Mit Brückentagen lassen sich die Urlaubstage geschickt ausreizen.
Ratgeber

Brückentage: Streit und Stress im Betrieb vermeiden

Autor:
Redaktion

Wer Streitigkeiten wegen der Brückentage vermeiden will, sollte strategisch und überlegt planen und die Vergabe der freien Tage diplomatisch regeln.

Mit Brückentagen lassen sich die Urlaubstage geschickt ausreizen. Leider führt dies oft zu Streitigkeiten. Es ist Aufgabe des Chefs, für alle eine faire Lösung zu finden. Es gilt hier auf keinen Fall das Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ denn das führt zu Streit unter den Kollegen und stört den Betriebsfrieden. Alle Mitarbeiter sollten mit der Vergabe der Urlaubstage an den Brückentagen zufrieden und einverstanden sein. Die besten Lösungsmöglichkeiten im Überblick:

Möglichkeit 1: Mitarbeiter regeln die Brückentagsplanung unter sich

Laut einer Umfrage der Jobbörse Indeed die vom Marktforscher Respondi durchgeführt wurde, finden es zwei Drittel der Deutschen unproblematisch, die Brückentagsplanung mit ihren Kollegen abzusprechen. 53 Prozent der Arbeitnehmer klären die Aufteilung in ihrem Team selbst und reichen die Urlaubseinträge danach bei ihren Vorgesetzten ein.

Diese Lösung sorgt für Frieden im Team. Wer kein Problem damit hat, ein Stück seiner Autorität an seine Mitarbeiter abzugeben, sollte diese Lösung bevorzugen, denn selbstverantwortliche Mitarbeiter sind meist motivierter als solche, die immer eine klare Ansage brauchen.

Möglichkeit 2: Das Bundesurlaubsgesetz regelt die Vergabe der freien Tage

Für alle Mitarbeiter muss eine faire Lösung gefunden werden. Das Bundesurlaubsgesetz besagt, dass bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs alle Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen sind, es sei denn, dass ihrer „Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen“.

Soziale Gründe sind beispielsweise Lebensalter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, schulpflichtige Kinder, Anzahl der Kinder, Berufstätigkeit des Ehepartners, Krankheit oder erhöhte Arbeitsbelastung eines Mitarbeiters.

Familienväter oder Mütter haben also immer Vorrang gegenüber einem kinderlosen Arbeitnehmer. Alteingesessene Mitarbeiter haben mehr Rechte als ein Berufseinsteiger. Wie die sozialen Gründe gewichtet werden, ist umstritten.

Möglichkeit 3: Gleichbehandlung durch rollierendes System

Es gibt den Grundsatz der Gleichbehandlung. Ein System, das die Urlaubsvergabe gerecht aufteilt und abwechselt, ist deshalb sinnvoll. Dieses System funktioniert aber nur, wenn die Mitarbeiter länger im Betrieb sind.

Das Thema muss strategisch angegangen und vorab mit den Mitarbeitern besprochen werden. Am besten gleich zu Beginn des Jahres, um spätere Konflikte zu vermeiden.

Möglichkeit 4: Das Los entscheidet

Was tun, wenn sich zwei Mitarbeiter überhaupt nicht einig werden? Dann kann immer noch das Los entscheiden. Das ist eine faire, transparente und unbestechliche Lösung. Aber nur dann, wenn vorher alle eingewilligt haben.

Fazit: Regelung muss sich an den Betriebsvoraussetzungen orientieren

Egal um welches Verfahren es geht, am besten ist, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind und natürlich nur, wenn keiner schummelt.

Die ultimative Lösung ist natürlich, wenn der Betrieb an Brückentagen einfach geschlossen bleibt.

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