Das feste Verlegen von Bodenbelägen ist aus technischer Sicht die bessere Methode
Ratgeber

Bodenbelag fest verkleben oder schwimmend verlegen?

Autor:
Redaktion

Sowohl lose als auch feste Verlegung des Bodenbelags haben Vor- und Nachteile. Es kommt auf den Einzelfall an, welches die bessere Lösung ist.

Verkleben des Bodenbelags – Für und Wider

Ein verklebter Laminat- oder Vinylboden ist strapazierfähiger, als ein lose verlegter Boden. Er kann sich nicht bewegen und ist maßstabiler. Verschiedene Böden, wie Linoleum müssen immer in ein Kleberbett eingelegt werden. Bei PVC kommt es auf die Belastungen an. Für stark frequentierte Bereiche ist ein festes Verlegen vorgeschrieben, beispielsweise für Flure in öffentlichen Gebäuden.

Im Hinblick auf die Trittschalldämmung ist ein Verkleben immer die bessere Lösung. Besonders Dielen neigen dazu, die komplette OSB-Platte im Untergrund in Schwingungen zu versetzen. Im Schnitt sind Tritte auf verklebten Belägen etwa 20 Dezibel leiser als bei schwimmender Verlegung.

Da ein Boden der verklebt wird, sich nicht einfach wieder entfernen lässt, ist eine korrekte und fachgerechte Arbeit wichtig. Generell sollte das feste Verlegen einem Fachbetrieb überlassen werden. Dieser kann beurteilen wie der Untergrund zuvor behandelt werden muss und welche Besonderheiten bei den verschiedenen Belägen zu beachten sind. Eine falsch bemessene Dehnungsfuge kann fatale Folgen haben. Oft muss der ganze Belag erneuert werden, wenn diese zu knapp bemessen ist.

Die Kosten sind insgesamt deutlich höher, wenn ein Boden verklebt wird. Dabei fallen die Preise für den Kleber weniger stark ins Gewicht als der notwendige höhere Arbeitsaufwand.

Pro und Contra schwimmend verlegen

Alles was für das Verkleben spricht, ist logischerweise ein Gegenargument für die schwimmende Verlegung. Lose verlegter Boden ist laut, Schall lässt sich nur unzureichend dämmen und er neigt dazu, sich zu verschieben. Auch ändern sich die Maße stärker, als bei fester Verlegung.

Trotzdem hat auch loses Verlegen Vorteile: Der Fußboden lässt sich bei Bedarf schnell und unkompliziert austauschen und das verlegen ist deutlich günstiger. Heimwerker können sich durchaus daran wagen, den Boden selbst auszubringen. Fehler lassen sich meist korrigieren. Die Nachbesserung erfordert zwar einen größeren Arbeitsaufwand, aber in der Regel keinen Materialverlust.

Der größte Vorteil der schwimmenden Verlegung ist, dass der Untergrund nicht zerstört wird. In Mietwohnungen ist dies meist das wichtigste Kriterium, da ansonsten der Hauseigentümer beim Auszug Ersatz für den beschädigten Boden verlangen kann.

Boden und Einsatzbereich in die Entscheidung einbeziehen

Es macht keinen Sinn nur das Für und Wider der Methoden abzuwägen. Eine ganzheitliche Betrachtung ist nötig.

In Fluren, die auch im privaten Bereich recht stark belastet werden, ist eine feste Verlegung immer die bessere Lösung. Die Gefahr, dass der Belag sich verschiebt, es zu Unebenheiten und somit zu Gefahrenstellen kommt, ist groß. In Nebenräumen oder im Schlafzimmer ist dagegen ein loses Verlegen fast immer möglich. In einem Kinderzimmer, in dem die Kinder Toben, ist davon abzuraten.

Es kommt natürlich auch auf den Bodenbelag an. Klicklaminat ist weitgehend auch bei loser Verlegung stabil, Parket, Fliesen und Linoleum lassen sich nie lose verlegen. Bei Vinyl- oder Teppichboden kommt es auf die Belastungen an.

Fest verlegte Böden sind die beste Wahl

Bei genauer Betrachtung sprechen für die lose Verlegung lediglich ein günstigerer Preis und die Tatsache, dass der Unterboden keinen Schaden nimmt. Ein verklebter Boden ist strapazierfähiger, optisch auf Dauer ansprechend und dämmt den Schall besser. Diese Verlegeart ist deshalb aus technischer Sicht die bessere.

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Gewerke:Bodenleger

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