Reihenhäuser bilden oft ganze Wohnblocks. Ihre bauliche Nähe begünstigt Energieeffizienz.
Ratgeber

Doppel- und Reihenhaus - ökonomisch und ökologisch

Autor:
Redaktion

Doppel- und Reihenhäuser passen gut ins Zeitalter der Energieeffizienz. Bauliche Ökonomie sorgt in diesem Fall für Bauökologie.

Ökonomisches Bauen - Wirtschaftlichkeit und Funktionalität für maximale Bauökologie

Die Folgegeneration soll noch etwas von Bauten und Umwelt haben. Das ist Grundsatz ökologischer Ausrichtung bei der Gebäudeplanung. Ökologisches Bauen ist ressourcenschonend. Neben Energieeffizienz und nachhaltiger Entwässerungstechnik stehen natürliche Baustoffe im Mittelpunkt. Bauten sollen funktional und wirtschaftlich sein.

Auf so wenig Platz wie möglich, so viel Nutzwert wie nur möglich. Das ist einer von vielen Leitfäden der Bauökologie. Reihen- und Doppelhäuser erfüllen diesen ökonomischen Anspruch eher als ein Einfamilienhaus. Auf weniger Baugrund entsteht Wohnfläche für viele Personen. Als eine Folge dessen bleibt mehr von der Umwelt übrig. Außerdem lassen sich durch die bauliche Verbindung Energiekosten sparen.

Die funktionalen Möglichkeiten von Wohnsymbiosen schonen die Umwelt sogar noch weiter. Die Parteien von Doppel- oder Reihenhäusern bilden zum Beispiel Fahrgemeinschaften zum Einkaufen oder Berufspendeln. Als Energieeffizienzhäuser angelegt entsteht so mit Doppel- und Reihenhäusern ein Maximum ökologischer Bauweise.

Baugrundstücke maximal ausnutzen - bauliche Nähe von Doppel- und Reihenhäusern

Doppelhäuser entsprechen zwei Häusern mit getrennten Hauseingängen, die aneinanderstoßend auf demselben Grundstück stehen. Die Seitenwände oder hinteren Wände der Häuser stehen aneinander an. Sie müssen je fensterlos, zweischalig und brandschützend ausfallen. Für den erforderlichen Schallschutz sorgt eine Dämmung. Ein hauchdünner Abstand bleibt zwischen den Häusern bestehen. Diese minimale Distanz schafft energetische Vorteile. 

Auch Reihenhäuser profitieren von baulicher Nähe. Mehrere Einfamilienhäuser stehen in Reihenhausblocks mit geringem Abstand neben einander. Zum Teil nehmen sie in geschlossener Bauweise eine ganzen Siedlung ein. Dutzende Parteien kommen so auf kleiner Fläche unter. Die aneinander angrenzenden Wände unterliegen ähnlichen Bedingungen wie bei Doppelhäusern. Ein Reihenmittelhaus hat zwei fensterlose, zweischalige Wände, weil es zu beiden Seiten an andere Häuser angrenzt.

Doppelhäuser und Reihenhäuser - selber bauen oder kaufen?

Ein Doppelhaus kann der Privatmann als Neubau planen. Der Bauphase voraus geht der Erwerb eines Baugrundstücks, das für Doppelhausbauten genehmigt ist. Mit einem Plan erkundigt er sich beim Bauamt über zulässige Flächen. 

Vorab suchen Bauherren oft Baupartner. Diese frühzeitige Partnerschaft bietet gegenüber dem nachträglichen Verkauf mehrere Vorteile: Zum einen muss einer alleine nicht die gesamten Kosten vorstrecken. Zum anderen lernen sich die Parteien kennen, die fortan dasselbe Grundstück bewohnen. Wenn die Chemie stimmt, hilft das der zukünftigen Wirtschaftlichkeit. Der Bauherr kann aber auch eine Hälfte errichten und nachträglich einen Partner suchen, der die zweite Hälfte dazu stellt. 

Anders als Doppelhäuser errichten Privatpersonen in der Regel keine Reihenhäuser. Bauträger kaufen ein Grundstück und bieten die Häuser während der Planungsphase auf dem Markt an. Auch im Fall von Doppelhäusern entspricht der Kauf während Planungs- oder Bauphase eher dem Standard-Vorgehen.

Smart finanziert - Förderungen für ökonomisch ökologisches Bauen

Ob Bau oder Kauf: Finanzieren lässt sich die Anschaffung von Wohnimmobilien zur Eigennutzung beispielsweise durch den Wohneigentumsförderkredit der KfW-Bank.

Zusätzliche Kredite gibt es bei der KfW für Energieeffizienzprojekte. Immobilien mit Solarstrom, Regenwasseraufbereitungsanlage, Wärmedämmung inklusive mehrfachverglaster Fenster und Restwärmerückgewinnungsheizungen zahlen sich aus.

Entsprechende Bauten kosten um die 450.000 Euro, sodass die Förderung oft der einzige Finanzierungsweg ist. Beim Bau in Eigenregie sind die genannten Nachhaltigkeits- und Energieeffizienzfaktoren unbedingt zu berücksichtigen.

Alte Reihen- und Doppelhäuser - durch Sanierung noch ökologischer

Wer längst Besitzer eines Doppel- oder Reihenhauses ist, kann dessen Ökologie durch Sanierung maximieren. Bei ökonomischen Bauformen wie diesen bietet sich die Energieeffizienzsanierung an. Die Basis für mehr Bauökologie bringen die beiden Formen aus sich heraus nämlich mit. Wie schon Neubau und Erwerb fördert die KfW-Bank auch die circa 70.000 Euro teure Sanierung. Staatliche Förderungen belaufen sich auf um die 20.000 Euro.

Tags: Planung
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