So bleiben die Fugen schön
Ratgeber

Fliesen und Fugen im Bad – selbst gemacht

Autor:
Redaktion

Fast überall können Heimwerker problemlos Hand anlegen. Wie es geht? Und wann muss doch der Handwerksprofi ran? Einige Tipps und Links zu ausführlichen Beiträgen.

Die Fugen bleiben nicht ewig strahlend weiß. Durch Schmutz, Seifenreste oder Spritzwasser werden sie mit der Zeit grau und schwarz. Feuchtigkeit führt oft zu Schimmelbildung. Wenn reinigen nicht mehr hilft, heißt es: Fliesen neu verfugen. Dazu wird die alte Fugenmasse mit dem Fugenkratzer oder Fugenhai restlos entfernt. Hartnäckigen Silikonresten rückt der Silikonentferner zu Leibe. Zum Reinigen der Fuge reicht ein feuchtes Tuch.

Für die neuen Fugen kommen Mörtel, Acryl oder Silikon infrage. Der Mörtel muss mit Wasser angemischt und mit einem Gummiwischer aufgetragen werden. Einfacher geht es mit Acryl oder Silikon und ihren handlichen Spritz-Kartuschen. Einfach gleichmäßig in die Ritze hineinpressen, antrocknen lassen, Reste abwischen, fertig.

Was tun, wenn Kacheln wackeln?

Sind die Fliesen bereits lose? Dann ist es erst recht Zeit zu handeln. Zum Lösen dürfen die Fliesen keinesfalls heraus gehebelt werden: Sie brechen dabei leicht. Am besten lassen sie sich mit Saugnäpfen „greifen“ und vorsichtig abziehen. Die Fugenmasse kann mit einem scharfen Cutter oder schmalen Schraubenzieher abgekratzt werden.

Die Reste von Fugen und Kleber lassen sich von der Fliese abschaben. Am saubersten löst sich alles, wenn die Fliese einige Stunden in Wasser eingelegt wird: Die Reste weichen ein und sind danach mühelos zu entfernen. Ist die Keramik wieder trocken, trägt der Heimwerker den Fliesenkleber punktuell auf und fixiert die Fliese. Einen Tag später ist auch der Kleber getrocknet, alles sitzt fest. Jetzt kann verfugt werden.

„Unbefugte“ Fliesen – auf dem Boden verboten!

Ja, Fliesen können ohne Fugen verlegt werden. Das erspart nicht nur die Arbeit des Verfugens. Es lässt auch harmonisch glatte Wandflächen entstehen. Sie wirken schöner und sind leichter zu reinigen. Auf gleichbleibende Abstände muss keine Rücksicht genommen werden. Möglich ist dies freilich nur mit sauber auf Maß geschnittenen Kacheln.

Aber: Die deutschen Bauordnungen gestatten fugenloses Fliesen nur für Wände, nicht für Böden! Aufeinander stoßend, können die Kacheln die Spannungen im Untergrund nicht ausgleichen. Feuchtigkeit aus dem Untergrund entweicht über fehlende Fugen nicht. Außerdem führen Temperaturschwankungen zu Rissen. Fachbetriebe raten daher vom „unbefugten“ Fliesen ab.

Steckdose verlegen, ohne Fliese zu zerlegen

Steckdosen auf Fliesen zu verlegen ist eine Königsdisziplin für Hobbyhandwerker – und ganz ohne Elektrofachmann geht es nicht. Denn die Steckdose darf nur er anschließen! Immerhin kann das Meiste vorbereitet werden.

Muss die zukünftige Stromleitung noch verlegt werden? Dann zuerst die Sicherung rausdrehen. Danach die Verteilerdose mit dem Leitungssuch-Gerät orten und anschließend freilegen. Der Weg der zukünftigen Leitung bis zur Steckdose lässt sich als Kabelschlitz in den Putz klopfen.

Für das Loch in der Fliese eignen sich vier Werkzeuge. Der Lochboy ist eine Schraubklemme mir runder Aussparung. In diese Rundung lässt sich vorsichtig ein Loch hämmern. Mit der Fliesenzange bricht der Heimwerker weitere Stücke heraus, bis das Loch groß genug für die Steckdose ist. Es geht auch mit dem Winkelschleifer: Kreuzweise Schnitte auf der Rückseite verdünnen die Fliese, bis sich das Loch vorsichtig hineinhämmern lässt. Das sauberste Loch entsteht jedoch durch eine vorsichtig angesetzte Bohrmaschine mit entsprechend großem Aufsatz.

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