Aus einem Rammbrunnen sollte das Wasser nur mit einer Handpumpe entnommen werden
Ratgeber

Brunnen rammen - Tipps und Tricks

Autor:
Redaktion

Wer sich über Wasser- und Abwassergebühren ärgert, ist schnell bereit einen Brunnen in den Garten zu rammen. Aber das Vorhaben gelingt nicht immer.

Grundwissen zum Brunnenbau

Es geht besonders beim Rammbrunnen nicht nur um das Vorhandensein von Grundwasser, sondern auch um die Erreichbarkeit einer ergiebigen Wasserader mit einer Ramme. Daher ist es unbedingt erforderlich, sich über die Tiefe, in welcher mit Wasser zu rechnen ist, zu informieren. Wenn sich kein Brunnen mit bekannter Tiefe in der Nähe befindet, kann die untere Wasserbehörde Auskunft über den Grundwasserspiegel geben. Hier kann auch erfragt werden, ob ein Brunnenbau erlaubt ist.

Wasser, das tiefer als sieben Meter liegt, ist im Hinblick auf die physikalischen Grenzen von Saugpumpen uninteressant. Mit der Rammspitze kommt man nur in günstigen Fällen tiefer als fünf Meter. Oft ist in drei bis vier Meter Tiefe die Grenze erreicht. Daher sollte man sich auch über die Bodenbeschaffenheit erkundigen.

In Böden aus grobem Sand sind die größten Tiefen zu erreichen. Harter Stein kann nicht durchdrungen werden. Auch sehr feiner Sand, Lehm oder steinige Böden sind problematisch.

Einrammen der Rammspitze

Da in Baumärkten  Komplettsets zum Rammen von Brunnen angeboten werden, entsteht der Eindruck, dies sei eine einfache Arbeit. Tatsache ist, dass es oft nötig ist, den Rammfilter an verschiedenen Stellen einzuschlagen, weil die Spitze unterirdisch auf Steine stößt.

Auch gibt es keine Sicherheit auf Wasser zu stoßen. Ein weiteres Problem ist, dass eine wasserführende Schicht unbemerkt durchstoßen werden kann. Ist die Spitze in einer Tiefe von fünf Metern, das Wasser aber in drei Meter Tiefe, entsteht der völlig falsche Eindruck, es gäbe kein Wasser an der Stelle. Daher sollte im Abstand von einem Meter eine Pause von einem Tag eingelegt werden, um einen Saugversuch mit einer Pumpe zu starten.

Die Angst, eine Wasserader in der Breite zu verfehlen, ist weitgehend unbegründet. Das Wasser ist flächig verteilt. Die Gefahr durch einen größeren Stein im Erdreich behindert zu werden, ist größer, als am Wasser vorbei zu rammen.

Menge und Qualität des Wassers

Da das Rammen nur bis zu einer geringen Tiefe möglich ist, werden oft oberirdische Wasserreservoires statt Grundwasservorkommen angezapft. Diese sind nicht sehr ergiebig, das Wasser ist auch nicht so rein wie Grundwasser. Aus einem Rammbrunnen sollte daher nur reines Brauchwasser gezapft werden. Es ist weder zum Füllen von Pools geeignet noch zum Planschen im Garten.

Der Rammfilter neigt zum Zusetzen mit Schlick, daher sinkt die maximale Fördermenge bei diesen Brunnen schnell. Auch vertragen die Brunnen keine langen Ruhezeiten. Am längsten halten diese Wasserstellen, wenn täglich über eine Handpumpe Wasser entnommen wird. Es ist nicht ratsam, nach dem Rammen mit einer elektrischen Pumpe zu zapfen. Durch den starken Sog setzt sich die Rammspitze sehr schnell zu.

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Tags: GartenplanungBrunnen
Gewerke:Brunnenbauer

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