Ein eigener Brunnen im Garten ermöglicht die Beförderung von Grundwasser
Schritt für Schritt

Einen eigenen Brunnen bohren - Schritt für Schritt

Autor:
Redaktion

Im eigenen Garten einen dekorativen Brunnen zu bohren, ist überaus praktisch. Allerdings setzt der Brunnenbau eine sorgfältige Planung voraus.

1. Den eigenen Brunnen sorgfältig planen

Bevor der Grundstücksinhaber seinen eigenen Brunnen bohren kann, muss er vorab zwei Dinge abklären: Zum einen, wo auf dem Grundstück und in welcher Tiefe sich das Grundwasser befindet. Wo Wasser vorhanden ist, kann der Gartenbesitzer durch Testbohrungen ermitteln.

Zum anderen muss er sich bei der zuständigen Behörde vorab erkundigen, ob eine Genehmigungspflicht für sein Bauvorhaben besteht. Je nach Gemeinde und Bundesland gelten unterschiedliche Richtlinien, welche es einzuhalten gilt. Die Behörde kann sagen, wie tief die Bohrung erfolgen muss, um Grundwasser zu fördern. 

2. Brunnenringe und Erdbohrer

Ist das Rechtliche abgeklärt und steht die Tiefe des Brunnens fest, muss der Heimwerker Geräte und Materialien besorgen. Um einen Nutzbrunnen zu bohren, ist der Erdbohrer das wichtigste Arbeitsgerät. Hier kann der Brunnenbauer entscheiden, ob er mit Muskelkraft oder bequemer mit einem motorbetriebenen Brunnenbohrer arbeitet.

In der Praxis haben sich Brunnenringe von sechzig Zentimeter Höhe und hundert Zentimeter Durchmesser bewährt. Diese gibt es mit und ohne Steigeisen, wobei letztere für den Bedarfsfall die bessere Wahl ist. Beispielsweise werden für acht Meter Brunnentiefe sechszehn Ringe benötigt.

3. Das Brunnenloch für einen Schachtbrunnen bohren

Nun setzt der Bohrer auf dem vorgegrabenen Loch an. Im Uhrzeigersinn muss sich dieser komplett bis zur Bohrspindel ins Erdreich eindrehen. Der Erdbohrer lässt sich durch Aufstecken weiterer Gestänge verlängern. Um den eigenen Brunnen perfekt zu bohren, ist es ratsam ohne Druck und langsam bis zur wasserführenden Schicht weiter zu arbeiten. Um sicherzustellen, dass das Wasser nicht wieder abfließt, geht der Bohrer noch einen Meter tiefer nach unten.

4. Die Brunnenringe setzen

Ist das Loch für den Brunnenbau ausgehoben, kommen die Brunnenringe in den Schacht. Dabei ist der erste Ring der wichtigste und muss hundertprozentig gerade sitzen. Erst wenn dieser exakt sitzt, folgen die nächsten Ringe. Hat der Brunnenringturm eine Höhe von circa drei Metern erreicht, wird eine zwei Zentimeter dicke Rollkiesschicht eingefüllt.

Der Kies dient als Filter und bewirkt, dass der Hobbygärtner klares Wasser gewinnen kann. Danach kann der Heimwerker nach und nach die restlichen Brunnenringe auflegen.

5. Den Brunnenrand auffüllen 

Damit der Gartenbesitzer Wasser aus dem eigenen Brunnen fördern kann, braucht er die passende Pumpe. Natürlich hängt diese von der Tiefe des Brunnens ab. Anschließend kann der Brunnenrand ringsherum aufgefüllt werden. Hierfür ist das ausgehobene Erdreich bestens geeignet. Mit Sand verdichtet, mit Mutterboden angereichert und schön bepflanzt, erfüllt er neben der Wassergewinnung einen dekorativen Zweck. 

6. Die letzten Arbeitsschritte

Für den optischen Feinschliff empfiehlt es sich, die herausstehenden Brunnenringe mit Feldsteinen oder Klinkern zu ummauern. Wer eine rustikalere Optik bevorzugt, kann den Gartenbrunnen überdachen und Blumenampeln daran hängen. Auf jeden Fall darf ein Deckel nicht fehlen, damit niemand versehentlich in den Brunnen fällt.

Tags: GartenplanungBrunnen
Gewerke:Brunnenbauer

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