Lästiges Schwitzwasser an Fensterscheiben kann eine kleine Heizung verhindern
Ratgeber

Durchblick dank Fensterheizung

Autor:
Redaktion

Nasse Handtücher auf dem Fensterbrett sind Vergangenheit. Mit unauffälligen Scheibenheizungen bleiben Fenster trocken. Und Schimmel hat keine Chance.

Jeder kennt das Phänomen: Kaum nähert sich die Quecksilbersäule im Thermometer dem Nullpunkt, sind morgens die Scheiben beschlagen. Zuerst bildet sich darauf feiner Nebel, dann bei niedrigeren Temperaturen Eiskristalle. Was als Sichtbehinderung beginnt, wächst sich auf Dauer zum echten Ärgernis aus. Schimmel entsteht direkt am Fensterrahmen und manchmal sogar an angrenzenden Wänden.

Schwitzwasser durch Temperaturunterschiede

Ob sich Schwitzwasser an Scheiben bildet, hängt zunächst von den Temperaturen an den Fensterflächen innen und außen ab. Je größer der Unterschied, desto eher schlägt sich die Luftfeuchtigkeit innen am Fenster nieder. Sogar bei neuen Fenstern. In Küchen und Bädern entsteht das auch als Kondenswasser bezeichnete Nass durch Wasserdampf vom Kochen oder Duschen. In kleinen Schlafzimmern reicht aber auch schon die Atemluft. Stärkeres Kondensat-Risiko besteht auch bei Dachfenstern, denn sie bieten der Witterung mehr Angriffsfläche. Um Kondensat und Schimmelpilz zu vermeiden, ist die Raumtemperatur so konstant wie möglich bei 21 Grad Celsius zu halten.

Tausche Luftfeuchtigkeit gegen Sauerstoff

Oft hilft es, regelmäßig zu lüften, wenn sich über Nacht Schwitzwasser bildet. Aber aufgepasst: zu wenig Frischluft begünstigt Schimmel, zu viel treibt die Heizkosten in die Höhe. Oder die Stromrechnung, wenn dauerhaft ein Entfeuchter läuft. Mehrmals am Tag Stoßlüften, statt sie dauernd gekippt zu lassen, das empfehlen Fachleute. Wer mit Durchzug nicht weiter kommt, für den naht Rettung in Form einer Fensterheizung. Sie erhöht die Oberflächentemperatur der kalten Bereiche an den Scheiben. Es gibt die elektrische Wärmequelle in verschiedenen Ausführungen: So klebt das Kabel entweder direkt (Scheibenheizung) oder in einer Leiste (Heizleiste) am Rand der Scheibe.

Scheibe oder Leiste, Hauptsache trocken

Wo beim Auto feine Heizgitter die ganze Scheibe durchziehen, braucht es im Haus pro Fenster nur ein einziges feines, dezentes Kabel. Mit seinen gerade einmal 3,8 Millimetern Durchmesser fällt es kaum auf. Wer die kleine Wärmequelle eigenhändig anbringen will, misst den Umfang der Fenster, also zweimal Höhe, zweimal Breite und fügt zehn Zentimeter für den Anschluss dazu. Dann wird das Modell ausgewählt, in dessen Längen-Kategorie das Fenster fällt. Im Set liegen alle benötigten Kabel und Verbindungen. Um die Heizung für die Montage vorzubereiten, sind aber zusätzlich noch Werkzeuge wie Ab-Isolierer, Seitenschneider, Kreuzschlitz- und Flachschraubenzieher bereit zu legen. Die Scheibe muss vor der Montage gesäubert und vollständig abgetrocknet werden, sonst hält der Kleber schlecht.

Nichts mehr zu sehen

Wer die 3,8 Millimeter Kabel zu auffällig findet, lässt sie in einer Aluleiste am Scheibenrand verschwinden. Oder öffnet bei Mehrfachverglasung eine Scheibe und versteckt die smarte Heizung zwischen den Gläsern. Den Job sollte allerdings der Fachmann übernehmen.

Die einfachere Methode wählt, der eine Heizleiste an den Rahmen klebt. Die Leiste, die bei Gebrauch sichtbar angebracht ist, kann danach abgezogen und bis zum nächsten Herbst verstaut werden. Einzig die verbleibenden Cliphalterungen lassen dann noch ahnen, dass das Raumklima hier sonst Hilfe bekommt. Zu reinigen sind die Fensterrahmen durch einfaches Abnehmen der Heizung. Die leichte Demontage schätzen auch Mieter, die bei Auszug die Wohnung in den alten Zustand zurückversetzen müssen.

Ist die Heizung erst installiert, läuft sie, solange sie Strom bekommt. Wer Energie sparen möchte, nutzt eine Zeitschaltuhr oder kauft zusätzlich eine klimaaktive Steuerung, die bei Nichtbedarf automatisch abschaltet.

Tags:
Gewerke:ElektrikerGlaser

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