Werden einige wichtige Regeln beim Heizen und Lüften nicht beachtet, kann es schnell teuer und ungemütlich werden.
Ratgeber

Die sieben Todsünden beim Heizen und Lüften

Autor:
Redaktion

Richtig zu heizen und zu lüften, ist eigentlich keine Wissenschaft. Falsches Heizverhalten und mangelnde Wartung führen leider allzu oft dazu, dass die Heizkosten unnötig steigen. Auf der anderen Seite haben Schimmel & Co. durch Sparen am falschen Ende zu häufig leichtes Spiel.

Wenn der Winter mit Schnee, Glätte und eisiger Kälte den Alltag fest im Griff hat, steigt auch der Heizbedarf vieler Haushalte wieder spürbar an. Bereits unter normalen Witterungsbedingungen wird in den ersten acht Wochen des Jahres rund ein Drittel der Heizenergie verbraucht. Fällt die Temperatur bei strengem Frost um fünf Grad oder mehr, ist ein zusätzlicher Energiebedarf von 30 Prozent keine Seltenheit. Leider führen falsches Heizverhalten und mangelnde Wartung allzu oft dazu, dass entweder die Heizkosten unnötig steigen oder Schimmel & Co. durch Sparen am falschen Ende ein leichtes Spiel haben. Welche typischen Fehler sind beim Heizen und Lüften also unbedingt zu vermeiden? Und wann sollte der Fachmann zu Hilfe gerufen werden?

Falsche Raumtemperatur

Das Einstellen der richtigen Raumtemperatur bedarf an sich keiner großen Kunst. Häufig sind die Wohnungen allerdings stark überheizt oder deutlich zu kalt. Mit einer Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius lassen sich die Heizkosten um etwa sechs Prozent reduzieren. Andererseits steigt bei einer zu starken Auskühlung die Schimmelgefahr. Idealerweise liegen die Raumtemperaturen im Wohnzimmer bei 19 bis 21 Grad, im Kinderzimmer bei 20 bis 22 Grad, in Schlafzimmer und Küche bei 18 bis 20 Grad und im Bad bei 21 bis 23 Grad. Tipp: Mit individuell programmierbaren Thermostatventilen lassen sich oft 10 bis 15 Prozent der Heizenergie sparen.

Bei Abwesenheit Heizung abschalten

In der kalten Jahreszeit ist es wichtig, alle Räume regelmäßig zu beheizen, um ein zu starkes Auskühlen von Wänden und damit einhergehende Feuchtigkeits- und Schimmelbildung zu vermeiden. Gern wird hier am falschen Ende gespart. Gerade Räume, die im Winter nur sporadisch beheizt werden, bieten Schimmel & Co. einen hervorragenden Nährboden. Hinzu kommt der Aspekt, dass das Auskühlen und Aufheizen der Wohnung deutlich mehr Energie als kontinuierliches Heizen verbraucht.  Wichtig: Auch bei längerer Abwesenheit sollte die Temperatur nach Empfehlungen des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen nie unter 14 bis 16 Grad abgesenkt werden, da es sonst zur Kondensation von Feuchtigkeit an den Wänden kommen kann.

Nur einzelne Räume werden beheizt

Um den Energieverbrauch zu senken, kommt es sehr häufig vor, dass nur einzelne Räume in der Wohnung beheizt werden. Diese Methode entpuppt sich insofern als Trugschluss, da über das Mitheizen angrenzender Räume bei geöffneten Türen ein deutlich höherer Heizaufwand besteht. Zudem kann Feuchtigkeit aus der warmen, verbrauchten Luft an den kühleren Wänden kondensieren und die Ausbreitung von Schimmel in den nicht beheizten Räumen begünstigen.

Zugestellte Heizkörper und Wände

Mit Möbeln zugestellte, verbaute oder mit Gardinen und Vorhängen abgehangene Heizkörper können ihre Wärme nicht frei in den Raum abgeben. In der Folge steigt der Heizbedarf, der für die gewünschte Raumtemperatur benötigt wird, erheblich an. Zugestellte Wände, an denen die Luft nicht ausreichend zirkulieren kann, stellen zudem ein weiteres Schimmelrisiko dar. Um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten, empfehlen Experten, Schränke und Möbel mit einem Mindestabstand von fünf bis zehn Zentimetern zur Wand aufzustellen.

Bei Schimmel einfach „weiß“ überstreichen

Bei Feuchtigkeits- und Schimmelschäden in den eigenen vier Wänden sollte auf jeden Fall ein Handwerker zurate gezogen werden, der das Ausmaß der Schäden prüft und entsprechende Schritte zur Beseitigung des Problems in die Wege leitet. Zwar gibt es gute Hausmittel, die bei oberflächlicher Schimmelbildung helfen können. Bei einem größeren Befall ist allerdings eine umfassende Sanierung der betroffenen Flächen geboten. Ein einfaches Überstreichen der betroffenen Stellen löst dagegen das Problem nicht.

Kipplüftung als Dauerzustand

Nicht nur durch falsches Heizen, auch durch falsches Lüften verschenken Haushalte im Winter viel Geld. Gekippte Fenster mögen an kalten Tagen vielleicht sinnvoll erscheinen. Im Prinzip wird dabei aber nur Wärme zum Fenster hinaus geheizt. Wenn die Kipplüftung während der Heizperiode zum Dauerzustand wird, können je nach Wohnungsgröße schnell Mehrkosten von bis zu 200 Euro entstehen. Mehrmaliges Stoßlüften in allen Räumen ist dagegen wesentlich sparsamer und effektiver, um einen Austausch von feuchter Innen- und trockener Außenluft vorzunehmen und die Gefahr von Schimmelbildung zu senken.

Keine regelmäßige Wartung der Heizanlage

Auch Hauseigentümer sparen an der falschen Stelle, wenn Sie ihre Heizung nicht regelmäßig von einem Fachmann warten lassen. Insbesondere wenn die Anlage nicht korrekt eingestellt ist oder einzelne Komponenten in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt sind, entstehen unnötige Kosten. Oft ist auch ein hydraulischer Abgleich durch einen qualifizierten Heizungsbauer notwendig, der die einzelnen Komponenten des Systems dahingehend abstimmt, dass alle Heizkörper gleich versorgt werden und die Wärme sich optimal im Haus verteilen kann.

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Tags:
Gewerke:Installateur und Heizungsbauer

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