Der eigene Brunnen will gut geplant sein
Ratgeber

Brunnenwasser schont die Haushaltskasse

Autor:
Redaktion

Grundwasserbrunnen können eine Goldgrube sein. Doch wo lohnt sich die Bohrung wirklich? Und wie kann das Wasser genutzt werden?

Blumen, Gemüse, Wiesen und Bäume: Wer einen großen Garten ohne Brunnen sein Eigen nennt, kann ein Lied vom teuren Leitungswasser singen. Gerade in heißen Sommern belastet die Bewässerung mit Trinkwasser das Haushaltsbudget oft mit mehreren Hundert Euro. Es fallen nämlich auch Abwasserkosten an, ganz gleich ob es in die Kanalisation zurückfließt oder im Erdreich versickert. Und aus rein ökologischer Sicht ist das edle Nass aus der Leitung für Kohl, Halm und Co. ohnehin pure Verschwendung.

Ein Grundwasserbrunnen ist die Alternative im Garten und bietet sogar noch weitere Vorteile. Mit einem geeigneten Filtersystem lässt sich das selbstgewonnene Wasser auch für Spülkasten, Waschmaschine und zum Putzen verwenden. Stellt zudem eine Trinkwasseranalyse die Unbedenklichkeitszeugnis aus, ist das Brunnenwasser auch zum Trinken, Kochen oder Baden gut.

Grundwasser: gute Gründe und Gegenargumente

Doch gratis wie das Grundwasser ist die Brunnenbohrung keinesfalls. Zunächst sollte ein Bodengutachten erstellt werden, um zu klären, wie tief gebohrt werden muss. Außerdem gilt es, die Bodenbeschaffenheit zu ermitteln. Denn davon hängt es ab, welche Techniken und Werkzeuge benötigt werden. Ein solches Bodengutachten plus Trinkwasseranalyse kann locker mit tausend Euro oder mehr zu Buche schlagen. Es spart aber zeit- und kostenintensive Fehlversuche ein.

Für die Bohrung in die Tiefe muss außerdem eine Genehmigung „von oben“ eingeholt werden. Zuständig sind die Stadt- oder Gemeindeverwaltung beziehungsweise die untere Wasserbehörde. Dabei sind die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich: Hier genügt eine Meldung, dort werden Gutachten und Bescheinigungen angefordert. Um unnötige Behördengänge zu vermeiden, lohnt es sich, die örtlichen Fachbetriebe anzufragen. Häufig übernehmen sie neben dem Bau auch die Formalitäten.

Bohren, Schachten: Brunnen ist nicht gleich Brunnen

Bleibt die Frage, welche Art von Brunnen entstehen soll: ein einfacher Schachtbrunnen oder zum Beispiel ein Bohrbrunnen. Für den Erstgenannten muss lediglich das Erdreich bis zum Grundwasser ausgeschachtet werden. Das obere Ende bleibt offen. Der Nachteil ist Schmutz von der Oberfläche, der ins Wasser gelangt. Daher eignet sich das Schachtbrunnenwasser nur für die Pflanzen. Sauberer ist das kühle Nass aus dem geschlossenen Bohrbrunnen: Hier wird ein Rohr bis zu einer Wasserader getrieben und das unbeschmutzte Wasser hochgepumpt. Diese und andere Brunnenarten lassen sich jedoch kaum ohne Helfer erbauen: Ihre Arbeitskraft und die Materialkosten sind auf jeden Fall einzukalkulieren. Am sichersten fährt – das heißt bohrt oder gräbt –, wer die Angebote örtlicher Brunnenbaubetriebe vergleicht.

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Brunnen bohren: was kostet es?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir im Preisradar rund um das Thema Brunnen bohren.

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