriebes aufstellen und Übersicht behalten

Die Ergebnisse der Prüfung sind mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren. Der Nachweis der letzten Prüfung ist beim Ausleihen des Werkzeugs beizufügen.

Es ist sinnvoll, einen Prüfkasten aufzustellen, aus dem die zu prüfenden Arbeitsmittel, die Fristen und der Prüfer hervorgehen. Nur so kann die Sicherheit im Betrieb garantiert werden.

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