Hochbeete aus Stein schützen Pflanzen vor Schädlingen.
Schritt für Schritt

Ein Hochbeet aus Stein - Schritt für Schritt angelegt

Autor:
Redaktion

Ein Hochbeet schützt vor Schädlingen, denn einige empfinden den Höhenunterschied als abschreckend. Neben Holz können Hochbeete auch aus Stein sein.

Ein steinernes Hochbeet bietet dem Hobbygärtner, verglichen mit der Holzvariante, vor allem den Vorteil der Widerstandsfähigkeit. Stein ist relativ unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Wetterlagen. Anders als auf Holz bildet sich auf Stein kein Schimmel und bei weniger Pflegeaufwand ist das Beet von längerer Dauer. Das gilt sowohl optisch, als auch hinsichtlich der Lebensspanne.

Aus optischen Gründen bauen die meisten Hobbygärtner mit Naturstein. Günstiger ist die Gartengestaltung mit Gabionen. Auch Bausätze für Hochbeete kommen infrage. Ein Budget von einigen hundert Euro und Arbeitszeit von etwa einem Tag ist für dieses Vorhaben einzuplanen.

1. Die Standortwahl für ideales Wachstum

Der richtige Standort für das Hochbeet ist abhängig vom Pflanzvorhaben. Kräuterbeete erfordern zum Beispiel meist einen sonnigen Standort. Im Allgemeinen empfiehlt sich eine Nord-Süd-Ausrichtung. Auf jeden Fall den Platz und die Pflanzmaße bedenken.

Das Hochbeet sollte relativ frei stehen, da es optisch sonst nicht wirkt. Ist der Standort definiert, unbedingt die genauen Maße bestimmen, um genügend Steine kaufen zu können. Für Bausätze ist das Ausmaß minder relevant und der Gartenbesitzer muss lediglich eine freie Fläche in den Bausatzmaßen finden.

2. Das Fundament der Steinmauer

Gerade aus Stein bringen Hochbeete ein nicht zu unterschätzendes Eigengewicht mit. Ein Fundament sorgt dafür, dass das Erdreich unter der Belastung nicht einsackt und Regenfall das Erdreich nicht fortschwemmt.

Dazu etwa 50 Zentimeter tief die Beetfläche ausstechen und eine Tragschicht aus Kies einbringen. Diese Schicht mit einer Rüttelplatte verdichten. Wer sich nicht an einer unwiderruflichen Platzvergabe stört, kann zusätzlich Beton einbringen. Dabei die Schalbretter nicht vergessen.

3. Die erste Steinreihe für das Hochbeet

Auf das Fundament setzt der Hobbygärtner die erste Reihe Steine, die aus sogenannten horizontalen "Läufern" besteht. Dazu flache und breite Steine verwenden, die mit Fugen von etwa einem Zentimeter nebeneinander liegen. Mörtel darf als Bindemittel Einsatz finden. Die Ecksteine mit einem Fäustel in die gewünschte Form bringen und nicht rechtwinklig, sondern in einem 20-Grad-Winkel bauen.

Diese erste Reihe mit Sand bestreuen. Bei Gabionen erst die Körbe aufbauen, danach diese Körbe mit Steinen nach Wahl befüllen. Bausätze hingegen einfach auf der Fundamentfläche errichten.

4. Die Folgereihen aus Stein

Insgesamt sollte ein Hochbeet zwischen 60 und 120 Zentimetern hoch sein. Deshalb auf die erste Steinreihe etwa sechs bis zehn weitere Reihen setzen. Achtung, der obere Stein überlappt immer den darunter liegenden je um etwa ein Drittel seiner Länge. Auch die sogenannten "Binder" nicht vergessen, diese sorgen, vertikal eingebracht, für die Beetstabilisierung. Für Bausätze und Gabionen ist dieser Schritt irrelevant.

5. Die Füllung zur optimalen Nährstoffversorgung

Das Hochbeet erhält nach Fertigstellung des Grundgerüsts innen eine Folienverkleidung. Sie sorgt dafür, dass das jetzt einzufüllende Erdreich im Beet bleibt. Hochbeete sind eigene Ökosysteme, die optimale Nährstoffversorgung bieten sollen. Daher nicht einfach mit Erde anfüllen. 

Die erste Füllschicht besteht aus groben Ästen und Zweigen. Darauf bringt der Hobbygärtner Strauchschnitt und Grasnarbe auf. Hierauf findet grobe Komposterde Platz. Die letzten beiden Füllschichten sind immer Humus oder Blumenerde.

6. Die Bepflanzung des Ökosystems

Um das Hochbeet zu bepflanzen, Stauden oder höhere Pflanzen außen setzen. Blumen oder Bodendecker liegen innen. Die Pflanzenwahl bleibt dem Gartenbesitzer überlassen. Aber Achtung vor Pflanzen, die zu Nitratanlagerung neigen: Durch die nährstoffreiche Befüllung kann es zu Überversorgung kommen. In den ersten drei Jahren daher keine nitrateinlagernden Gewächse pflanzen.

7. Die Bewässerung als Herzstück der Pflege

Durch den Abbau der unteren Schichten sackt das Hochbeet in den ersten Wochen ein. Daher Blumenerde oder Humus nachfüllen. Für die zukünftige Pflege ist die Bewässerung der wichtigste Punkt. Schichtbefüllte Beete trocknen schneller aus, was eine großzügige Wasserversorgung erfordert.

Tags: Gartenplanung
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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