Neuere Geräte sind energiesparender als alte. Auch die Zeit spielt eine Rolle bei der Energiebilanz
Ratgeber

Energieverbrauch von Spülmaschine & Co. unter der Lupe

Autor:
Redaktion

„Je kürzer die Wasch- oder Spülmaschine läuft, desto weniger Energieverbrauch!“ Ein Irrtum: Am energiesparendsten sind zeitintensive Öko-Programme.

Wer schneller fährt kommt schneller an. Eine ganz einfache Rechnung, wenn die Zeit der einzige Faktor ist. Aber wer schneller fährt, verbraucht auch doppelt so viel Energie. Ebenso verhält es sich mit Schnell- und Kurzprogrammen von Spül- oder Waschmaschinen, die heutzutage sehr beliebt sind. Kürzere Programme sparen nicht gleichzeitig mehr Energie, denn die gleichen Reinigungsergebnisse müssen in kürzerer Zeit erbracht werden.

Neuere Modelle brauchen mehr Zeit

Wer sich schon einmal mit dem Thema befasst hat, konnte sicherlich schon beobachten, dass moderne Waschmaschinen und auch Spülmaschinen pro Waschgang mehr Zeit brauchen als alte Modelle. Die sparsamen Öko-Programme dauern manchmal länger als drei Stunden.

Auf den ersten Blick sieht das wie ein Widerspruch aus. Aber es gibt einige Faktoren, die beim sparsamen Waschen eine Rolle spielen. Bei der Waschmaschine ist es das Waschmittel, die Art und Weise wie sich die Waschtrommel bewegt, die Wassertemperatur und die Zeit. Ändert sich einer dieser Faktoren, wirkt sich das auch auf die anderen Faktoren aus.

Auf die Wirkung des Waschmittels haben die Hersteller kaum einen Einfluss und auch die Mechanik der Maschinen ist heutzutage schon ziemlich ausgereift. Am meisten Energie verbraucht das Aufheizen des Wassers, aber auch die Temperatur lässt sich beim Waschen nicht beliebig senken, denn einige Enzyme im Waschmittel entfalten sich erst bei einer bestimmten Temperatur. Auch schon aus hygienischen Gründen sollte die Waschtemperatur in der Regel nicht unter 40° Grad liegen, damit Keime nicht überleben können.

Ob es lohnenswert ist, eine Waschmaschine an einen Warmwasseranschluss anzuschließen, ist von mehreren Faktoren abhängig. Es komm darauf an, wie das warme Wasser erhitzt wird. Lohnenswert ist dies bei modernen Brennwertheizungen, einer Wärmepumpe oder Solaranlage.

Ein beeinflussbarer Energiesparfaktor bleibt die Zeit: Das Waschergebnis hängt stark davon ab, wie lange ein Waschzyklus dauert. In den letzten Jahren sind die Waschprogramme länger geworden, damit die Wäsche genau so sauber wird wie früher, als die Programme kürzer liefen, aber mehr Energie verbrauchten. Denn ein langer Waschzyklus verbraucht weniger Energie als ein kurzer.

Neuere Geräte sind besser für die Ökobilanz

Eine neue Waschmaschine verbraucht bei einer durchschnittlichen Nutzung jährlich fast 30.000 Liter Wasser und 200 Kilowattstunden Strom sowie neun Kilogramm Waschmittel weniger als eine Maschine vor 25 Jahren.

Obwohl neuere Waschmaschinen weniger Energie verbrauchen haben sie eine höhere Waschleistung als alte Modelle. Eine längere Waschdauer verbessert das Waschergebnis bei niedriger Temperatur und spart bis zu 50 Prozent an Energie ein, das hat die Abteilung für Haushaltstechnik der Universität Bonn in einer Studie zum Thema herausgefunden.

Kurzprogramme sollten nicht zur Gewohnheit werden

In der Öko-Bilanz von Wasch- und Spülmaschine spielt die Bedienung durch den Menschen eine entscheidende Rolle. Die Verwendung von Kurzprogrammen sollte nicht zur Gewohnheit werden, wenn Energie gespart werden soll.  

Tags:
Gewerke:

Das könnte Sie auch interessieren:

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen

Wir verwenden Cookies, um unsere MyHammer Dienste anzubieten, zu schützen und zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit unseren Cookie-Richtlinien einverstanden. Weitere Informationen

Ok