Augenverletzungen zählen zu den dramatischsten. Daher ist ein geeigneter Sichtschutz Pflicht.
Ratgeber

Damit nichts ins Auge geht: Schutzbrille ist Pflicht

Autor:
Sebastian Mews

Ein geeigneter Augenschutz gehört mit zur persönlichen Schutzausrüstung eines jeden Handwerkers. Je nach Einsatzgebiet erfordert es aber spezielle Schutzbrillen.

Laut einer Statistik der DGUV gab es 2016 über 15.000 gemeldete Augenverletzungen: Damit zählt diese Art der Arbeitsverletzung zwar zu den eher weniger häufigen, aber zu jenen, die meist dramatisch mit einer erblindung enden können. 

Arbeitsschutz ist für Handwerkern eines der wichtigsten Themen ihres Berufsalltags. Neben den allgemeinen Schutzmaßnahmen auf einer Baustelle, muss auch die persönliche Schutzausrüstung (PSA) den Anforderungen und Tätigkeiten angepasst sein.

Je nach Tätigkeit gehören zur persönlichen Schutzausrüstung neben festem Schuhwerk, Sicherheitshandschuhen, Gehörschutz und Kopfbedeckungen daher auch ein geeigneter Augenschutz.

Augenschutz: Typische Gefährdungen für den Handwerker

Der Selbstschutz der Augen in Form von Tränenfluss oder Lidschlussreflex reicht für viele Arbeiten nicht aus, so ist das Auge beim Bohren, Schleifen, Lackieren oder Schweißen verschiedensten Gefährdungen ausgesetzt.

  • Mechanische Gefährdung des Auges durch Fremdkörper wie Späne, Splitter, Körner usw.
  • Optische Gefährdung durch nach Wellenlänge in ultraviolett, sichtbar und infrarot unterschiedene Strahlung.
  • Chemische Gefährdungen können von festen, flüssigen oder gasförmigen Substanzen(z.B. Dämpfe, Nebel, Rauche) ausgehen. Chemikalien können sich im Augenwasserlösen. Säuren und Laugen können das Auge schwer schädigen.
  • Thermische Gefährdungen bei längerem Aufenthalt in kalter Witterung, kann zum Tränen der Augen und zu Erfrierungserscheinungen führen
  • Elektrische Gefährdungen bei Schaltarbeiten oder Kurzschlüssen in elektrischen Energieverteilungsanlagenkönnen Störlichtbögen entstehen

Schutzbrillen - darauf ist zu achten 

Schutzbrillen für den beruflichen Einsatz müssen nach EN 166 genormt sein. Folgende Kennzeichnung muss die Brille aufweisen:

  • Geltende Norm: zb. EN 166
  • Filterschutzstufe 1,1 bis 16
  • Identifikationszeichen des Herstellers
  • Optische Klasse: 1, 2, oder 3
  • CE-Zeichen und Produktbezeichnung (direkt auf dem Produkt)

Besonderheit für Brillenträger

Zwar existieren auf dem Markt Schutzbrillen, die etwas größer ausfallen und daher bequem über der Brille getragen werden könnten, jedoch schreiben die Berufsgenossenschaften im beruflichen Arbeitsumfeld Korrektionsschutzbrillen, also eine Kombination aus Schutz- und Korrektionsbrille, zwingend vor. Die Kosten für die Korrektionsschutzbrille muss der Arbeitgeber tragen. 

Da Verletzungen des Auges nicht selten mit einer Erblindung enden, darf der Augenschutz nicht vernachlässigt werden. In der BGR 192 (Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit) und auf den Seiten der DGUV können weiterführende Informationen gefunden werden:

 

 

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