Gemüsegarten auf bequemer Höhe: Auf dem Tischbeet lassen sich bequem Flachwurzler wie Zwiebeln, Kräuter und Salate ziehen
Ratgeber

Eigene Ernte – frisch vom Tisch

Autor:
Tanja Müller

Der private Gemüsegarten erfährt just mit dem Trend zur gesunden, regionalen Ernährung ein Comeback. Komfortabel ist das Gärtnern auf Tischbeeten.

Sie brauchen kaum Platz, lassen sich leicht anlegen, kommod pflegen und versprechen reiche Ernte – Tischbeete. Richtig gelesen, jetzt gärtnern wir auf dem Tisch, genauer in erhöhten Pflanzkästen auf vier Beinen. Analog den just immer beliebter werdenden Plantboxen fürs Wohnzimmer setzen ihre Outdoorkollegen nun zur Eroberung von Terrassen und Balkonen an.

Tischbeete bequem beackern

Urban Gardening heißt der Trend. Immer mehr Menschen in den Städten wollen ihr eigenes Gemüse anpflanzen. Doch der begrenzte Raum fordert neue Anbaumöglichkeiten. Ob auf dem Balkon, im Hinterhof oder im Garten – für ein Tischbeet findet sich immer ein Eckchen. Die kompakten unter den Hochbeeten machen Schluss mit dem Bücken und auf den Knien arbeiten. Tischbeete sind einfach und bequem zu beackern, vor allem Rückenfreundlich im Stehen. Und die hohen Beine haben noch einen weiteren Vorteil: Schnecken, Nager und andere Fressfeinde des heimischen Gemüses können diese nicht erklimmen.

Auf Stabilität achten

Der geschickte Heimwerker kann die Beete auf Beinen selbst aus Holz bauen. Aber stabil müssen sie sein. Also besser schon bei der Konstruktion daran denken, dass diese ihr eigenes Gewicht und zusätzlich die bepflanzte Fläche inklusive nassem Substrat und Pflanzen tragen muss. Der Handel bietet Tischbeete auch fertig montiert aus Holz, Aluminium oder Kunststoff an. Es gibt sogar mobile Varianten auf Rollen, die sich zum Beispiel zum Vorkeimen an einen sonnigen Standort schieben lassen. Für die Pflege hat der Handel inzwischen spezielle Gerätschaften wie kurzstielige Jätekrallen parat.

Wie ein überdimensionierter Balkonkasten

Als ideal gilt ein windgeschützter und sonniger Standort. Da Tischgärten deutlich weniger Volumen als klassische Hochbeete fassen, kommen sie im Grunde wie Balkonkästen mit Pflanzenerde aus. Das fordert aber eine strenge Disziplin beim Gießen, damit das liebevoll gepflanzte Grün nicht vertrocknet oder womöglich nasse Füße bekommt. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt eine Drainage zum Abfließen von Gieß- und Regenwasser.

Ideales Beet für Flachwurzler

Das geringe Erdvolumen begrenzt auch die Bepflanzung. Sprich: Auf dem Tischbeet gedeihen nur flach wurzelnde Gewächse wie Spinat, Zwiebeln, Radieschen, Kräuter, Tomaten und viele Salate. Sie begnügen sich mit gut 30 Zentimeter Tiefe. Die Wurzeln von Bohnen, Möhren, Gurken, Erbsen und Paprika kommen hingegen mit 50 Zentimeter tiefem Grund zurecht Höherwachsende Pflänzchen setzt der Tischgärtner in die Mitte, kleinere drum herum, damit alle genug Licht bekommen.

Schneller ernten, aber viel gießen

Die Schmalseiten bieten sich für Dauerkulturen wie Schnittlauch oder Erdbeeren (häufig tragende Sorten) an. Ist etwas abgeerntet, besser gleich nachpflanzen oder -säen. Dann bleibt der Tischgarten bis in den Herbst hinein schön grün. Da sich die Beete auf Beinen durch die Sonneneinstrahlung viel fixer erwärmen als ihre bodenebenen Verwandten, reifen Obst und Gemüse schneller. Aber es muss auch häufiger gegossen werden. Das kann allerdings auch eine automatische Beregnungsanlage übernehmen. Bei qualitativ gutem Substrat reicht die Beigabe von organischem Dünger zumeist im zweiten Jahr.

Tags:
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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