Im Winter müssen die Gartenpflanzen vor Salz, Schädlingen und zu viel Schnee geschützt werden.
Ratgeber

Der Garten im Januar: Auftritt der Winterblüher

Autor:
Redaktion

Bei milden Temperaturen entfaltet sich bereits im Januar die Blütenpracht von Winterjasmin & Co. Ein Genuss für die Sinne.

Nicht nur das Auge freut sich, wenn blühende Farbtupfer die winterliche Tristesse durchbrechen: Viele Gewächse verbreiten außerdem einen intensiven Duft, um die wenigen Insekten zum Bestäuben anzulocken. Dazu gehören beispielsweise Mahonie, Schneeball, Winterblüte und einzelne Zaubernuss-Arten. Ein Spaziergang durch den Garten lohnt sich also auf jeden Fall.

Das Vorfrühlings-Alpenveilchen ist allerdings recht empfindlich, was Nässe angeht. Es braucht einen geschützten Standort, etwa unter einem Strauch oder Nadelbaum. Sobald sich die weißen, violetten oder roten Blüten zeigen, wird auch Frost für die Veilchen zum Problem. Ab einer Temperatur von -10 Grad ist eine Abdeckung aus Vlies oder Jute unerlässlich.

Pflanzen vor Salz, Schädlingen und Schnee schützen

Wachsen Hecken oder Sträucher nahe der Straße und kommen mit Streusalz in Kontakt, können sie dadurch stark geschädigt werden. Sofern der Platz ausreicht, ist ein Erdwall als Schutz hilfreich. Zum Bepflanzen des Walls empfehlen sich salzverträgliche Arten wie Wildrosen, Ölweide oder Sanddorn.

Von Streusalz ist generell abzuraten, da es den Pflanzen schadet, nützliche Bodenlebewesen tötet und schlimmstenfalls ins Grundwasser gelangt. In den meisten Städten und Gemeinden ist der Einsatz ohnehin verboten und mit Bußgeldern belegt. Kies, Sand oder Splitt haben eine gute abstumpfende Wirkung gegen Glatteis, ohne der Umwelt zu schaden.

Wer Fichten im Garten hat, muss im Januar auf eine weitere Gefahr achten: Die in den 1960er Jahren nach Europa eingeschleppte Sitkafichtenlaus (auch Fichtenröhrenlaus genannt) ist so robust, dass sie sich selbst im Winter stark vermehrt: über dem Gefrierpunkt durch Lebendgeburt, bei Frost durch Eier. Erst ab -14 Grad stirbt sie ab. Sie richtet große Schäden an einigen Fichtenarten an. Die Nadeln bekommen gelbliche Flecken und mit der Zeit verkahlen die Äste von unten. Um den Befall frühzeitig festzustellen, hat sich die sogenannte Klopfprobe bewährt: Ein weißes Blatt Papier unter einen Fichtenzweig halten, diesen stark schütteln. Die ein bis zwei Millimeter großen Läuse sind auf dem weißen Papier gut erkennbar am grünen Körper und den roten Augen. Mit einem  umweltverträglichen Mittel auf Rapsöl-Basis lässt sich das Problem normalerweise gut in den Griff bekommen. Wichtig: Die Bäume im Winter und Frühling regelmäßig kontrollieren, auch wenn keine Schäden zu sehen sind.

Im Januar fällt zudem meist Schnee. Unter einer dicken Schneeschicht können Sträucher mit sprödem Holz abknicken. Das gilt zum Beispiel für Pfingstrosen; auch Kirschlorbeer und Rhododendron leiden darunter. Deshalb die weiße Pracht regelmäßig mit einem Besen abkehren oder vorsichtig abschütteln.

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Tags:
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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