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Der Maurer ist tot! Lang lebe der Baufacharbeiter!

Autor:
Redaktion

Ausrüstung, Sicherheit, Technik: Auf heutigen Baustellen zählt Know-how. Aus Handwerkern werden Meister für Baustoffe, Baupläne, Maschinen und Geräte.

In dem Kinderlied klingt alles so einfach: „Stein auf Stein … das Häuschen wird bald fertig sein“. Tatsächlich war der Maurerberuf einst Schwerstarbeit: das Schleppen zentnerschwerer Zementsäcke. Das Betonmischen. Das Hochziehen der Mauern.

Bauarbeiter von früher hatten meist keine Berufsausbildung. Erst in den 60er-Jahren wurde Maurer zum anerkannten Lehrberuf. Und Präzision war Sache des Poliers. Der Maurer führte lediglich aus. Viele kompensierten ihre harte Arbeit durch Getränkekonsum. Die Bierkiste war Baustellen-Inventar.

Und die Sicherheit? Man stand auf wackeligen Gerüsten aus Holzmasten und Laufbrettern. Jeder sicherte sich nach Gefühl ab und arbeitete auf eigene Gefahr. Sicherheitsrelevante Arbeitskleidung? Fehlanzeige. Maurer trugen Mützen statt Helme. Und heute?

Unterste Stufe war gestern: Maurer ist ein Aufstieg

Maurer üben immer noch ihr jahrhundertealtes Handwerk aus. Manche Gesellen gehen bis heute auf die traditionelle Wanderschaft, die Walz im schwarzen Gewand. Nach wie vor arbeiten sie bei jeder Witterung im Freien. Und heute wie einst müssen sie schwindelfrei sein.

Heute ist aber das Bautempo höher – und die Anforderungen sind komplexer. Ein Maurer muss vielerlei Theorie und räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen: Er setzt Baupläne um. Eine Folge sind Spezialisierungen.

Die Aufstiegsleiter im Maurerhandwerk:

  • Hochbaufacharbeiter/in
  • Maurer
  • Polier
  • eventuell Studium

Die erste Spezialisierungs-Stufe heißt Hochbaufacharbeiter/in mit zweijähriger dualer Ausbildung. Im Schwerpunkt Maurerarbeiten dreht sich alles um Mauerwerk, Betonwände, Decken, Einbau von Fertigteilen, Gipskartonplatten oder Estrichverlegung. Wer den Schwerpunkt Beton- und Stahlbeton-Arbeiten wählt, errichtet Schalungen, stellt Beton-Stahlbewehrungen her und mischt und verdichtet Beton. Beim Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten liegt der Fokus auf Kaminen, Rauchabzügen und Umweltschutz.

Wichtiger als Muskeln: Genauigkeit und Fachwissen

Wer sich zum Maurer weiterbilden lässt, durchläuft ein drittes Ausbildungsjahr. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Baukonstruktionen, Wärmedämmung und Baustoffkunde. Wie lassen sich Kalksandstein, Bimsstein, Naturstein oder Beton verarbeiten? Der Maurer muss es wissen.

Weitere Aufstiegsmöglichkeiten sind Polier oder Maurer- und Betonbaumeister. Unter bestimmten Voraussetzungen können Maurer sogar Architektur oder Bauingenieurwesen studieren.

Vor allem aber sind heutige Maurer Experten für Arbeitssicherheit. Sie arbeiten auf Stahlgerüsten mit Geländern, Hebebühnen und Leitern. Sie tragen Helme, Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen und robuste Arbeitskleidung. Statt Unfall-Verhinderung sind Prävention, Gesundheitsvorsorge und Ergonomie am Arbeitsplatz vorgeschrieben. Modernste Maschinen erledigen viele schwere Arbeiten: Sie zu bedienen erfordert Fachkenntnis und Präzision.

Worauf Maurer einst wie heute stolz sind: Bei Feierabend sehen sie stehen, was sie tagsüber geleistet haben!

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