Wer Fehler bei der Betriebsführung macht, riskiert schlimmstenfalls eine Insolvenz.
Ratgeber

Finanzielle Stolperfallen bei Betriebsführung vermeiden

Autor:
Redaktion

Wer Fehler bei der Betriebsführung macht, riskiert schlimmstenfalls eine Insolvenz. Folgende Fehler sind für Handwerker besonders teuer.

Bei der Führung eines Handwerksbetriebes ist wichtig, alle Kosten im Blick zu haben, einige Punkte sind besonders beachtenswert, damit es nicht zu finanziellen Schwierigkeiten kommt.

Preisuntergrenze für Handwerkerstunde im Blick haben

Nur wer richtig kalkuliert, kann den Betrieb gewinnbringend führen. Wie viel muss eine Handwerkerstunde mindestens kosten, damit die Kalkulation stimmt?

Genaue Kenntnisse der Unternehmensdaten, die Anzahl der tatsächlich abgerechneten Handwerkerstunden sowie der Materialeinsatz, der Materialaufschlag in Prozent und die Fixkosten sind für die Kalkulation wichtig. Zusammen ergeben sie den korrekten Preis für eine Handwerkerstunde des Unternehmens.

Die Liquidität nie aus den Augen verlieren

Es ist toll, wenn ein großer Auftrag lockt, aber Achtung: Während der Planungsphase sollten Bauunternehmer ihre Liquidität nie aus den Augen verlieren. Große Summen müssen vorfinanziert werden und das Warten auf das Geld kann dauern. Nicht selten führen diese Aspekte zur Zahlungsunfähigkeit.

Es ist wichtig zu wissen, wann welche Rechnung bezahlt werden muss und wann welche Leistung abgerechnet werden kann.

Vor Arbeitsbeginn, die Arbeit des vorherigen Gewerkes auf Mängel prüfen

Um einem möglichen Schaden zu entgehen, ist vor Beginn der Arbeiten auf einer Baustelle immer zu prüfen, ob die Arbeiten des Vorgewerkes frei von Mängeln sind. Es kann teuer werden, wenn der Auftraggeber Schadensersatz fordert und der Ursprung des Mangels nicht klar ist.

Nachkalkulation bei allen Aufträgen durchführen

Eine Nachkalkulation sollte nicht nur bei großen Aufträgen stattfinden. Nur wer permanent nachkalkuliert, findet heraus, ob er wirklich Geld verdient hat und weiß was er künftig besser machen kann.

Die Nachkalkulation muss korrekt sein und es sollten die richtigen Erkenntnisse daraus gezogen werden. Dabei sind vor allem die Stundenzettel der Mitarbeiter und der erfolgte Materialeinsatz wichtig.

Auf eine stabile Geschäftsentwicklung achten

Für Handwerksunternehmen ist es wichtig, die Geschäftsentwicklung ständig im Auge zu behalten. Auskunfteien wie die Creditreform orientieren sich an einer stabile Geschäftsentwicklung, wenn sie das Unternehmen im Hinblick auf seine Bonität bewerten. Lieferanten schauen sich die Zahlen an und richten sich mit ihren Konditionen danach. Gut ist ein Wert von mehr als 300.

Wenn man also einen Großauftrag annimmt, den man nicht ohne weiteres Stemmen kann, sollte man diesen Fakt im Hinterkopf behalten.

Bei mehreren Banken präsent sein

Bei einem großen Auftrag müssen große Summen vorfinanziert werden. Wer dabei nur auf eine Bank vertraut, kann Probleme bekommen, wenn die Bank absagt. Es ist deshalb immer gut, eine zweite Verbindung mit einer weiteren Bank aufzubauen und beide Banken mit der Bilanz und der Jahresplanung zu versorgen. Das schafft Vertrauen und im Notfall sind die Banken dann eher dazu bereit, den Betrieb aufzufangen.

Der Chef muss sich von der Fach- zur Führungskraft entwickeln

Meist sind die Chefs von Handwerksbetrieben selbst Handwerker und arbeiten auf der Baustelle mit. Der Chef muss lernen, sich von der Fach- zur Führungskraft zu entwickeln, denn er muss wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Es ist wichtig, sich Zeit für den Betrieb zu nehmen und sich mit den Zahlen zu beschäftigen, denn nur so kann das Unternehmen sich weiterentwickeln und langfristig am Markt bestehen.

Betriebsnachfolge frühzeitig planen

Wer keinen Nachfolger findet, muss seinen Betrieb schließen, wenn er in Rente geht. Dadurch wird Vermögen vernichtet. Erlöse aus dem Verkauf von Gebäuden und Maschinen werden meist von Abfindungen der Mitarbeiter und sonstigen Auslaufkosten (Leasing und Lieferverträge) komplett aufgezehrt. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger sollte deshalb möglichst früh angegangen werden.

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