Löwenzahn schmeckt nicht nur Kaninchen: Er enthält etwa 40 Mal mehr Vitamin A als normaler Kopfsalat
Ratgeber

Die Wilden aus dem Kräuterbeet

Autor:
Tanja Müller

Wildkräuter erobern Küche und Garten. Kein Wunder, verfeinern sie doch wunderbar Speisen und Getränke. Zudem kommen sie ohne Pflege aus.

Sie sprießen auf Wiesen, im Wald und am Straßenrand – Wildkräuter. Die Feinschmeckerküche hat sie längst als bereichernde Zutaten ausgemacht, Brennnessel, Bärlauch und Co. Und wer zuhause mit den angesagten Wilden kochen möchte, der muss nicht zwingend durch die Wälder streifen. Denn was so manch’ ordnungsliebender Freizeitgärtner als Unkraut herauszupft, taugt in der Küche gut zum Würzen. Für des Hobbykochs Hausgebrauch genügt zumeist ein Eckchen im Garten. Licht, genug Feuchtigkeit und etwas Geduld, mehr ist kaum nötig.

Heilpflanze und Gewürz in einem

Wildkräuter finden in der Küche auf vielfältige Weise Verwendung. Sie geben Salaten den letzten Pfiff, verfeinern Pasta gleichermaßen wie Fleischgerichte. In der fettarmen Küche übernehmen sie den Part des Geschmacksträgers und gefallen mit ihren Aromen, gleich ob frisch als Würze oder als Pesto. Wildes Kraut gibt kalten wie heißen Getränken Geschmack vom grünen Smoothie bis zum wohltuenden Tee. Nicht zu vernachlässigen ist der Gesundheitsaspekt. Viele Kräuter sind Heilpflanze und Gewürz zugleich, hilft doch Spitzwegerich bei Husten, lindert Löwenzahn Blasenleiden.

Wilde Vitaminbombe

Und in Sachen Vitaminen machen die Wilden jedem Pflücksalat etwas vor. Während die zartgrünen Blätter des Löwenzahns als Salat auf den Tisch kommen können, bieten sich Brennnessel, Vogelmiere, Süßdolde und Spitzwegerich eher zum Verfeinern an. Am schmackhaftesten und bekömmlichsten sind zumeist die jungen Blätter. Auch beim Sauerampfer, der mit seinem säuerlichen Geschmack eine prima Alternative zu Essig und Zitrone abgibt. Und der frühlingsfrische Waldmeister aromatisiert übrigens nicht nur die berühmte Bowle. Besonders beliebt ist sein Geschmack in Desserts und Eis.

Anspruchslose Gartenbewohner

Wildkräuter stellen wenig Anspruch an Boden und Klima. Sie gelten ohnehin als robust und pflegeleicht. Bequem für den Gärtner, der nicht düngen, wässern und spritzen muss. Waldmeister, Bärlauch, auch Liebstöckel und Borretsch kommen im Halbschatten gut zurecht. Ob dieser Vorliebe gelten erstere auch als ideale Bodendecker für die dunklen Problemfleckchen unter Büschen und Bäumen im Garten. Borretsch, Kamille und Kapuzinerkresse beleben dagegen gern das Gemüsebeet, locken sie doch nützliche Insekten an und erschweren Schädlingen den Zugang zum Gemüse.

Ernten gegen Wildwuchs

Am einfachsten lassen sich Wildkräuter als Jungpflanzen aus der Staudengärtnerei anbauen, aber auch als Samen vorziehen. Viele Arten gelten als sehr raumgreifend und brauchen unbedingt einen Garten, gleich ob Ackerveilchen, Bronzefenchel, Engelwurz, Melde, Schafgarbe oder Waldmeister. Die regelmäßige Ernte hält übrigens vermehrungsfreudige Wildpflanzen wie Giersch in Schach.

Tags:
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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