Ratgeber

Europawahlen: Was Handwerker wissen sollten

Autor:
Redaktion

Vom 23 bis 26. Mai 2019 ist EU-Parlamentswahl. Das Handwerk fordert Unterstützung für Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen.

Vom 23. Bis 26. Mai 2019 sind alle Bürger der EU dazu aufgerufen, ein neues Europaparlament zu wählen. In diesem Zusammenhang fordert das Handwerk die Unterstützung für Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie die Fachkräftesicherung und Unterstützung der regionalen Wirtschaft.

Warum ist die Europawahl für Handwerksunternehmen so wichtig?

Für die meisten Handwerksbetriebe wären Geschäfte ohne die EU kaum möglich. Je mehr Handwerker zur Wahl gehen, desto größer sind die Möglichkeiten, die Politik der EU in den nächsten Jahren im Sinne des Handwerks mitzugestalten.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die Wahlprogramme der sechs größten Parteien zusammengefasst und aus Sicht der Branche analysiert. Von den 40 Parteien, sind einige Kandidaten besonders wichtig für die Zukunft des Handwerks.

Diese Kandidaten setzen sich für Belange des Handwerks ein

Rainer Wieland von der CDU, ist der Meinung, dass auch das Handwerk von einem funktionierenden Binnenmarkt profitiert: Prosperierende Unternehmen und Privatleute bringen Aufträge, außerdem setzt sich die CDU dafür ein, die Hindernisse für Tätigkeiten in Frankreich und anderen Ländern zu reduzieren. Rainer Wieland ist außerdem für die Bewahrung der Erfolgsmodelle wie Meistertitel und duales Bildungssystem.

Evelyn Gebhardt von der SPD ist die Stärkung guter und fairer Arbeit in Europa wichtig. Sie spricht sich für hohe Schutzstandards aus, die den heimischen Anbietern helfen sollen, sich gegen den Dumping-Wettbewerb durchzusetzen und die Bürger vor unseriösen Anbietern zu schützen. Sie setzt sich außerdem für die Stärkung kleinerer Unternehmen ein.

Michael Bloss vom Bündnis90/Die Grünen möchte, dass die Europäische Union ein Förderer des Handwerks bleibt. Auch den Fachkräftemangel hat er im Blick und setzt sich für die Attraktivität des Handwerks ein. Der Meisterbrief soll seine Gültigkeit weiter behalten, denn er ist ein Garant für hohe Qualität. Er setzt sich auch dafür ein, dass die Digitalisierung den Handwerkern dient, um sie von der Bürokratie zu entlasten.

Claudia Haydt von den Linken setzt sich für die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe ein, die das Handwerk vor Dumping-Wettbewerben schützen. Sie unterstützt die gezielte Förderung regionaler Produktion und regionaler Dienstleistungen. Der Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik soll auf der Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen liegen, bei der das Handwerk eine zentrale Rolle einnimmt.

Andreas Glück von der FDP ist der Meinung, dass der Meister genau so viel Wert sein muss wie der Master und das nicht nur deutschland- sondern auch europaweit. Die Entsendungsrichtlinie soll eine gleiche Bezahlung gewährleisten, wenn Arbeitnehmer für eine längere Zeit in einem Mitgliedsstaat arbeiten. Bürokratische Hürden für die Entsendung sollen gesenkt werden.

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den Wahlprogrammen der einzelnen Kandidaten. Es lohnt sich für Handwerker, ihre Stimme zur Europawahl abzugeben und damit das Handwerk in allen Belangen zu unterstützen.

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