Frühjahrscheck fürs Auto: An aller Anfang steht die Autowäsche
Checkliste

Checkliste: So wird Ihr Auto fit für den Frühling

Autor:
Sebastian Mews

Nicht nur Kälte sondern auch Salz, Schnee, Schmutz und Split zehren am Auto. Die Spuren des Winters können mit einem Frühjahrscheck beseitigt werden.

Autowäsche

Um das Auto richtig unter die Lupe nehmen zu können, muss es erst einmal gereinigt werden. Autowaschanlagen bieten verschiedene Komplettprogramme und haben zum Beispiel auch Unterbodenwäschen dabei. Ist das Auto sauber,  zeigt sich schnell, ob der Winter seine Spuren hinterlassen hat.

Tipp: Vor der Autowäsche grobe Verschmutzungen mit dem Hochdruckreiniger entfernen, um Kratzer zu vermeiden.

Lack- und Scheibenkontrolle

Split und vereiste Schneereste können Lackschäden und Kratzer verursachen. Daher sollte besonderes Augenmerk auf der Fahrzeugfront sowie auf Radläufen und Schweller liegen. Kleinere Schäden können mit dem Lackstift selbst beseitigt werden, für alles andere ist die Fahrt zum Profi zu empfehlen. So sollten zum Beispiel Steinschläge in der Windschutzscheibe schnell repariert werden, bevor sich Risse bilden.

Tipp: Reparaturkosten für Steinschlagschäden in der Frontscheibe übernimmt in der Regel die Kaskoversicherung.

Innenraum

Hier sammelt sich über die Monate allerlei Zeugs an – weg damit! Scheibenenteiser, Scheibenkratzer, Schneeketten und ähnliches werden in den kommenden Monaten nicht gebraucht und machen den Weg frei für die Innenraumreinigung. Die beginnt mit dem Staubsauger. Anschließend sollte geprüft werden, ob sich noch irgendwo Restfeuchte versteckt hat - beispielsweise unter den Fußmatten. Zeitungspapier hilft, um sie wieder trocken zu legen.

Auch Scheiben und Oberflächen sollten gründlich gereinigt werden, denn dort sammelt sich durch Heizungsluft viel Dreck an. Glasreiniger hilft im Kampf gegen den Schmutz. Für das Armaturenbrett und andere Kunststoffoberflächen stellt der Fachhandel spezielle Reiniger bereit. Was gern vergessen wird: Auch Türgummis, und kleinere Risse oder poröse Stellen benötigen Pflege. Auch hier empfiehlt sich der Gang zum Fachgeschäft.

Tipp: Pedale, Lenkrad und Schaltknauf nur mit einem feuchten Lappen reinigen, da viele Reiniger einen schmierigen Film hinterlassen.

Motorraum und Unterboden

Für den Motorraum sind die Profis zuständig. Nut Kleinigkeiten, wie Öl- und Kühlwasserstand messen, oder Wischwasser austauschen können selbst erledigt werden. Die Motorwäsche zum Beispiel sollten Fachmänner übernehmen, da sonst die Fahrzeugelektronik beschädigt werden kann. Gerade der Unterboden wird in der Winterzeit am meisten strapaziert, eine gründliche Untersuchung geht nur mit Hebebühne.

Tipp: Viele Waschanlagen bieten eine professionelle Motorwäsche als Zusatzservice an.

Reifen und Stoßdämpfer

Zu guter Letzt, ist das Frühjahr die Zeit Fahrwerk und Stoßdämpfer zu checken und seine zu Reifen zu wechseln. Dazu gehört nicht nur die Montage, sondern auch der Check der Profiltiefe und des Luftdrucks. Zehn hilfreiche Tipps zum Reifenwechsel gibt unser Kfz-Meister Dietmar Wilms.

Tipp: Reifen Achsenweise tauschen. So werden sie gleichmäßig beansprucht.

 

Unterschiede bei Einparkhilfen

Die Parkhilfen sind Rückfahrwarner, die über ein Signal vor dem Kontakt mit einem Hindernis warnen. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Sensoren und in der Art der Anzeige. Aufwendigere Modelle warnen vor einem Hindernis durch einen Ton und mit einem Display. Zusätzlich schalten sie automatisch das Radio stumm, damit der Warnton nicht überhört wird. Bei einfachen Ausführungen ist der Betrieb oft nur ohne Anhängerkupplung möglich. Auch versagen sie, wenn nur ein schmaler Pfosten im Weg steht.

Je aufwendiger die Technik der Einparkhilfe, umso schwieriger ist die Montage. Allen Modellen gemeinsam ist die Stromversorgung der hinteren Sensoren über den Rückfahrscheinwerfer. Diese stellt sicher, dass die Einparkhilfe nur arbeitet, wenn der Wagen rückwärtsfährt. Wer auch vorne Sensoren haben möchte, muss mehr Aufwand betreiben. Die Parkhilfe soll nicht an Ampeln oder bei Gegenverkehr vor einer Annäherung warnen.

Generell lohnt sich das Nachrüsten, denn schon ein kleiner Blechschaden ist teurer, als eine solche Anlage. Aber sollte man diese selber montieren?

Nachrüsten mit Rückfahrwarnern

Einfache Ausführungen, die über Funk das Signal vom Sensor zum Display übertragen, sind sehr einfach zu montieren. Die Sensoren werden oft angeklebt. Das einzige Problem ist die Stromversorgung über den Rückfahrscheinwerfer. In der Regel muss nur ein Kabel durchtrennt und eine mitgelieferte Klemmverbindung angebracht werden. Es sollte daher kein Problem sein, diese Einparkhilfen selber zu montieren. Aber auch bei Funkübertragung und Klebemontage muss gebohrt werden. Die Kabel der Sensoren müssen durch die Karosserie ins Fahrzeuginnere gelangen.

Schwieriger wird es, wenn die Einparkhilfe über Kabel mit einer Anzeige für den Fahrer verbunden wird. Extrem kompliziert sind Anlagen, die über die Geschwindigkeit angesteuert werden oder das Radio automatisch deaktivieren. Die Kabel sind versteckt nach vorne zu führen und müssen an einer bestimmten Stelle des Armaturenbretts austreten. Auch ist ein Anschluss an die Elektronik des Fahrzeugs nötig.

Fakt ist, es werden keine Bauteile berührt, die sicherheitsrelevant sind. Auch ein Laie darf den Einbau vornehmen, aber der Einbau ist bei aufwendigen Anlagen kompliziert.

Selbsteinbau oder Fachwerkstatt

Der Einbau in einer Fachwerkstatt dauert meist etwa zwei Stunden und kostet etwa 150 €. Mehr als 350 € kostet es auch bei einer komplizierten Anlage nicht. Wer das Nachrüsten selber übernehmen möchte, muss eine Bohrmaschine mit Kegelbohrern besitzen.

Außerdem ist ein einfaches Messgerät nötig, um die richtigen Leitungen zu finden. Der Zeitaufwand ist bei einem Selbsteinbau deutlich höher. Bedingt durch die fehlende Erfahrung kann es einen ganzen Tag dauern, bis alles funktioniert. Zusätzlich besteht ein Risiko, dass man bei einem falschen Anschluss die Elektronik des Fahrzeugs beschädigt. Dies würde zu großen zusätzlichen Kosten führen.

Daher sollte nur ein erfahrener und versierter Hobbybastler den Einbau selber vornehmen, zumal unter Umständen für etwa 100 Euro Werkzeug benötigt wird.

Tags:
Gewerke:Kraftfahrzeugtechniker

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