Die Bedingungen für das viel diskutierte Baukindergeld wurden ein Jahr nach Einführung angepasst.
Ratgeber

Ein Jahr Baukindergeld: erste Änderungen

Autor:
Redaktion

Kaum gab die Bundesregierung grünes Licht für das Baukindergeld, schon traten erste Neuerungen in Kraft. Was Eltern als Bauherren wissen sollten.

13 Jahre ist es her, da beschloss die Regierung das Ende der Eigenheimzulage. Um wieder mehr deutschen Familien beim Bau oder Erwerb von Wohneigentum zu unterstützten, wurde 2018 das Baukindergeld eingeführt. Nun mündeten die ersten Erfahrungen in Neuerungen, Präzisierungen, Ausschlüsse und Fristverlängerungen ein (siehe unten). Das Wesentliche vorweg:

Wie hoch ist das Baukindergeld?

Die Gesamthöhe beträgt 12.000 Euro je Kind. Ausgezahlt wird die Summe in zehn Jahresraten à 1.200 Euro. Dabei darf das zu versteuernde Haushalts-Einkommen 75.000 Euro plus 15.000 Euro je Kind nicht überschreiten (bei einem Kind pro Haushalt sind dies maximal 90.000 Euro). Das Baukindergeld kann mit weiteren KfW-Förderkrediten und Zuschüssen wie etwa den Fördermitteln zur energetischen Sanierung kombiniert werden.

Weiß-blauer Geldsegen: Wer in Bayern lebt, kann das sogenannte Baukindergeld Plus über zehn Jahresraten à 1.500 Euro beantragen. Zusätzlich gibt es eine Eigenheimzulage, die tatsächlich so heißt wie früher, in Höhe von 10.000 Euro.

Wer kann Baukindergeld beantragen?

Einen Antrag auf Baukindergeld kann jede Familie stellen, die im laufenden Jahr gekauft, den Bau begonnen oder die Baugenehmigung erteilt bekommen hat. Das Baukindergeld kann jedoch erst nach dem Einzug beantragt werden. Zu beantragen ist es bei den KfW-Förderbanken.

Voraussetzung: Im Haushalt muss mindestens ein Kind unter 18 Jahren leben, für das ein Elternteil Kindergeld erhält. Das Kind kann leiblich oder adoptiert sein. Bei dem Eigenheim muss es sich um die einzige von der Familie genutzte Wohnimmobilie handeln.

Was ist neu beim Baukindergeld?

Im Mai 2019 traten mehrere Änderungen in Kraft. Die wichtigsten:

  • Antragsfrist-Verlängerung. Die KfW gibt Familien 6 statt 3 Monate nach Einzug Zeit, den Antrag zu stellen.
  • Verwandte sind ausgeschlossen. Ob erwachsene Kinder, Großeltern, Tanten oder Onkel: Anträgen von Verwandten für deren Eigentumskäufe oder Eigentums-Übertragungen untereinander wird nicht mehr stattgegeben.
  • Rück-Erwerb wird nicht gefördert: Befand sich das Zuhause früher einmal im Eigentum eines Haushaltsmitglieds, wird der Rückerwerb nicht gefördert.
  • Meldebescheinigung beim Kauf der (bisherigen) Mietwohnung: Wer seine bislang gemietete Wohnung kauft, muss ab jetzt bei der Antragstellung eine Meldebescheinigung statt einer Meldebestätigung einreichen. Plus eine formlose Kauferklärung.

Weiterhin kann die KfW zum Antrag zusätzliche Dokumente einfordern – etwa den Grundbucheintrag sowie Dokumente zur Nutzung als Hauptwohnsitz bzw. alleinigem Wohnsitz, zu Miteigentümern etc.

Tipp: Weitere Informationen zum Baukindergeld (Zuschussprogramm 424) finden sie hier.

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