Wenn die kleinen Enkel zu Besuch kommen, sollte vorher ein kurzer Sicherheitscheck gemacht werden.
Ratgeber

Das Haus enkelsicher machen

Autor:
Pauline Schneider

Neugierige Forscher begeben sich schnell in Gefahr. Einfach umzusetzende Tricks, mit denen Kleinkinder sicher ihre Umgebung erkunden können.

Das Aufwachsen eines Kindes aus einer ganz anderen, entspannten Perspektive erleben - das wird häufig gesagt, wenn Eltern zu Großeltern werden. Die Freude über die ersten Schritte oder Worte ist mindestens genauso groß, jeder Entwicklungsschritt wirkt faszinierend, und doch sind die Nächte ruhig und das Schimpfen bleibt den Eltern überlassen.

Großeltern legen ihren Enkeln gegenüber oft eine große Gelassenheit an den Tag. Die erste Erkältung, ein aufgeschlagenes Knie oder eine nervige Trotzphase haben sie schon oft durchgestanden und so leicht bringt sie deshalb nichts mehr aus der Fassung.

Doch natürlich sorgen sich auch Oma und Opa um das Wohlergehen der Kleinen und übernehmen viel Verantwortung, wenn diese zu Besuch sind. Damit Oma dem Junior nicht auf Schritt und Tritt folgen muss, gibt es einige einfache Tricks und Vorkehrungen, die das Haus ganz fix zu einer sicheren und behüteten Umgebung für die Enkelkinder machen.

Treppen lieber sichern

Wer eine Treppe im Haus oder in der Wohnung hat, sollte diese unbedingt sichern. Besonders Kleinkinder bis zu drei Jahren können Höhen nicht richtig einschätzen und würden am liebsten ganz allein die höchsten Stufen erklimmen.

Treppengitter zum Schutz der mutigen Kletterer gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Besonders praktisch, wenn es nur darum geht die Vorkehrungen über das Wochenende zu treffen, sind Stoffgitter. Diese lassen sich bequem zwischen zwei Türpfosten vor die Treppe klemmen und nehmen beim anschließenden Verstauen kaum Platz weg.

Als die stabilsten Schutzgitter gelten allerdings jene aus Holz oder Metall, da sie mit einer Bohrung fest verankert in der Wand sitzen. Die Gittertür verschließt sich durch einen Riegel und so kann ein Dreikäsehoch ohne Hilfe nicht mehr auf die Treppe gelangen. Die einzelnen Gitterstäbe sollten nicht weiter als sieben Zentimeter voneinander entfernt sein, damit auch kein kleiner Kopf durch die Stäbe passt und eventuell stecken bleibt.

Clevere Tricks für Möbel

Jedes Möbelstück ist auch ein potentielles Klettergerüst. Trotzdem kann natürlich kann nicht jeder Stuhl oder Hocker kippsicher moniert werden. Daher am besten alle Spielsachen in Reichweite aufbewahren, so dass die kleinen Turner gar nicht erst auf die Idee kommen hoch hinaus zu klettern.

Lieblingssachen also lieber gleich auf dem Fußboden, in niedrige Kisten oder untere Schubladen verstauen. Außerdem sollte schweres Spielzeug wie Playmobilburgen oder Puppenhäuser möglichst weit unten in den Regalen stehen, damit keine Gefahr besteht, dass die Dinge herausfallen.

Die Klassiker zum Kopfstoßen, wie die Kanten von Couchtischen oder Stühlen, lassen sich ganz einfach durch weiche Aufsätze schützen. Sie sind in vielen Formen und Farben günstig in Möbelhäusern, Baumärkten oder im Internet zu kaufen. Wer spontan Babybesuch bekommt, kann natürlich auch mit Schaumstoff, einer dicken Schicht Klebeband oder weichen Kissen die spitzen Ecken präparieren.  

Gefahren in der Küche

Die erste und ganz einfach umzusetzende Regel für eine enkelsichere Küche lautet, sämtliche Reinigungsmittel außerhalb der Reichweite der Kleinen zu verstecken. Die Farben der bunten Fläschchen wirken magisch auf Kinderaugen und sehen dazu süßen Getränken zum Verwechseln ähnlich. Entweder die Mittel in oberen Schubladen verstauen oder eine Sicherung für die Unterschränke besorgen. Auch diese sind sehr günstig und lassen sich einfach montieren.

Selbst für den Herd gibt es Schutzgitter, welche die kleinen Racker davon abhalten sich an der schönen rot leuchtenden Platte die Hände zu verbrennen. Die Vorrichtung wird vorn an der Kochfläche befestigt, so dass ein kurzer Kinderarm nicht an die Herdplatte gelangt.

Strom und technische Geräte

Auch Steckdosen haben eine große Anziehungskraft auf Kleinkinder. Damit keine Fingerchen oder andere Gegenstände in den Löchern landen, ist der Schutz vor dem Strom wichtig. Deckel mit einem Drehmechanismus zum Sichern oder das Zukleben mit Panzertape bieten sich gut als Lösung an.

Beide Varianten haben das gleiche Ziel: die Kontaktöffnung der Steckdose verdecken, so dass es nicht zu einem Stromschlag kommen kann. Zwar lassen sich die Schutzdeckel sehr leicht befestigen, wenn es sich allerdings um einen spontanen Besuch handelt, bietet auch die Klebeversion genug Sicherheit.

Ähnlich wie Steckdosen erwecken auch Kabel den kleinen Forscher im Kind. Mit langen Schnüren kann wunderbar gespielt oder daran gezogen werden. Damit keine teuren Fernseher, Leuchten oder Laptops kaputtgehen, reicht schon das Verstecken der Kabel hinter Möbeln, um Enkel und Technik zu beschützen. 

Tags:
Gewerke:Raumausstatter

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