Beim Lasieren lassen sich individuelle Effekte und Farbverläufe realisieren
Schritt für Schritt

Eine Wand lasieren - Anleitung

Autor:
Redaktion

Beim Lasieren einer Wand erfolgt das Auftragen auf den Untergrund mit durchscheinender Farbe. Dabei lassen sich mit Anleitung tolle Effekte umsetzen.

1. Werkzeuge und Materialien zum Lasieren

Eine Dispersionsfarbe dient beim Lasieren als Grundierung. Daneben kommen Wasser und Lasurbinder in einem Verhältnis von 5:1 oder 6:1 zum Einsatz. In dieses Gemisch kommt ein Farbpigmentkonzentrat. Hinweise zur Verwendung gibt hierbei auch die Packungsanleitung. Das Auftragen der Lasur erfolgt mit einer Lasurbürste. Für spezielle Effekte wie Tupf- oder Wickeltechnik kommen außerdem Schwämme und Lappen zum Einsatz.

2. Eine geeignete Wand wählen

Den besten Effekt beim Lasieren erzielt man auf einem ebenmäßigen weißen Untergrund, weil dieser das Licht am besten reflektiert. Ideal als Untergrund sind Kalkputz oder Kalkzementputz. Die Wand ist vor dem Lasieren auf Saugfähigkeit zu prüfen: Zieht mit der Lasurbürste aufgetragenes Wasser schnell ein, ist die Wand stark saugfähig. Die Verdünnung fällt in diesem Fall stärker aus. Perlt das Wasser ab, saugt sie die Feuchtigkeit nicht zu stark auf und eine geringe Verdünnung ist anzuraten.

3. Die Vorbereitung der Wand

Besteht die Oberfläche der Wand aus Gipsputz oder Gipskartonplatten, erlegt man das Verputzen mit Kalkputz vor dem Lasierent. Dispersionsfarbe, vorzugsweise in weiß, dient als Grundierung. Alternativ kann farbige Dispersionsfarbe verwendet werden, auf die man die Lasurschichten aufträgt.

4. Anrühren der Farbe

Zuerst steht das Vermischen zwischen Lasurbinder und Wasser an. Je höher der Lasurbinderanteil, desto abriebfester ist die Lasur. Bei stark Wasser ziehenden Wänden ist eine wässrigere Mischung anzuraten. Anschließend kommen die Farbpigmente ins Wasser-Lasurbinder-Gemisch, beginnend mit den hellsten Pigmenten.

5. Anleitung zum Lasieren

Die Anleitung zum Lasieren ist einfach: Schnelles Arbeiten in Achten mit der Lasurbürste ergibt ein gleichmäßiges Bild. Die Arbeit ist nass in nass. Die Lasurfarbe erfordert ständiges Umrühren. Je nach gewünschter Deckkraft ist nach dem Trocknen eine zweite oder dritte Schicht erforderlich. Diese Schichten können je nach gewünschtem Effekt mit abgestuften Farben erfolgen. Einer der großen Vorteile der Lasurtechnik ist, dass unendlich viele Ton-in-Ton-Lasuren realisiert werden können.

6. Wandgestaltung mit verschiedenen Effekten

Neben einer einfarbigen Wand bietet sich beim Lasieren eine kreative Raumgestaltung an. Die Wischtechnik mit der Lasurbürste erlaubt individuelle Farbspiele mit zarten Farbverläufen. Eine punktartige Struktur entsteht bei der Tupftechnik durch das Betupfen der Wand mit einem Naturschwamm. Bei der Wickeltechnik wird ein fusselfreier Lappen zusammengedrückt und mit Lasurfarbe über die Wand gerollt.

Eine Wandlasur lohnt sich für alle, die besondere Effekte an ihre Wände zaubern möchten. Lasieren erfordert mehr Arbeitsschritte als Streichen mit Dispersionsfarbe. Das Ergebnis sind changierende Farben und fein abgestufte Farbverläufe.

Tags: Wandgestaltung
Gewerke:Maler und Lackierer

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