Ein starke Rückschnitt gehört in die Hände eines Fachmannes
Schritt für Schritt

Einen Baum kürzen - die richtigen Schritte

Autor:
Redaktion

Das Kürzen eines Baumes unterliegt einigen gesetzlichen Regelungen. Ein massiver Rückschnitt muss daher genau geplant werden.

1. Umfang der Arbeiten festlegen

Ein Rückschnitt zur Baumpflege ist unproblematisch. In vielen Fällen genügt es, regelmäßig einen fachgerechten Schnitt zur Gesunderhaltung des Baumes durchzuführen. Dieser reicht vom Auslichten der Krone bis zum Kürzen von Ästen, die aus der Krone herauswachsen.

Ein solcher Schnitt ist zu jeder Jahreszeit erlaubt und ohne Genehmigung einer Behörde. Ein radikaler Rückschnitt dagegen ist fast immer genehmigungspflichtig. Daher ist es wichtig, den Umfang der notwendigen Arbeiten zu kennen.

2. Gesetze und Genehmigungsverfahren beim Kürzen von Bäumen

Ist ein radikaler Rückschnitt geplant, kann der § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes  (BNatSchG) greifen. Er verbietet das Fällen und Kürzen in der Zeit vom 1. März bis 30. September. Dieses Gesetz betrifft aber keine Bäume in Gartenanlagen. Ein Antrag bei der Naturschutzbehörde ist daher selten nötig.

Ferner regeln Baumschutzsatzungen der Gemeinden den Zeitraum, wann das Stutzen erlaubt ist und auch den Umfang der Maßnahmen. Ein Antrag bei der Gemeinde, mit einer Begründung für das Kürzen ist nötig. Diesem sollten Fotos des betreffenden Baumes zugefügt werden. Die Gemeinden verlangen meist eine Ersatzpflanzung, auf dem Grundstück oder eine Ausgleichsabgabe, um einen Baum auf dem Gelände der Gemeinde anzupflanzen.

3. Maßnahmen bei sehr alten Bäumen

Handelt es sich um eine 300 Jahre alte Eibe oder 400-jährige Buche, steht der Baum meist als Naturdenkmal unter dem Denkmalschutzgesetz. Ein Antrag beim entsprechenden Landesamt ist nötig. Diese Behörde erlaubt das Kürzen nur unter bestimmten Bedingungen und Auflagen.

Der Wert des Baumes wird höher geschätzt, als in den Baumschutzsatzungen. Unter Umständen verbietet das Amt für Denkmalschutz eine Maßnahme, welche die Gemeinde billigt.

4. Sicherheitsaspekte bei den Arbeiten am Baum beachten

Das Kürzen großer Äste ist ein umfangreiches und gefährliches Unterfangen. Wer einen Führerschein für die Motorsäge hat, ist noch lange nicht kompetent, diese Arbeiten durchzuführen. Es ist darauf zu achten, dass die Äste nicht auf Häuser oder die angrenzenden Straßen fallen.

Unter Umständen muss die Polizei öffentlichen Verkehrsraum sperren. Der Rückschnitt ist daher zeitlich genau zu planen, um entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu koordinieren.

5. Zurückschneiden der Krone

Jeder größere Rückschnitt muss durch einen Fachmann erfolgen. Die Arbeitskräfte brauchen einen festen Stand bei der Arbeit, eine geeignete Sicherung vor Abstürzen und herabfallenden Ästen.

Außerdem dürfen weder unbeteiligte Menschen noch Sachen gefährdet werden. Dabei ist auch die Statik des Baumes zu berücksichtigen. Angesägte Äste dürfen nicht plötzlich abrechen. Ein solcher Bruch beschädigt den Stamm.

Baum fällen: was kostet es?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir auf unserer Themenseite rund um die Baumfällung.

Tags: Baum
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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