Die Reihenfolge der Sanierungsmaßnahmen ist entscheidend, um den Geldbeutel langfristig zu schonen
Ratgeber

Erst Dämmung, dann Heizung planen: Haus energiesparend sanieren

Autor:
Redaktion

Eine kluge Sanierung ist für manchen Hausbesitzer eine Herausforderung. Was muss zuerst geplant werden, damit die Maßnahme auch Energie spart?

Nicht jedes Haus, das saniert wird, erfüllt dieselben Voraussetzungen und ist vom Zustand her gleich, deshalb gibt es keine feste Regel, was zuerst gemacht werden muss, damit eine Sanierung auch auf energetischer Ebene Sinn macht. Wenn aber sowieso eine Sanierung geplant ist, sollten kluge Hausbesitzer prüfen, ob diese sich mit einer energetischen Sanierung kombinieren lässt.

Austausch der Heizanlage nach spätestens 30 Jahren

Spätestens nach 30 Jahren muss eine Heizung ausgetauscht werden, das schreibt der Gesetzgeber so vor. Dann ist es für den Hauseigentümer Zeit, über sinnvolle Sanierungsmaßnahmen seines Hauses nachzudenken.

Es macht keinen Sinn, nur eine Heizung auszutauschen, wenn beispielsweise die Dämmung der Fassade in den nächsten Jahren sowieso ansteht, weil das Haus nicht gut gedämmt ist. Klug ist, sich an den energetischen Vorgaben der EnEV bei der Sanierung zu orientieren, um das Haus ganzheitlich auf Vordermann zu bringen.

Welche Sanierungsreihenfolge ist sinnvoll?

Stehen mehrere Sanierungsmaßnahmen bei einem Einfamilienhaus an, ist es sinnvoll, mit der Sanierung des Daches zu beginnen. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die oberste Geschossdecke gedämmt sein muss, wenn das Dach nicht gedämmt ist. Muss die Dachhaut erneuert werden, kann im gleichen Zug eine Zwischen- und Aufsparrendämmung eingebracht werden.

Sind die Fenster zu sanieren, kann man das gemeinsam mit der Fassadendämmung planen, damit die Fenster lückenlos in die Dämmschicht der Fassade eingepasst werden können. Falls es sich um einen ungeheizten Keller handelt, macht es Sinn, auch die Kellerdecke dämmen zu lassen.

Ist das Haus nach den Sanierungsmaßnahmen ausreichend gedämmt, sinkt der Energiebedarf und die Heizungsanlage kann auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Gleichzeitig können Hausbesitzer über neue Energiekonzepte in der Heiztechnik nachdenken.

Fördermittel der KfW – ein hydraulischer Abgleich ist Pflicht

Eine gute Dämmung spart 30 bis 40 Prozent an Heizenergie, jährlich können so über 500 Euro an Heizkosten eingespart werden. Die Heizung sollte dementsprechend an die Dämmleistung angepasst werden.

Es lohnt sich hierfür einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen, der zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, aber Voraussetzung für die Fördermittel der KfW-Bank bei der Heizungsmodernisierung ist. Ein Fachhandwerker sollte diese Maßnahme durchführen, wenn die letzte Modernisierungsmaßnahme vorgenommen wurde.

Bis zu 30 Prozent an Förderung steht Hausbesitzern zu, wenn sie den hydraulischen Abgleich durch einen Fachmann durchführen lassen. Ein hydraulischer Abgleich kostet, je nach Zustand der Heizanlage und Größe des Gebäudes, im Schnitt zwischen 600 und 1000 Euro.

Der Fachmann prüft die verschiedenen Komponenten der Heizanlage wie Heizkessel, Pumpe und Thermostatventile auf den Heizbedarf des Gebäudes hin. Durch den hydraulischen Abgleich reduzieren sich die Leistung der Heizungspumpe und die Heizwasser-Vorlauftemperatur. Der Energieverbrauch wird auf diese Weise merklich gesenkt.

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