Ratgeber

Einzimmerwohnung clever einrichten

Autor:
Pauline Schneider

Wenn sich Wohn-, Ess-, Arbeits- und Schlafbereich in einem Raum vereinen - Tipps und Tricks, wie jeder Platz optimal genutzt werden kann.

Eine Einraumwohnung einzurichten, ganz gleich ob groß oder klein, bringt einige Herausforderungen mit sich. In ein 30m²-Apartment alles Nötige hineinbekommen, Platz gekonnt ausnutzen oder sich nur auf das absolut wesentliche zu beschränken– keine unbekannten Probleme für Bewohner der Einzimmerwohnung.

Doch mit einigen Tricks lässt sich auch diese einfach in klare Bereiche unterteilen, sich so effizient wie möglich nutzen und gleichzeitig eine gemütliche Wohlfühloase sein.

Ordnung ist die halbe Miete

Neben ausgeklügelten Regalsystemen und cleveren Schrankwänden ist ein Punkt wichtiger als alle anderen: Ordnung halten. In einer Einzimmerwohnung hat das oberste Priorität. Schon durch Schuhe neben der Eingangstür, einen Geschirrstapel in der Küche oder Klamotten über dem Sessel, wirkt der Raum schnell unordentlich und beengend.

Aufräumen wird deshalb eine Daueraufgabe. Hier gilt: Ungenutzte Dinge wegwerfen und genutzte Dinge nach dem Gebrauch sofort wieder einräumen. Hier helfen hübsche Kisten oder Körbe, in denen sich kleiner Schnickschnack versteckt, damit die Wohnung immer einen aufgeräumten Eindruck macht. Erst dann kann die gut durchdachte Einrichtung ihre Vorzüge entfalten.

Wandfarben und Bodenbeläge

Die richtigen Farben erledigen schon einen großen Teil der Arbeit. Generell lautet die Devise: Helle Farben an der Wand lassen einen Raum großzügiger wirken und tragen sie zu einem Gefühl der Weite bei. Endet bei einer farbigen Wand der Anstrich einige Zentimeter vor Deckenbeginn, kann so zusätzlich die Höhe des Raumes optisch gestreckt werden. Soll die Höhe der Decke niedriger wirken, hilft es, sie in einer dunkleren Farbe als die Wände zu streichen.

Der Bodenbelag kann großen Einfluss auf die Unterteilung der verschiedenen Bereiche haben. So impliziert ein flauschiger Teppich Schlaf- oder Wohnzimmer und Fliesen grenzen die Küche klar vom Rest der Wohnung ab.

Ein Hochbett spart Platz

Ein alt bewehrter, aber nach wie vor wirksamer Trick zum Platzsparen ist das Hochbett. Ohne Rutsche oder Schlosstürmchen wirkt dieser Klassiker nicht nur im Kinderzimmer Wunder. Den Schlafplatz über Kopfhöhe positionieren, und sofort bleibt deutlich mehr Raum zum Wohnen.  

Außerdem entsteht durch die zweite Ebene im Zimmer eine gemütliche Atmosphäre. Unter dem Bett ergibt sich zum Beispiel eine kuschelige Lese- oder Fernsehecke oder ein geeigneter Ort für den Schreibtisch. In einem so geschütztem Raum lässt es sich gut und entspannt arbeiten.

Kleiner Tipp: Mit einem Treppenregal als Aufstieg zum Bett, werden gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen. Hierfür eignen sich am besten sogenannte Stufenregalsysteme, die individuell an jede Höhe anpassbar sind. Eine Treppe entsteht durch das Aufeinanderstapeln mehrerer quadratische Würfel. Die Außenflächen fungieren als Stufen und der Innenraum bietet eine Menge Staufläche.

Podest als Alternative

Sind die Wände nicht hoch genug für ein Hochbett, kommt ein Podest als gute Alternative in Frage. Zwar braucht es dafür entweder viel handwerkliche Begabung oder einen professionellen Schreiner, doch der Aufwand lohnt.

Eine Erhöhung innerhalb eines Raumes trennt einen Bereich optisch von Rest der Wohnung. Ob sich dieser Ort dann am besten zum Schlafen, Arbeiten oder Ankleiden eignet, ist jedem selbst überlassen.

Neben der optischen Trennung schafft das Podest noch zusätzlichen Stauraum. Wer ganz clever Platz sparen will, versteckt ein Bettgestell auf Rollen unter der Erhöhung und holt es nur nachts zum Schlafen hervor. Außerdem finden dort auch Winterkleider, Gästebettzeug, Putzutensilien und andere sperrige Gegenstände ein gutes Zwischenlager.

Raumtrenner für die Gemütlichkeit

Ein weiterer Klassiker der Einraumwohnung ist ein mittig platziertes Regal, dass den Schlafbereich vom Rest der Wohnung trennt. Ein versteckter Rückzugsort vermittelt ein angenehmes Sicherheitsgefühl und das Bett muss nicht unbedingt an jedem Morgen ordentlich hinterlassen werden.

Auch Paravents oder Vorhänge, fungieren als nützliche Raumteiler. Ein schönes Muster auf dem chinesischen Windschirm oder ein leichter, dünner Stoff für die Gardine teilen ein Zimmer spielerisch und ohne zu harte Grenzen zu schaffen. Beides kann in verschiedensten Mustern, Materialien und Farben für wenig Geld gekauft werden.

Schlafcouch als Bett-Alternative

Auf das gute alte Schlafsofa ist immer Verlass. Und inzwischen geben diese auch um einiges mehr her, als noch vor ein paar Jahren. Zwar empfiehlt es sich, beim Kauf etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um wirklich komfortabel nächtigen zu können, doch wer sich davor nicht scheut, kann auf ein herkömmliches Bett verzichten. Sobald sich der Schlafplatz dann in ein schickes Sofa verwandelt, wird aus einer Einzimmerwohnung, die alle Bereiche vereint, im Nu ein großzügiges Wohnzimmer.

Doch auch wer ein herkömmliches Bett für sich bevorzugt, liegt mit einem Schlafsofa nie falsch. So gibt es immer spontan ein freies Plätzchen, wenn der beste Freund einen Unterschlupf braucht oder ein kurzer Familienbesuch ansteht. Und auch für den Film-Marathon mit der Clique kommen die eigenen vier Wände, dank eines bequemen Sofas, öfter in Frage.

Wäscheständer unter der Decke

Steht in einem kleinen Raum ein bis zwei Mal die Woche ein Wäscheständer herum, war es das mit dem gemütlichen Ambiente. Doch ein sogenannter Deckentrockner löst dieses Problem und zeigt sich in Sachen Platzsparen als unschlagbar.

Die Wäsche aus der Maschine holen, aufhängen und dann mit Hilfe einer Fernbedienung oder eines Kettensystems den Ständer bis unter die Decke hochziehen. Dort kann die Wäsche dann in Ruhe trocknen, ohne viel Platz zu rauben und ohne Unruhe in ein aufgeräumtes Zimmer zu bringen. 

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Gewerke:Raumausstatter

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