Die Elemente einer Fußbodenheizung können in den Estrich integriert werden
Schritt für Schritt

Estrich-Schüttung bei Fußbodenheizung in 7 Schritten

Autor:
Redaktion

Eine Fußbodenheizung sorgt für angenehmes Raumklima. In sieben Schritten wird sie in die Schüttung von trockenem Estrich oder Nassestrich integriert.

1. Vorbereitungen zur Schüttung: Planung

Der Schüttung von Estrich auf Fußbodenheizung geht genaue Planung voraus. Wichtig ist vor allem die Wahl des richtigen Estrichs. Bei der Verlegung auf Fußbodenheizung muss die Masse hohe Wärmeresistenz und ebenso eine hohe Wärmespeicherfunktion aufweisen. Zementestrich eignet sich wegen seiner Kapazität, Festigkeit und Resistenz gut für das Vorhaben.

Heizestrich ist in diesem Fall die Verlegeform der Wahl. Es handelt sich dabei um eine Sonderform schwimmender Estrichlegung. Auf eine Dämmschicht folgt eine Deckschicht. Erst auf diese bringt der Heimwerker die Estrichmasse in Nassverlegung oder in Trockenverlegung auf. Für die richtige Integration der Fußbodenheizung erstellt der Bauherr vor Beginn der Arbeiten einen Verlegeplan.

2. Einkauf: Materialbedarf bei Heizestrichverlegung

Als Materialien besorgt der Heimwerker vor der Legung Dämmstoff, PE-Folie, Schutzstreifen für die Wände und eine Gleitlage. Für Trockenverlegung erforderlich sind Estrichgranulate, Holzlatten und eine Richtlatte zum Ausrichten der Masse. Zur genauen Ermittlung des Bedarfs können Online-Estrichrechner zum Einsatz kommen.

Wer sich stattdessen für Fließestrichlegung entschieden hat, kontaktiert eine Baufirma. Um zuverlässiges Baumaterial zu erhalten, sollten die Profis in diesem Fall  Anmischen und Anliefern übernehmen. Für Nassverlegung ist außerdem eine Fördermaschine erforderlich, die der Heimwerker von der Baufirma leihen kann.

3. Bodenaufbau für schwimmenden Estrich: Untergrundvorbereitung mit Dämmschicht 

Der Hausherr muss den Untergrund des gesamten Raumes auf die schwimmende Verlegung der Estrichmasse vorbereiten. Das Dämmmaterial bedeckt im ganzen Raum die saubere Bodenfläche. Die Wände stattet der Heimwerker umläufig mit Randdämmstreifen aus. Zum Schutz der Dämmschicht findet eine PE-Folie Einsatz, die sich bis über die Randdämmstreifen zieht. An der Wand markiert der Hausherr den Meterriss, um über die benötigte Dicke der Schicht Überblick zu behalten.

4. Elemente der Fußbodenheizung auslegen

Um mit dem Auslegen der Fußbodenheizung zu beginnen, müssen im Raum Fenster bereits eingebracht und Putzarbeiten abgeschlossen sein. Die Fußbodenheizelemente bricht man an den Sollbruchstellen und verteilt sie ausgehend von Außenwänden und Fenstern im Raum. Flächen ohne Systemelemente füllt der zum System gehörige Randausbau aus. Wenn die Sollbruchstellen zur Anpassung der Elemente nicht ausreichen, darf eine Säge Einsatz finden. 

5. Rohrleitungen legen 

Die ausgelegten Elemente der Fußbodenheizung müssen mit dem Verteiler in Verbindung stehen. Hierzu dienen Rohrleitungen. Rohrführungsmarkierungen an den Heizelementen erleichtern das Verlegen gemäß Verlegeplan. Das Systemrohr verlegt der Heimwerker ausgehend vom Verteiler. Er drückt es in die Rillen von Randausbau und Systemplatten. Knickstellen und Spannungen vermeidet er durch weite Bögen. Abschließend kalibriert ein Fachmann das Rohr. Er unterzieht es im Zuge dessen einer Pressung und Dichtigkeitsprüfung.

6. Gleitschicht und zweite Dämmschicht vor der Schüttung des Estrichs

Die Heizelemente bedeckt eine sogenannte Gleitschicht. Der Heimwerker rollt sie überlappend und mit der Beschichtung nach oben aus. Randdämmstreifen dienen als Einfassung. Auf der Gleitschicht sorgt eine schützende PE-Folie in der Stärke von etwa 0,2 Millimetern für zusätzlichen Schutz. Eine feste Verklebung ist ratsam. Vorsicht: Bewegungsfugen brauchen Heizschicht und Gleitschicht nicht, aber Gebäudetrennfugen muss der Heimwerker in den gesamten Bodenaufbau integrieren.

7. Verlegung des Estrichs

Bei der Fließestrichverlegung bringt der Estrichleger gleichmäßig eine 35 Millimeter dicke Schicht auf. Nasser Estrich verteilt sich von selbst und zieht sich automatisch eben. Wer sich dagegen für Schüttung von Trockenestrich entschieden hat, schüttet etwa vier Zentimeter dick granulierte Wärmedämmschüttung auf.

Mithilfe der Holzbretter findet die Justierung statt. Reibbrett und Stahlglätter ebnen die Fläche und eine Ausgleichsschüttung passt Unebenheiten an. Nassverlegung ist weniger aufwendig, aber die Fläche muss in diesem Fall lange trocknen. Bei Zementestrich ist eine Trockenzeit von bis zu 30 Tagen die Regel, bevor die Verlegung des Bodenbelags stattfinden kann.

Estrich verlegen: was kostet es?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir in unserem Preisradar rund um das Thema Estrich verlegen.

Preisradar Logo

Estrich reparieren: was kostet es?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir im Preisradar rund um das Thema Estrich reparieren.

Tags: Fußbodenheizung
Gewerke:Estrichleger

Das könnte Sie auch interessieren:

 

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen