Im Altbau ist eine Fenstersanierung eine komplexe Angelegenheit
Schritt für Schritt

Fenstersanierung im Altbau - Schritt für Schritt

Autor:
Redaktion

In Altbauten ist eine Fenstersanierung nicht immer sinnvoll. Es müssen verschiedene Faktoren beachtet werden, um Gebäudeschäden zu vermeiden.

1. Rechtlichen Rahmen für Änderungen an Altbauten klären

Generell muss bei einem Altbau geklärt werden, ob das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Jede Maßnahme an solchen Gebäuden muss mit dem zuständigen Amt für Denkmalpflege abgeklärt werden. Im Regelfall ist der Einbau von modernen Fenstern nicht möglich. Es kommt aber eine Fenstersanierung vorhandener Fenster infrage. Abdichtungsmaßnahmen und eine Verglasung mit Spezialglas und Wärmedämmung sind meist möglich.

2. Vor der Fenstersanierung den U-Wert der Fassade ermitteln

Wenn die Fassade eine schlechtere Wärmedämmung als die neuen Fenster hat, besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Die Luftfeuchtigkeit in der Raumluft setzt sich an nicht isolierten Fenstern ab und wird nach außen geleitet. Wenn nach der Fenstersanierung die Fassade schlechter isoliert ist als das Fenster, wird sich die Feuchtigkeit an den Außenwänden absetzen. Dort führt das Wasser früher oder später zu Schimmel. Experten raten daher, nur Fenster einzubauen, die einen geringeren U-Wert als die Außenwände haben. Ein Gespräch mit einem Energieberater ist daher unbedingt erforderlich.

3. Möglichkeiten einer Fassadendämmung prüfen

Sofern keine Auflagen gegen eine Außendämmung sprechen, sollte eine komplette energetische Sanierung des Altbaus vorgenommen werden. Dies muss beim Einbau der Fenster schon berücksichtigt werden, damit der Bereich um die Fenster später gedämmt werden kann. Bei denkmalgeschützten Objekten kommt vermutlich nur eine Dämmung von innen infrage. Dabei sind oft nicht so günstige U-Werte zu erreichen wie bei der Außenwanddämmung. Auch bei diesem Themenkomplex hilft der Energieberater weiter.

4. Sanierungsplan festlegen

Nun heißt es nichts überstürzen und alle Alternativen abwägen. Unter Berücksichtigung eventueller Auflagen aus dem Denkmalschutz können nun verschiede Möglichkeiten durchkalkuliert werden. Ziel ist es, die Auflagen der  EnEV zu erfüllen, indem nicht nur neue Fenster eingebaut werden, sondern auch die Fassade ausreichend gedämmt wird. Eine Fenstersanierung alleine kann auf Dauer keine Lösung sein. Spätestens zwei Jahre nach dem Einbau der Fenster muss auch die Fassade eine ausreichende Wärmedämmung aufweisen. Sinnvollerweise sollte man sich drei alternative Angebote besorgen.

5. Finanzierung und Fördermittel

Mit den Angeboten kann die Hausbank nun eine entsprechende Finanzierung durchkalkulieren. Da es sich um eine energetische Sanierung handelt, sind in der Regel auch KfW-Fördermittel möglich. Im Rahmen der Finanzierung fällt die Entscheidung, welche Maßnahmen konkret in Auftrag gegeben werden.

Tags: FensterWämedämmung
Gewerke:Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer

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