Robuste Pflanzen machen die Gartenarbeit zum Kinderspiel
Ratgeber

Den Garten pflegeleicht gestalten

Autor:
Redaktion

Wer wenig Zeit hat und trotzdem sein grünes Reich genießen möchte, sollte den Garten pflegeleicht gestalten, um die Gartenarbeit zu minimieren.

Einen pflegeleichten Garten zu gestalten, erfordert am Anfang etwas mehr Arbeit, belohnt aber später mit umso mehr Genuss. Die Gartenarbeiten sollten zu Beginn der Gartengestaltung sorgfältig ausgeführt werden.

Das fängt schon damit an, den Boden der künftigen Gemüse-, Kräuter- und Blumenbeete vorzubereiten. Dazu gehört, an den erforderlichen Stellen die Rasensoden abzunehmen, den Boden umzugraben und Wurzelunkräuter sowie Steine akribisch zu entfernen.

Wer am Anfang mehr Zeit und Arbeit investiert, erspart sich in der Folge unnötiges Jäten. Neben der möglichst pflegeleichten Bepflanzung sollte die Gestaltung von Terrassen, Sitzplätzen, Wegen und des Gartenteichs ebenfalls im Hinblick auf den späteren Pflegeaufwand erfolgen.

Terrassen, Sitzplätze, Wege – Materialien und Anlage

Bei der Gestaltung von Terrassen und Sitzplätzen sollten leicht zu reinigende Beläge gewählt werden. Kommen Holzbeläge zum Einsatz, am besten witterungsbeständiges Material wie Lärche wählen, welches ohne regelmäßige Wetterschutzmaßnahmen auskommt. Ist das Gelände uneben, muss beim Verlegen von Platten oder Pflaster das Grundstück erst aufwändig eingeebnet werden. Einfacher umzusetzen sind Holzdecks. Hier genügt eine stabile Unterkonstruktion, die der Gartenlandschaft individuell angepasst wird.

Sichtschutzwände an Sitzplätzen oder an der Gartengrenze sind schnell montiert und bedürfen weniger Pflege als Hecken, die einen regelmäßigen Schnitt brauchen. Beim Anlegen der Beete sind gerade Kanten ideal, die der Rasenmäher leicht überfahren kann.

Wasser im Garten – das geht auch pflegeleicht

Ein kleines, flaches Becken mit geraden Wänden oder ein fertiges Teichbecken mit unterschiedlichen Pflanzzonen machen schon bei der Anlage weniger Arbeit als ein naturhaft gestalteter Teich mit Folie. Auf aufwändige Technik kann und sollte bei Teichen dieser Größe verzichtet werden.

Gepflanzt werden nur wenige, robuste Pflanzen, die nicht wuchern. Werden die Wasserpflanzen allesamt in Körbe oder Töpfe gesetzt und dann entsprechend im Teich platziert, erleichtert das spätere Pflegemaßnahmen, wie die Reinigung des Teichs und das Teilen der Pflanzen. Denkbar wäre auch eine Wasserstelle ganz ohne Pflanzen, zum Beispiel ein Quellstein oder ein einfaches Wasserbecken.

Den Garten mit Pflanzen gestalten

Das Wichtigste zuerst: Bäume und Sträucher. Besonders bei kleinen Gärten sind Bäume und Sträucher sorgfältig auszuwählen. Die Gartengröße und die spätere Größe der Bäume müssen auf jeden Fall bei der Gartengestaltung Berücksichtigung finden. Für kleine Gärten werden kleine Bäume gewählt, die später nicht zu viel Schatten werfen und nicht durch Schnittmaßnahmen im Zaum gehalten werden müssen.

Ähnliches gilt für Sträucher, denn manche Arten werden mit den Jahren sehr ausladend in Höhe und Breite. Ansonsten sind Sträucher ideal, die keinen oder nur selten einen Schnitt benötigen. Dazu gehören viele Blütensträucher wie Philadelphus, Kolkwietzie, Deutzie, alte Rosen oder moderne Strauchrosen.

Es muss nicht immer ein englischer Rasen sein, besonders im Naturgarten hat eine Blumenwiese ihren Reiz und das Mähen beschränkt sich auf zweimal im Jahr: einmal im Juni/Juli und ein zweites Mal im Herbst.

Im Gemüsegarten hält sich die Gartenarbeit in Grenzen, wenn pflegeleichte Salate und Gemüse angebaut werden. Dazu gehören Eis- und Pflücksalat, Asiasalat, Kohlrabi, Möhren, Erbsen, Radieschen, Mangold, Zucchini und Rhabarber.

Schöne Blumenbeete - ganz lazy

Für den Blumengarten gilt es, sich auf wenige, robuste Arten zu beschränken und diese standortgerecht zu pflanzen. Um aufkommendes Unkraut zu unterdrücken und die Feuchtigkeit im Boden zu halten, werden freie Flächen mit Bodendeckern bepflanzt oder gemulcht.

Tulpen im Frühling sind schön, aber auch sehr kurzlebig. Besser sind Zwiebelblumen, die sich selbst vermehren und von den Wühlmäusen weitgehend gemieden werden, zum Beispiel Narzissen, Traubenhyazinthen, Winterlinge und Schneeglöckchen.

Einjährige Sommerblumen bringen Farbe ins Beet, machen aber auch Arbeit. Sie müssen jedes Jahr neu ausgesät und nach dem Auflaufen ausgedünnt, im Herbst müssen sie aus den Beeten entfernt werden.  Ideal sind solche, die sich nach der Blüte allein aussäen, wie Ringelblumen, Jungfer im Grünen, Mohn oder Cosmeen. Überzählige Pflanzen lassen sich leicht herausreißen.

Einen Garten pflegeleicht zu gestalten ist gar nicht so schwer. Gute Planung und die Beschränkung auf wenige Materialien und Gartenpflanzen machen das grüne Hobby überschaubar.

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Tags: Gartenplanung
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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