Wie am Heizkörper kann auch in der Dusche ein Thermostat für die richtige Temperatur sorgen
Ratgeber

Dusche mit Thermostat - Funktionsweise

Autor:
Redaktion

Ein Thermostat verhindert Wechseltemperaturen in der Dusche. Um zu verstehen wie, muss seine Funktionsweise unter die Lupe genommen werden.

Für Wechselduschen sind Druckschwankungen verantwortlich

Statt angenehm warmem Wasser ergießt sich in der Dusche plötzlich eiskaltes? Solche Temperaturschwankungen während des Duschens entstehen durch Druckschwankungen in den Wasserleitungen.

Grund für solche Druckunterschiede: An einer Wasserleitung hängen in der Regel mehrere Sanitärvorrichtungen. Wenn Dusche und Toilette über dieselbe Leitung laufen, entstehen während der Betätigung der Toilettenspülung in der Dusche daher Druckveränderungen. Diese Druckveränderungen lassen für den Duschenden ein Wechselbad der Temperaturen entstehen. Ein Thermostat in der Dusche kann diesbezüglich Abhilfe schaffen.

Thermostat in der Dusche schafft Abhilfe

Die Thermostatarmatur soll Druckunterschiede ausgleichen und eine vorher eingestellte Temperatur mit Konstanz halten. In der Regel ist eine gemischte Brausebatterie Basis für die Funktionsweise des Thermostatventils. Das heißt, dass im Inneren der Armatur ein von warmem und kaltem Mischwasser umspülter Regler enthalten ist.

Dieser Regler reagiert auf Temperaturänderungen mit einer proportionalen Längenänderung. Wenn sich die Zuflussbedingungen in das Thermostat in Wassermenge oder Wassertemperatur verändern, schließt oder öffnet das Thermostatventil einen Schlitz für Warm- oder Kaltwasser. Die Temperatur des ausgegebenen Wassers ist so auch dann konstant, wenn die des eingehenden Wassers Schwankungen unterliegt.

Meist runden eine Wasserknopftaste mit Durchflussbegrenzung auf 50 Prozent und eine Temperatursperre bei 38 Grad Celsius die Funktionsweise ab. Anders als Armaturen ohne Thermostat muss das Wasser damit nicht vorwärmen. Man kann es direkt mit der eingestellten Temperatur entnehmen, was energietechnische Vorteile bringt.

Aber Vorsicht vor qualitativ minderwertigen Thermostatarmaturen, die Druckschwankungen nicht befriedigend korrigieren. Keramikventile können ein Hinweis auf Qualität sein, da sie eine hohe Temperaturbeständigkeit aufweisen.

Funktionsweise durch gekonnte Justierung richtig nutzen

Mit einem qualitativen Thermostat sind Wechseltemperaturen in der Dusche zukünftig Schnee von gestern. Das gilt aber nur, wenn der Nutzer die richtigen Temperaturen fachgerecht einstellt und gekonnt justiert. Duschen mit Thermostatarmaturen können gewöhnungsbedürftig sein, weil das Ventil exakter und sofortiger auf Temperatureinstellungen reagiert als andere Armaturen. Daher nur vorsichtig verstellen. 

In der Regel lassen sich die Temperaturen über die Regeleinheit zwischen 20 und 50 Grad Celsius festlegen. Um 39 Grad überschreiten zu können, den Sicherheitsknopf betätigen, der vor Verbrühungen schützen soll. Die empfohlenen Temperaturen für Dusch- und Badewasser liegen bei maximal der Körpertemperatur, das heißt zwischen 32 und 39 Grad Celsius.

Prinzipiell gilt: Die eingespeiste Warmwassertemperatur muss deutlich über der gewünschten Abgabetemperatur liegen. Als Mischbatterie mischt die Thermostatarmatur immer kaltes und warmes Wasser, greift so also nie auf nur eins von beidem zurück. Daher muss der Kaltwasserzufluss deutlich kälter sein, als die maximal erwünschte Temperatur der Kaltwasserabgabe. Für den Warmwasserzufluss gilt dasselbe.

Tipp: Wenn die Wunschtemperatur gefunden ist, kann sie für alle zukünftigen Duschgänge gehalten werden. Dazu bei eingestellter Temperatur die Kappe am Wärmereglerknopf abnehmen. Danach die Schraube daran lösen, Knopf aufsetzen und Schraube anziehen. Abschließend kehrt die Kappe an ihren Bestimmungsort zurück und für die Wunschtemperatur ist gesorgt.

Tags: Dusche
Gewerke:Installateur und Heizungsbauer

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